Jeden Freitag gibt es Kunst und Cocktails in der Lola

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Der Club "Lola" fusioniert erstmals mit der Künstlergruppe "Kollektiv K": Musik, Drinks und Kunst, das soll die neue Veranstaltungsreihe "Loko" künftig jeden Freitag bieten.

Der Nachtclub wird zur Bar mit neuem Konzept: Erstmals hängen in der "Lola" Bilder an der Wand.

Aalen

Ein Sekt steht bereit, daneben eine Liste. Die junge Frau am Empfang schaut darauf und bittet die Ankömmlinge ihre Kontaktdaten zu notieren. Im roten Licht sind abstrakte Gemälde zu sehen, ein paar Schritte weiter öffnet sich der Raum und zahlreiche Discokugeln blitzen von der Decke. Auf einer kleinen Bühne lehnen Gitarren und ein Schlagzeug steht bereit. Mit einem Tablett serviert jemand den Gästen Longdrinks.

Am Freitagabend hat der Club "Lola" erstmals mit der Künstlergruppe "Kollektiv K" fusioniert, um Kunst, Musik und Drinks zu verknüpfen. Unter dem Namen "Loko" hat man ein Konzept entwickelt, das trotz Corona jeden Freitag steigen soll.

Daniel Schwarzkopf steht hinter der Bar, er schenkt fleißig Getränke aus. "Ich hab schon länger das Kollektiv K verfolgt, nicht erst seit sie das Haus in der Rittergasse bemalt haben." Der Lola-Geschäftsführer hat wegen Corona umgedacht, eine Pop-Up Bar und den Stadtstrand ins Leben gerufen.

Um das Beste aus einer "schweren Zeit" zu machen, hat er die Lola in eine Bar verwandelt, um unter Beachtung der Corona-Regeln aufmachen zu können. Auf einer Veranstaltung traf er Jakob Arold vom Kollektiv K. Der war an diesem Abend auch da und gesellt sich an die Bar. Schnell waren sich die beiden nach ihrem ersten Treffen einig, gemeinsam etwas auf die Beine stellen zu wollen. Ein lockerer Abend mit Musik stand zur Debatte. So ist die Veranstaltungsreihe auf Spendenbasis namens "Loko" entstanden.

Für die Premiere hat man die Sängerin Nina Petrogalli mit Alex sowie die Band "Long Lost Radio" ins Boot geholt. Musikalisch soll das Konzept breit gefächert gehalten werden: "Darkwave aus Stuttgart oder Psychedelic Rock aus Leipzig, wir haben einige Ideen", schildert Arold. Geht es nach Kollektiv und Schwarzkopf kann es auch ein Abend mit Poetry Slam oder Lesungen sein.

Darkwave aus Stuttgart oder Psychedelic Rock aus Leipzig, wir haben einige Ideen.

Jakob Arold Kollektiv K

Mit dem Event möchten die beiden eine Alternative in Aalen bieten. "Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur ein Haus bemalen, sondern viele künstlerische Bereiche abdecken", so Arold, der dann gleich die Idee hatte: "Lass uns doch Bilder aufhängen." Gesagt, getan. Dabei ist für die Veranstaltungspremiere Roman Hilser aus Abtsgmünd. "Das erste Mal, dass wir Bilder in der Lola haben", freut sich Schwarzkopf.

Hilser steht neben einem seiner Bilder. Er malt überwiegend mit Acryl auf große Leinwände und nutzt weniger Pinsel, sondern vor allem seine Hände. "Die Gefühle müssen raus", erklärt er. Mit seinen Werken will er Emotionen erzeugen oder Fragen aufwerfen. Die abstrakten Exponate seien alle während der Coronazeit entstanden.

Apropos Corona: Wegen der Auflagen haben 100 Leute Zutritt. Im Vorfeld war die Loko-Premiere ausgebucht, denn Tische müssen reserviert werden. Die Besucher tragen bis zu ihrem Platz die Masken, dann dürfen sie diese abnehmen. Wegen der Sperrstunde um 23 Uhr, die ab Samstag in Kraft trat, wird man zukünftig wohl früher aufmachen, überlegt Schwarzkopf. Sowieso müsse man von Tag zu Tag planen, erklärt der Lola-Boss, ehe er sich wieder den Drinks widmet.

Tische können reserviert werden unter Tel./WhatsApp: 0177 890 55 55.

Künstler Roman Hilser stellt bei der Loko Premiere aus.

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