Job-Tipps für Frauen im ländlichen Raum

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„Kontaktstelle Frau und Beruf“ baut ihr Beratungsangebot im Raum Ellwangen aus.

Aalen. In allen Karrierefragen, vor allem beim Wiedereinstieg in den Beruf helfen Frauen die „Kontaktstellen Frau und Beruf“ im Land. Über den Stand der Dinge in der Kontaktstelle im Ostalbkreis hat deren Leiterin Anne Nitschke den Kreis-Ausschuss für Arbeit informiert.

Beratungsstellen sind in Aalen, Gmünd und Ellwangen eingerichtet. In der Pandemie seien die Angebote in den virtuellen Raum verlagert worden gut angenommen, sagte Nitschke. Die Beratungszahlen sanken nur während des ersten Lockdowns im zweiten Quartal unter die des Vorjahres. Virtuelle Angebote sollen daher erhalten blieben.

Im Ostalbkreis liefen 2020 insgesamt 138 Intensivberatungen und 56 Kurzberatungen. Die Gesamtteilnehmerinnenzahl an Veranstaltungen lag bei 178.

Die Kontaktstelle kooperiert mit der IHK Ostwürttemberg, der WiRO und den Hochschulen. Bei Fachgesprächen und Veranstaltungen, wie dem Kreativforum, bietet die Kontaktstelle kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit, sich und ihre Personalpolitik darzustellen und sich zu vernetzen.

Für die Zeit nach der Pandemie soll das Format Unternehmenseinblicke wieder stärker forciert werden.

Top-Thema: Frauen in der IT

Eine regelmäßige Kooperation mit der IHK Ostwürttemberg läuft im Zusammenhang mit Existenzgründungsveranstaltungen, die die berufliche Selbstständigkeit von Frauen unterstützen. In den Jahren 2021 bis 2023 wird die Kontaktstelle den Blick auf das Thema „Frauen in der IT“ legen. Der Auftakt erfolgte 2020 mit zwei Veranstaltungen. In diesem Zuge initiierte die Kontaktstelle ein Netzwerk mit Hochschulen in Ostwürttemberg zum Austausch zu Gleichstellungs- und Chancengleichheitsmaßnahmen.

Ein Ziel ist es, auch im ländlichen Raum Frauen und Unternehmen Beratungs-, Vernetzungs- und Veranstaltungsangebote zu ermöglichen. Hierfür wurde für die Jahre 2021 bis 2023 eine Kapazitätserweiterung von 12,8 Prozent beantragt und vom Ministerium bewilligt. Damit kann die Kontaktstelle nun das Angebot im Ellwanger Raum ausbauen, in Form von Beratungen, Veranstaltungen, Netzwerkarbeit. Zudem werden im ländlichen Raum ab 2021 Kurzberatungsangebote vor Ort angeboten. Hierbei kooperiert die Kontaktstelle mit der VHS Ostalb.

Das Ministerium für Wirtschaft hat 2020 8800 Euro Sachkosten pro besetzter Vollzeitstelle (11 000 Euro) und 60 Prozent der Personalkosten kofinanziert. Den Rest trägt der Landkreis. Personell ausgestattet war die Kontaktstelle von 2017 bis 2020 mit 50 Prozent Leitung/Beratung, 50 Prozent Beratung und 25 Prozent Verwaltung.

Angebot für Migrantinnen

Für das Mentorinnen-Programm für Frauen mit Migrationshintergrund standen der Kontaktstelle 700 Euro je Tandem, maximal 2800 Euro zur Verfügung. Das Programm läuft seit 2018. Die Förderzusage für die Jahre 2021 bis 2023 liegt vor, so Nitschke.

Viel Lob hatten die Fraktionen für die Arbeit der Kontaktstelle. Inge Birkhold (CDU) selbst suchte dort vor ihrem Schritt in die Selbstständigkeit rat, wie sie sagte. „Das war sehr wertvoll und wichtig. Sie holen Frauen fachkompetent in verschiedensten Lebenssituationen ab. Die CDU freut sich und unterstützt dies“, sagte sie. Weiter lobte sie den Ansatz, den Blick auf Migrantinnen zu richten. „Hier schlummern Talente“, meint Birkhold. Martin Simon

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