Kindern fehlt das Bewusstsein für den toten Winkel

Auf dem Greutplatz finden am Dienstag und Mittwoch erklärende Vorführungen statt.

Aalen. Das Polizeipräsidium Aalen präsentiert zusammen mit der DEKRA, dem ADFC, dem Bund deutscher Berufskraftfahrer, der OVA und der Verkehrswacht Aalen auf dem Greutplatz den vermutlich größten Zaubertrick der Welt: den "toten Winkel". Eingeladen sind alle sechsten Klassen der Aalener Schulen und der umliegenden Teilgemeinenden sowie die Öffentlichkeit.

Ausgehend von einem tödlich verlaufenden Unfall hat sich 2003 ein Arbeitskreis gebildet, der insbesondere Schülerinnen und Schülern die Gefahr der Kollisionen von Lastwagen und Radfahrern verdeutlichen soll.

Diese Art der Verkehrsprävention wurde von den bisherigen Teilnehmern gelobt und von der landesweiten Verkehrssicherheitsaktion "Gib acht im Verkehr" ausgezeichnet.

Nicht allen Kraftfahrern ist die Problematik des toten Winkels vertraut und Kindern fehlt meist vollkommen das Bewusstsein dafür. Für Kinder ist es aber wichtig zu verstehen, dass der Bus-, Lkw-, oder Sattelzugfahrer trotz seiner Spiegel nicht jeden Bereich um sein Fahrzeug herum einsehen kann. Gerade an der rechten Seite und direkt vor dem LKW befinden sich "blinde Flecke", die erhebliche Gefahren mit sich bringen.

In diesen Bereichen können, wie bei einem Zaubertrick, ganze Autos oder eine komplette Schulklasse "weggezaubert" werden. Fußgänger und Radfahrer müssen bei rechtsabbiegenden Fahrzeugen äußerst vorsichtig sein, da sie auch hier im toten Winkel komplett verschwinden können. Aber auch im Bereich von Schulbussen ist diese Gefahr groß.

Mit der Verkehrssicherheitsaktion "Achtung! Toter Winkel" wird die Polizei in Theorie und Praxis erklären, wie gefährlich der tote Winkel sein kann und dass es in manchen Situationen kein Entrinnen gibt. Zu der Aktion haben sich über 750 Kinder angemeldet, die an verschiedenen Stationen langsam an die Gefahren herangeführt werden. Die Kinder dürfen auch selbst im Führerhaus Platz nehmen und erkennen schnell, wie wenig man von hier aus sieht. Großes Erstaunen bei Groß und Klein wird auch der Lkw hervorrufen, aus dem man den vor dem Führerhaus stehenden Smart nicht sehen kann. Nachhaltig wird den Kindern jedoch die Simulation eines echten Verkehrsunfalls in Erinnerung bleiben. Bei dieser Fahrdemonstration wird ein Fahrradfahrer vom Auflieger eines Sattelzuges erfasst und das Fahrrad unter dem Lkw "zermalmt".

Veranstaltungszeiten sind am Dienstag, 15. Mai: 8.15 bis 9.45 Uhr, 10.15 bis 11.45 Uhr, 13.45 bis 15.15 Uhr. Am Mittwoch, 16. Mai: 8.15 bis 9.45 Uhr und 10.15 bis 11.45 Uhr.

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