Keine Pflicht mehr: Halb Aalen lässt die Maske fallen

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Wochenmarkt in Aalen. Die Zahl der Menschen, die Maske trägt, hält sich in etwa die Waage mit der Zahl der Menschen, die keine tragen. Im Gespräch erzählen Besucherinnen und Besucher des Markts, dass sie die Maske nach Bedarf tragen.
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Nach dem Ende der Maskenpflicht sieht man in vielen Geschäften und Gaststätten in Aalen ein ausgeglichenes Bild.

Aalen

Das Tragen einer Maske ist seit Sonntag freiwillig. Wie gehen die Menschen in Aalen damit um? Verzichten Bürgerinnen und Bürger ab sofort auf den Mund- und Nasenschutz? Oder sind sie vorsichtig und tragen weiter Maske? Ein Rundgang durch die Innenstadt zeigt ein ausgeglichenes Bild. 

Mittwochvormittag auf dem Aalener Marktplatz. Es ist Wochenmarkt. Marktbeschicker, Käuferinnen und Käufer, Bummler, Passanten sind unterwegs. Achtet man auf Menschen, die Masken tragen, beziehungsweise nicht tragen, ist so ziemlich alles dabei. Manche tragen sie, manche nicht - Passanten wie Händler.

Es muss jeder selber wissen

Vereinzelt sieht man Zweiergrüppchen, bei denen ein Teil Maske trägt, der andere nicht. Helga und Roland Harsch aus Aalen erledigen ihren Einkauf. Die Masken haben sie dabei, tragen sie je nach Bedarf. Etwa in geschlossenen Räumen oder wenn viele Menschen dicht beieinander stehen. Unter freiem Himmel, wenn genügend Abstand da ist, darf sie auch mal in der Tasche bleiben. Roland Harsch ist Brillenträger und froh, dass er nun bei Bedarf auf die Maske verzichten kann. Ob man sie trägt oder nicht, „muss jeder selber wissen“, sind sich die beiden einig. 

Ähnlich handhaben es Karl und Steffi Schotzko aus Mögglingen. „Wir machen das ganz variabel.“ An der frischen Luft kommt die Maske bei den beiden nun weniger zum Einsatz, im Lokal, bis man am Platz ist, dafür schon noch. „Man ist es so gewohnt mittlerweile“, sagt Steffi Schotzko. Und dabei habe man die Maske heute sowieso eigentlich immer. 

Wieder Lächeln statt Maske

Von einem ausgeglichenen Bild berichtet auch die Inhaberin von Malibu Fashion, Tamara Schmitz. Im Geschäft am Marktplatz sei es ähnlich ausgeglichen, wie auf dem Wochenmarkt. „Die Hälfte kommt mit, die Hälfte kommt ohne“, sagt Schmitz. Sie legt Wert darauf, dass jeder selbst entscheiden kann, ob er oder sie Maske trägt oder nicht. „Wir setzen sie auch auf, wenn gewünscht“, führt sie aus, „ich persönlich freue mich aber, dass sie weg ist, dass man wieder ein Lächeln sieht“. 

In einem Fachgeschäft für Elektronik, etwas außerhalb von Aalen, sind Kundinnen und Kunden augenscheinlich noch etwas vorsichtiger als vielerorts in der Innenstadt. Dort trägt der Großteil eine Mund- und Nasenbedeckung. Einzelne verzichten. 

Mit und ohne auch in Lokalen

Auch in der Gastronomie lassen viele Gäste die Masken fallen. Das zeigt ein Besuch im Café Podium und bei Maverick's Essbar. Im Café etwa betritt ein Herr das Lokal zunächst mit Maske, beim zweiten Mal ohne. Kleine Grüppchen treten ein, mit Maske, andere wiederum ohne. 

„Das Muss ist weg aber natürlich könnt ihr, wenn ihr euch damit besser fühlt“, sagt Manuel Braun, der neben Maverick's Irish Pub auch Maverick's Essbar in Aalen betreibt. Ihm ist Fairness dabei wichtig: „Wenn ein Gast es möchte, wird er mit Maske bedient.“ Ansonsten überlässt er es seinem Team sowie Besucherinnen und Besuchern selbst. Wer Maske trägt, „geht von jung bis alt. Das kannst du nicht am Alter festmachen“. Braun rechnet damit, dass in den kommenden Monaten immer mehr die Masken fallen lassen. 

Wir setzen sie auch auf, wenn gewünscht.“

Tamara Schmitz, Inhaberin Malibu Fashion

Masken bleiben im Rathaus Pflicht

Das Tragen einer FFP2-Maske oder medizinischen Maske bleibt im Aalener Rathaus sowie in den Rathäusern der Teilorte sowie in allen städtischen Dienststellen bis 19. April weiterhin Pflicht. Das teilt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung mit. Grund sei das Infektionsgeschehen im Ostalbkreis. Die Maßnahme soll dazu beitragen, dass der Betrieb auch unter arbeitsschutzrechtlichen Gesichtspunkten aufrechterhalten werden kann und insbesondere vulnerable Beschäftigte geschützt werden. Die Stadtverwaltung bittet um Beachtung und Verständnis. Lange Wartezeiten können mit der Online-Terminvereinbarung unter www.aalen.de vermiedeb werden. Für die Schulkindbetreuungsangebote und in den städtischen Kitas gelten gesonderte Regelungen. 

Manuel Braun vor seiner Maverick's Essbar. Er legt beim Masketragen auf Fairness.
Tamara Schmitz betreibt Malibu Fashion am Marktplatz. Sie freut sich, statt Maske nun wieder ein Lächeln zu sehen.

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