Kinderfreizeit in der Pandemie

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Ein neuer Tag bei der Stadtranderholung: Mit dem Bus reisen die Kinder an. Dann geht's zur Fiebermessstation, wo die Kinder in ihre entsprechenden Spielstationen eingeteilt werden.
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Ein ausgeklügeltes Hygienekonzept hilft dabei, das Infektionsrisiko beim Ferienprogramm in der Kolpinghütte gering zu halten.

Aalen

Wir haben es uns lange überlegt, ob wir die Stadtranderholung überhaupt machen", sagt Jule Ulbert, Leiterin des zweiten Abschnitts der Stadtranderholung in der Kolpinghütte. "Aber wir haben uns dann hingesetzt und gesagt: Wir machen das." Damit alles glatt läuft in diesem Corona-Jahr, gibt es ein Hygienekonzept. Denn ohne coronabedingte Abstriche kommt das Ferienangebot in diesem Jahr nicht aus.

Am Montag war Startschuss für das Programm, das den 30 Kindern im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren bis Freitag, 28. August, Spiel, Spaß und Erholung bringen soll. 14 Tage lang, jeweils von Montag bis Freitag, ab 8 Uhr, ist dann für Kurzweil gesorgt oben auf der Kolpinghütte.

"Das heißt täglich zehn Stunden Spiel und Spaß mit uns", erzählt Ulbert. Die Kinder werden von einem Bus der OVA Aalen an verschiedenen Haltestellen abgeholt, "jeweils ganz in Wohnortnähe", erklärt die Leiterin.

Sind die Kinder dann an der Kolpinghütte angelangt, wird erst einmal Fieber gemessen. "Jedes Kind und jeder Betreuer muss hier durch", betont Ulbert. An der Fieberstation werden die 30 Kinder in Gruppen für den Tag eingeteilt: coronabedingt in fünf Kleingruppen mit je sechs Kindern. Bedeutet: "Die Großgruppenspiele, wie sie in anderen Jahren Usus waren, können wegen der Coronaverordnung nicht stattfinden", bedauert die Leiterin.

Jeden Morgen wird erst einmal Fieber gemessen.

Jule Ulbert Leiterin des zweiten Abschnitts

Dafür haben sich die Betreuer etwas einfallen lassen: "Jede Gruppe hat ihre eigene Erkennungsmelodie." Ertönt das entsprechende Lied einer Gruppe, wissen die Kinder, dass es nun zum Händewaschen geht. Auch beim Abschluss der Stadtranderholung gibt es in diesem Jahr Änderungen. "Eigentlich haben wir immer ein Elternfest", sagt Ulbert. Da bei der Freizeit aber keine Besucher erlaubt sind, gibt es dieses Jahr ein Kinderfest. Auch einen Händewaschkurs gab es für die kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. "Die sind darin jetzt Vollprofis", scherzt die Leiterin.

Trotz der Pandemie sollen die Kinder Spaß haben. Das Programm in diesem Jahr: "Zeitreise durch die Welt". So geht es für die Kinder zurück in die Zeit der Dinosaurier, der Piraten oder ins Mittelalter. Dazu gibt es passende Spiele wie etwa eine Schatzsuche. Auch das Essen passt öfter mal zum Motto: "Am Dino-Tag gab's zum Beispiel Nuggets in Dino-Form", sagt Ulbert, "Wir versuchen immer themenbezogen zu kochen".

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