Kiesewetters Eindruck nach USA-Reise

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Roderich Kiesewetter besuchte in den USA auch das NATO Allied Command Transformation in Norfolk, Virginia. Foto: privat

Warum die Biden-Regierung auf transatlantische Lastenteilung hofft. Wie „China“ einzuordnen ist.

Aalen. Der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter war vergangene Woche seit 2019 erstmals wieder in den USA.

Es habe in den letzten Jahrzehnten keinen Präsidenten gegeben, der Europa so viel Bedeutung beigemessen habe wie Biden, hätten ihm seine seit Jahrzehnten in den Staaten lebenden deutschen Gesprächspartner rückgemeldet, so der Außen- und Sicherheitspolitiker. Auch mit Blick auf die nächsten Präsidentschaftswahlen 2024 gelte es, dies zu bedenken. „Wegen dieser transatlantischen Ausrichtung habe ich im Pentagon und Außenministerium wenig Verständnis für die Position des Kanzleramts erfahren, der Ukraine keine deutschen Transport-, Schützen- oder Kampfpanzer zu liefern“, berichtet Kiesewetter. „Im Gegenteil wurde mir erklärt, die USA würden es ausdrücklich begrüßen, wenn Berlin Panzer liefere.“Der Wunsch nach mehr transatlantischer Lastenteilung sei deutlich geäußert worden.

Washington sehe ganz klar China als die mittel- und langfristig größte Herausforderung für die regelbasierte internationale Ordnung. „Um sich dieser Herausforderung besser stellen zu können, hoffe ich, dass wir Europäer die USA auf unserem Kontinent entlasten, damit Washington mehr Ressourcen im Pazifik bündeln kann“, so der Abgeordnete.

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