Kiesewetter und Mack in anderen Teams

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Roderich Kiesewetter ist für Armin Laschet.
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Laschet oder Söder? Wem die Aalener CDU-Abgeordneten die Daumen drücken für die Kanzlerkandidatur.

Aalen. Wer soll Kanzlerkandidat der Union werden? Ganz unterschiedlich beantworten diese Frage die beiden Aalener CDU-Abgeordneten im Bund und im Land. Der Aalener CDU-Bundestagsabgordnete und Kreisvorsitzende der CDU, Roderich Kiesewetter, hält beide, den CDU-Bundesvorsitzenden Armin Laschet und den CSU-Vorsitzenden Markus Söder "für geeignet". Er aber spreche sich für Armin Laschet aus. Für ihn, Kiesewetter, sei entscheidend, wer für Deutschland der bessere Kandidat und weiter: "Wer bringt die entscheidenden Eigenschaften mit, Deutschland nach der Pandemie zu regieren. Hier werden andere Fähigkeiten benötigt, als jetzt vielleicht kurzfristig in der Pandemie von der Bevölkerung gewünscht erscheinen", argumentiert Kiesewetter. In der "Post-Corona-Zeit", der Zeit nach der Pandemie, brauche es "eine ausgleichende Kraft für unsere Bevölkerung, Kompromissfähigkeit mit möglichen Koalitionspartnern, Vermittlungsgeschick für einen Neuaufbruch der EU". Das seien die Fähigkeiten, "die entscheidend und wichtig für unser Land" seien.

Wichtig sei aber auch, dass die Entscheidung "von allen Mitgliedern und allen Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern beherzt mitgetragen wird und die Union sich vereint hinter den Kanzlerkandidaten stellt".

Eine Entscheidung in Sachen Kanzlerschaft durch die Bundestagsfraktion hält Kieseweter "nicht für hilfreich". Der Aalener Abgeordnete: "Hier bin ich ganz bei Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble, der auf die schweren Wunden hinweist, die die Entscheidung 1979 hinterlassen hat." Damals, 1979, stand die Union vor der Frage Helmut Kohl (CDU) oder Franz-Josef Strauß (CSU). Strauß wurde Kandidat der Union, verlor die Bundestagswahl aber gegen die SPD und deren Kanzler Helmut Schmidt. Zwischen der CDU und der CSU waren intensive Auseinandersetzungen vorausgegangen.

Anders sieht als Kiesewetter sieht die K-Frage der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack. Zwar betont Mack, dass beide, Laschet und Söder, herausragende, erfahrene, vom Volk gewählte Politiker seien, "denen ich das Amt des Bundeskanzlers zutraue". Laschet sei derjenige, "der mehr integriert, Söder sei derjenige, der besonders führungsstark ist. "Wir in Baden-Württemberg sehen besonders deutlich, wie zupackend Bayern regiert wird", sagt Mack und "deshalb verbindet mich mit dem Franken Söder eine natürliche Nähe".

Winfried Mack ist eher für Markus Söder.

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