Kapazitäten des Kreisimpfzentrums Ostalbkreis werden hochgefahren

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Das Kreisimpfzentrum in Aalen.

Teststationen für Schülerinnen und Schüler, Impfen von Senioren vor Ort und für die nächsten zwei Wochen täglich 250 Termine für Impfungen mit AstraZeneca.

Aalen. Ab der kommenden Woche werden bis auf Weiteres im Aalener Kreisimpfzentrum vier Impfstraßen im Zwei-Schicht-Betrieb gefahren. Darüber informiert die Landkreisverwaltung diesen Freitag in einer Mitteilung. Möglich wird dies durch die Lieferung weiterer Dosen des Impfstoffs AstraZeneca und die Ausweitung der Impfberechtigung auf weitere Personenkreise. So stehen in den nächsten zwei Wochen täglich 250 Termine für Impfungen mit AstraZeneca im Kreisimpfzentrum zur Verfügung. "Zusammen mit den Erst- und Zweitimpfungen der BioNtech-Schiene werden dann täglich rund 400 Impfungen in unserem KIZ durchgeführt", so Landrat Dr. Bläse. "Damit werden wir eine Auslastung unseres KIZ von etwa 60 Prozent erreichen. Wir fahren weiterhin auf Sicht, damit wir Impfstoff, der uns geliefert wird, schnellstmöglich ausgeben können und gleichzeitig Liefersicherheit haben, um die Termine auch wirklich gewährleisten zu können." 

Impfen vor Ort in ersten Kommunen wird ab Mitte März möglich sein

Da die mobilen Impfteams des Zentralen Impfzentrums Stuttgart und des Kreisimpfzentrums spätestens bis zum 21. März alle Impfungen in den Altenpflegeheimen absolviert haben werden, wird vom Landkreis momentan bereits das Impfen der Über-80-Jährigen in den Kommunen vorbereitet. "In mehreren Videokonferenzen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern haben wir organisatorische Absprachen getroffen. In einem ersten Schritt werden die Städte und Gemeinden alle impfberechtigten Über-80-Jährigen anschreiben, abfragen ob sie geimpft werden möchten und zugleich auch deren schriftliche Einverständniserklärung einholen", erläutert der Landrat das vereinbarte Vorgehen. Eine Vorlage für das Schreiben an die Seniorinnen und Senioren haben die Bürgermeisterämter heute vom Landratsamt erhalten. Die Kommunen zeichnen für die Organisation vor Ort verantwortlich und stellen geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung, wo mobile Impfteams dann arbeiten können. Die Terminkoordination zwischen Kommune und Impfteams läuft über die Kreisverwaltung. "Wo und wann genau es die ersten Impfangebote in den einzelnen Kommunen geben wird, steht heute noch nicht fest. Wir werden Sie aber gemeinsam mit der jeweiligen Gemeinde rechtzeitig und umfassend informieren", sichert Landrat Dr. Bläse zu. Um möglichst schnell in die Fläche gehen zu können, steht Bläse bereits seit einiger Zeit in engem Kontakt mit dem Sozialministerium: "Es geht darum, dass wir zusätzlich zu den mobilen Impfteams, die wir bislang aus Stuttgart im Einsatz hatten, weitere Teams von dort – und damit gleichzeitig auch mehr BioNtech-Impfstoff für unsere Seniorinnen und Senioren – erhalten. Ich bin zuversichtlich, dass wir dies mit Unterstützung des Sozialministeriums realisieren können."

Und noch ein dringendes Anliegen verhandelt der Landrat aktuell mit dem Land. Rund 600 Impfdosen AstraZeneca könnten mobile Impfteams relativ kurzfristig in Einrichtungen der Eingliederungshilfe, also Behinderteneinrichtungen, verimpfen. "Dieser Personenkreis ist in der Priorität nach vorne gerückt, wir haben den Impfstoff und wir hätten die zeitliche Kapazität, mobile Impfteams in die Einrichtungen zu schicken, weil in dieser Zeit kein BioNTech-Impfstoff zu Verimpfung durch die Teams vorhanden ist. Diese Lücke wollen wir sinnvoll nützen", betont Bläse.

Zentren für kostenlose Corona-Tests von Schülerinnen und Schülern an vier Standorten

Eine weitere Neuerung gibt es für Schülerinnen und Schüler. Nachdem das Land am Mittwoch dieser Woche Antigen-Schnelltests nicht mehr nur für Lehrkräfte, sondern auch für die Kinder und Jugendlichen angekündigt hatte, hat sich Landrat Dr. Joachim Bläse am gestrigen Donnerstag in einer Eilkonferenz mit den Städten und Gemeinden auf die Erweiterung der Teststrukturen verständigt.

Bekanntlich wurde erst am vergangenen Montag die dezentrale Teststruktur im Ostalbkreis aktiviert, die es Lehrkräften sowie Erzieherinnen und Erziehern ermöglicht, sich bis Ostern zweimal wöchentlich auf Corona testen zu lassen. Dies ist inzwischen mit einem Berechtigungsschein der Schule bzw. des Kita-Trägers bei über 90 Arztpraxen und Apotheken möglich. Teilweise haben Kommunen zusätzlich in Kooperation mit Ärzten oder Apothekern Testzentren eingerichtet oder es gibt Angebote direkt in den Einrichtungen.

Damit für alle Schülerinnen und Schüler ebenfalls ein freiwilliges und kostenloses Testangebot gemacht werden kann, werden auf Wunsch der Kommunen im Laufe kommender Woche in Aalen, Bopfingen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd Testzentren eingerichtet. Die Landkreisverwaltung konnte dafür erneut die DRK-Kreisverbände Aalen und Schwäbisch Gmünd sowie den Malteser Hilfsdienst gewinnen, die bereits an anderer Stelle im Corona-Netzwerk des Ostalbkreises eingebunden sind. In Aalen und Bopfingen werden das DRK Aalen, in Schwäbisch Gmünd das DRK Schwäbisch Gmünd und in Ellwangen die Malteser die Corona-Schnelltests durchführen. "Noch sind viele Details zu klären, insbesondere die Bestellung und Verteilung der Schnelltests beim Land. Diese müssten eigentlich von jeder Kommune einzeln geordert werden, sodass wir einen Weg finden müssen, um die Verteilung an die vier Zentren sinnvoll zu koordinieren. Mit dem Sozialministerium sind wird derzeit zur Klärung der Fragen ebenfalls in Kontakt", informiert Landrat Dr. Bläse. "Wir arbeiten im Moment mit Hochdruck daran, damit wir am kommenden Samstag, 6. März, in Betrieb gehen können! Für eine kostenlose Corona-Testung muss dann ein Termin übers Internet vereinbart werden. Die Plattform wird von einem der DRK-Kreisverbände zur Verfügung gestellt und bis dahin startklar sein. Bitte rufen Sie nicht bei den Hilfsorganisationen an, da momentan noch keine Termine vergeben werden können und dies zu gegebener Zeit ausschließlich online möglich sein wird."

Weshalb – anders als bei Lehrkräften und Erzieherinnen und Erziehern – lediglich vier zentrale Testzentren eingerichtet werden, erklärt sich damit, dass dieses Testangebot nur eine Übergangslösung bis voraussichtlich Ende März darstellt. Dann sollen, so die Ankündigungen von Bund und Land, Selbsttests zur Verfügung stehen, die diese Teststrukturen hinfällig werden lassen.

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