Frage der Woche

Jetzt ist er weg, der Tankrabatt: Haben Sie vorher nochmal vollgetankt?

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Frage der Woche: Jetzt ist er weg, der Tankrabatt - Haben Sie vorher nochmal vollgetankt?
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Die SP fragte Passanten in der Aalener Innenstadt, was für sie das Ende des Tankrabattes bedeutet, ob sie vorher nochmal tanken waren und was die Regierung tun sollte.

Aalen. Jetzt ist er weg, der Tankrabatt. Waren Sie zuvor nochmal tanken? Wie gehen Sie mit den hohen Spritpreisen um? Was sollte die Regierung tun? Das haben wir in Aalen gefragt. 

Uwe Lutz (61) aus Waldhausen

Uwe Lutz

„Ich hab' noch vorher getankt. Es ist schon beschämend, wenn man sich das so anschaut. Frankreich erhöht seinen Tankrabatt von 18 auf 30 Cent. Da fragt man sich, was in Deutschland überhaupt normal läuft. Zudem dauert alles viel zu lange. Eigentlich ist günstiger Sprit eingelagert, aber die Mineralölkonzerne schieben trotzdem das ganze Geld ein. In mir kocht's. Einer schiebt es auf den anderen, keiner macht was. Angeblich kann auch das Kartellamt nicht einschreiten.“

Alexandra Henne (44) Buchhalterin aus Aalen

Alexandra Henne

„Ich hab' am Mittwoch noch getankt, aber da waren die Preise schon erhöht. Man kann doch nicht mehr als schaffen. Man geht ja nur noch arbeiten, um zu überleben. Man sollte den Politikern mal klarmachen, was bei den Leuten unten ankommt. Ich fände eine Gutschrift über die Steuererklärung als Entlastung für die, die weniger verdienen gut. Wer richtig ländlich wohnt, ist auf das Auto angewiesen. Ich fahre nur das Nötigste.“

Gabi Schmid (59) Betreuungskraft aus Unterkochen

Gabi Schmid

„Noch weniger fahren als jetzt, geht nicht. Mein behinderten Bruder muss versorgt werden, ich mit dem Auto zu meinen Patienten, mein Sohn von Unterkochen nach Neunheim zu seinem Ausbildungsplatz. Ich verstehe, dass der Tankrabatt enorme Kosten verursacht. Aber wenn die Leute ins soziale System abrutschen, weil ihr Gehalt nicht mehr ausreicht, dann muss der Staat das wieder finanzieren.“

Gabi Bolsinger (75) Rentnerin aus Unterkochen

Gabi Bolsinger

„Wir hatten auf dem Rückweg aus dem Urlaub noch in Österreich getankt. Ich werde garantiert jetzt noch mehr als bisher die kurzen Strecken mit dem Rad fahren. Wir versuchen grundsätzlich wegen des Klimaschutzes wenig Auto zu fahren. Da laufe ich auch manche Strecken, für die andere das Auto nehmen. Vermutlich werden wir das jetzt noch mehr einschränken. Wenn ich nach unserem Enkel in Nürnberg sehe, fahre ich Bahn. Solche Rabatte sollten bei den Leuten richtig ankommen.“

Michael Scherer (66) Rentner aus Unterkochen

Michael Scherer

„Ich werde noch mehr mit dem Rad erledigen. Dann nimmt man halt Satteltaschen fürs Einkaufen. Die Herren Politiker sollen mal den Tankrabatt da hin geben, wo er hingehört. Zu den Leuten, die es brauchen. Die müssten direkt unterstützt werden. Es kann nicht sein, dass ein Volk von 84 Millionen von ein paar Hampelmännern regiert wird. Dennoch bin ich nicht bereit, AfD zu wählen. Wer das macht, wählt rechtsextrem. Dann sind wir aber so weit wie vor 70 Jahren.“

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