Junge Köpfe und alte Hasen: Was das 21. Galgenbergfestival bietet

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Archivfoto vom Galgenbergfestival
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Wer am Wochenende des 5./6. August auf dem ehemaligen Gaskessel-Areal spielt und worauf die Fans des Festivals verzichten müssen.

Der Festivalsommer 2022 kann kommen. Und damit auch das Galgenbergfestival. Zum 21. Mal lädt der Verein der Kulturfreunde Galgenberg am ersten Augustwochenende zu Musik der Marke „für jeden was dabei“ und der Gelegenheit zum Wiedersehen lang nicht gesehener Bekannter. Diesmal ist vielleicht sogar nicht nur die ein oder andere Umarmung mit drin. „Es gibt keine Masken, wir haben eine ganz normale Bestuhlung und keinerlei Auflagen“, freut sich der Michael „Flex“ Flechsler, Vorsitzender des Vereins. „Jetzt ist alles so normal wie vor der Pandemie.”

Wo und wer alles spielt

Auch in diesem Jahr gastiert das Festival wieder auf dem Areal des ehemaligen Gaskessels im Hirschbach am Freitag, 5. und Samstag, 6. August. Am Freitagabend lockten die alten Hasen des Vereinsorchesters Fans und Musikfreunde in den Hirschbach. Die dürfen sich auf ein Programm freuen, das sie so noch nicht gehört haben. Habe man im vergangenen Jahr ein Mix-of der besten Hits der Vergangenheit gespielt, gehe es diesmal um ausschließlich Neues, so Flechsler. „Es soll keine einzige Wiederholung geben.“ Nicht ausgeschlossen aber ist, das man die Songs trotzdem kennt. 

Am Samstag werden – nach dem Prinzip, alle zwei Jahre auch lokale Bands auftreten zu lassen – Lilak aus Ellwangen das Publikum begrüßen. „Die kommen ganz gut daher mit ein bisschen Pop, Rap und Hip Hop, alles, was man gerade so macht“, so der Vereinsvorsitzende. Insgesamt neun Köpfe zählt die junge Formation um Tim Hunke, der Schlagzeug, Gitarre, Klavier, Bass und Saxophon spielt und mit seinem Producer Niko Brauchle auch eigene Songs schreibt. Dass dadurch auch mehr junges Publikum hinter dem Ofen hervorgeholt wird, ist durchaus gewollt. Der Verein habe sich ohnehin verjüngt. „Mittlerweile sind viele junge Helferinnen und Helfer mit dabei, da bin ich in Sachen Nachwuchs ganz guter Dinge“, erzählt Flechsler. Nach Lilak heizt dann mit Red Hot N Blues eine Band aus Heidenheim ein. Ende 2019 war der Startschuss der „Kapelle“, wie sie sich selbst nennt. Die Band um Sänger Michael Kneule, Kopf, Hand und Herz des Café Swing, und den jungen Gitarristen und Sänger Chris Leipold spielt einen Blues Rock, der sich gerne auch aus anderen Schubladen bedient. Den Abend beschließt Flo Mega mit den Ruffcats – letztere kennt man schon aus dem Jahr 2014, als sie dann eben ohne den kranken Flo Mega auf dem Festival spielten. „Die Bandfindungskommission hat sie nochmal angefragt“, erzählt Flechsler. Der gebürtige Bremer spielte schon mit Samy Deluxe, Fanta 4, Gentleman, und beim Raabschen Bundesvision Songcontest. Hip Hop, Soulstimme, Funk, Pop – hier kommt alles zusammen.

Disco? Leider nein

Legendär die After-Show-Parties mit Disco in einem der Backsteingebäude auf dem Gaskessel-Areal. Doch die sind mittlerweile Geschichte. Nicht wegen der Pandemie. „Das Dach ist zu brüchig und einsturzgefährdet“, erklärt Michael Flechsler. Man habe aber keine Ausweichmöglichkeit, auch nicht in ein Zelt. Das sei wegen der Lärmbelastung für die Hirschbächler nicht möglich. Noch funktioniere aber alles gut auf dem Platz, den man alle Jahre wieder neu bei den Stadtwerken anfragen müsse. Diese würden das Festival immer sehr gut unterstützen – so wie alle anderen Sponsoren. „Danke allen, die uns weiterhin die Stange halten“, so der Vereinsvorsitzende.

Drumherum

So wie auch Ostalb PA, die wieder für die Technik sorgt. Was dieser Tage nicht selbstverständlich sei. Viele im Bereich Veranstaltungstechnik seien während der Pandemie in andere Bereiche abgewandert, es fehle an Personal und Equipment. Für die Verpflegung sorgt wieder der Verein selbst. „Alles kommt aus unserer Hand“, so Flechsler.

Tickets und Preise:

Es gibt Tickets im Vorverkauf online.

Und im Vorverkauf offline bei der Tourist-Info Aalen. Musikaa und dem RMS Reisebüro. Preise an der Abendkasse: Freitag: 24 Euro, Samstag: 34 Euro, Kombiticket für beide Abende: 54 Euro. Der Eintritt ist bis einschließlich 12 Jahren frei.

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