Jürgen Scherer: Bundesverdienstkreuz für den Macher von der Feuerwehr

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Große Auszeichnung für Jürgen Scherer (rechts): OB Frederick Brütting verlieh ihm im Namen des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz am Bande.
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Jürgen Scherer wird für sein jahrzehntelanges Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande gewürdigt. Das sind seine Leistungen. 

Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer

Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer © Oliver Giers
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer © Oliver Giers
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer © Oliver Giers
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer © Oliver Giers
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer © Oliver Giers
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer © Oliver Giers
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer © Oliver Giers
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer © Oliver Giers
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer © Oliver Giers
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer
Bundesverdienstkreuz für Jürgen Scherer © Oliver Giers

Aalen. Große Ehre, große Worte, großer Bahnhof: Jürgen Scherer, seit 43 Jahren im aktiven Dienst der Aalener Feuerwehr, darunter über 30 Jahre stellvertretender Gesamtwehrkommandant, ist mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden.

An der Feierstunde am Dienstagnachmittag im Rathaus nahmen rund 50 Gäste teil: neben Scherers Familie auch Alt-OB Ulrich Pfeifle, Mitglieder des Gemeinderats und der Ortschaftsräte sowie der TG Hofen, Kolleginnen und Kollegen des Geehrten aus der IHK und vor allem zahlreiche Feuerwehrleute, allen voran Kreisbrandmeister Otto Feil und seine Stellvertreter Klaus Kurz und Ralf Schamberger.

Oberbürgermeister Frederick Brütting nannte den Geehrten „eine feste Größe der Aalener Feuerwehr“ und umriss dessen vielfältiges Engagement: Mit 19 Jahren trat Jürgen Scherer in die Freiwillige Feuerwehr in Hofen ein, wurde mit 28 Jahren zum Kommandanten gewählt. Seit 1991 sei er stellvertretender Gesamtwehrkommandant, 15 Jahre lang war er stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands und habe in diesen Jahrzehnten „einiges bewegt“: die Umstrukturierung im Feuerwehrwesen mit der Verschmelzung kleinerer Abteilungen zu schlagkräftigeren Einheiten, die Dezentralisierung und Gründung eigener Jugendfeuerwehren in allen Abteilungen, die Organisation von Kreisfeuerwehrtagen und des Aalener Blaulichttags. Scherer ist Mitbegründer und Vorsitzender des gemeinnützigen Feuerwehrvereins der Stadt Aalen, außerdem unermüdlich im Einsatzleiterdienst, als Mittler zwischen Stadtverwaltung und Feuerwehr tätig. Ausdrücklich dankte Brütting für die Zusammenarbeit mit Jürgen Scherer als Einsatzleiter im Rathaus bei der Bombenentschärfung im Frühjahr.

Engagement jenseits der Wehr

Seit Jahrzehnten engagiert sich Scherer auch im Austausch mit Aalens Partnerstadt Tatabànya sowie im Organisationsteam der TG Hofen beim jährlichen Handballeraustausch mit Saint Lô. „Er hat sich vorbildlich für das Gemeinwohl und die Sicherheit der Bevölkerung verdient gemacht“, lobte Brütting und verlieh Jürgen Scherer unter Beifall der Anwesenden Orden und Urkunde im Namen des Bundespräsidenten.

Laudatio vom OB a.D.

„Jürgen Scherer ist ein Vorbild für uns alle, ein Vorbild für die Gesellschaft und ein Vorbild für die Feuerwehrleute“, betonte Aalens OB a.D. Thilo Rentschler anschließend in seiner Lobrede. Und führte in sehr persönlich gehaltenen Worten den Anwesenden vor Augen, was dieses Ehrenamt bei bedeutet: Scherer sei 43 Jahre hintereinander stets an Heiligabend und am Silvestertag im Feuerwehrdienst gewesen. Rentschler: „Und in den 43 Jahren waren in rund 80 Prozent am Heiligabend auch Einsätze zu fahren!“. Oft habe der Geehrte pro Jahr bis zu 250 Blaulichteinsätze absolviert, noch heute seien es im Schnitt 80 bis 100.

Im Hauptberuf verantwortet Jürgen Scherer, gelernter Industriefachwirt, unter anderem Finanzen und Controlling bei der IHK in Heidenheim. Rentschler als IHK-Hauptgeschäftsführer rief auch andere Arbeitgeber dazu auf, Ehrenämtler wie Feuerwehrleute massiv zu unterstützen. Denn nicht selten riskierten diese ihr Leben für die Gesellschaft, so Rentschler, und belegte dies an Beispielen wie den Großbränden am Kubus oder am ehemaligen Bahnausbesserungswerk, an Verkehrsunfällen und Hochwassereinsätzen.

Jürgen Scherer sei geprägt von Leidenschaft, Selbstlosigkeit, Teamfähigkeit, bleibe auch in brenzligen Situationen besonnen und habe eine verständnis- und liebevolle Frau an seiner Seite. Das Bundesverdienstkreuz habe er „wahrlich verdient“.

Dankesworte des Geehrten

Sichtlich gerührt – „ich bin immer noch hin und weg“ – ging Jürgen Scherer selbst ans Pult. Und dankte seinerseits Weggefährten: Thomas Thiele, „der hat mich gefragt, ob ich stellvertretender Stadtbrandmeister werden würde“. Kai Niedziella, „wir haben in 20 gemeinsamen Jahren bei der Feuerwehr einiges auf den Weg gebracht“. Willibald Freihart und Klaus Kurz, die ihn vom Einstieg in den Feuerwehrverband überzeugten und Hermann Haas, TG Hofen, für viele Begegnungen mit Saint Lô.

Sein Team bei der IHK halte ihm stets den Rücken frei, ebenso wie seine gesamte Familie, lobte Scherer. Und an seine Frau Marianne gewandt: „Die Hälfte dieses Ordens gehört mindestens Dir!“

Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgte das Streicher-Trio der Musikschule Aalen mit Pia Geiger (Violine), Julia Hahn (Violoncello) und Stephan Kühling (Viola) mit Werken von Mozart und Wranitzky. Am Ende gab es Getränke und Imbiss für alle.

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