Kino am Kocher: Kinopreis und Besucherrekord

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Das Kino am Kocher ist ausgezeichnet worden. Im Kino international in Berlin konnte das Team des Aalener Programmkinos den Kinoprogrammpreis 2021 entgegennehmen. Foto: privat

Das Aalener Kino am Kocher ist mit dem Kinoprogrammpreis ausgezeichnet worden. Was der Erfolgsgarant ist, was die Ziele für die Zukunft und warum ein Besuch im Kocherkino nicht nur ein Kinobesuch ist.

Aalen

Ein gutes Kinoprogramm zahlt sich aus. Für das Kino am Kocher sogar gleich doppelt: So wurde das Programmkino mit dem Kinoprogrammpreis 2021 der Staatsministerin für Kultur und Medien, Claudia Roth, ausgezeichnet und gleichzeitig danken die Kinozuschauer für die hervorragende Filmauswahl mit einem Besucherrekord in diesem Oktober.

„Als Arthaus-Kino haben wir den Anspruch, andere Filme anders zu zeigen und zugleich möchten wir möglichst viele Zuschauer erreichen. Das ist immer ein Balanceakt“, so Vorstand Jürgen Volmer, der Leiter der Programmgruppe. Gemeinsam mit Vorstandskollegin Sabine Heusel-Gentner und den Aufsichtsrätinnen Eva Knörrich und Heike Brucker konnte er den Kinoprogrammpreis 2021 in Berlin im Kino International in Empfang nehmen. Der Preis ist zudem mit 7500 Euro dotiert. „Wir freuen uns über die Auszeichnung und auch über das Preisgeld, denn im Kino am Kocher arbeiten alle ehrenamtlich und wir erhalten keine Fördergelder oder Zuschüsse, sondern müssen unsere Zuschauer mit unseren Filmen und unserem besonderen Kino überzeugen“, so Sabine Heusel-Gentner.

Keinen leichten Start hatte das Kino am Kocher im neuen Zuhause, dem Kulturbahnhof. Los ging es inmitten der Pandemie; Lockdown und Corona-Einschränkungen legten den Kinobetrieb zuerst lahm. „Unsere Arbeit zahlt sich aus und so konnten wir im September und Oktober je einen Besucherrekord erreichen. Über 1800 Zuschauer kamen im vergangenen Monat in unsere Kinovorstellungen“, freut sich Vorstand Walter Heichel. „Wir blicken vorsichtig optimistisch in die Zukunft, wünschen uns aber eine Auslastung, wie vor Corona in unserem Kino in der Schleifbrückenstraße“, so Heichel.

„Unser Erfolgsgarant sind neben den Vorstellungen um 17.30 Uhr und 20.15 Uhr unsere Kooperationen. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt“, wirbt Heike Brucker für die Sondervorstellungen. So gab etwa der Chor „Sing4Joy“ nach der Filmvorstellung „Unsere Herzen ein Klang“ ein kleines Konzert im KubAA-Foyer. Ob Hospiz, Demenz oder Ukraine-Krieg: Auch schwierige Themen können durch Filme und eine gemeinsame Diskussion in den Fokus rücken und den Betroffenen Halt geben. Daneben kommt aber natürlich auch die anspruchsvollere Unterhaltung nicht zu kurz.

„Ein besonderes Highlight ist derzeit die „Exhibition on Screen“-Serie in Kooperation mit dem Kunstverein Aalen. Hier kommen große Künstler auf die große Leinwand“, so Aufsichtsrat Bernd Jost. Die nächste Vorstellung hierzu ist am 11. Dezember „Degas - Leidenschaft für Perfektion“. Schon die Kleinsten sollen Kino-Fans werden und so ist das KiKiKo (KInderKIno am KOcher) ein fester Termin im Kinokalender. Am Sonntag, 6. November, wird „Peter Hase 2 – Ein Hase macht sich vom Acker“ gezeigt. 

„Ein Besuch im Kino am Kocher ist aber mehr als einen Film anschauen. Man trifft sich mit Freunden und anderen Filmliebhabern an der Kinobar und lässt den Abend gemütlich ausklingen“, so Barchef und Vorstand Jürgen Schwarz.

Für das Kino am Kocher ist die Zusammenarbeit mit dem Theater der Stadt Aalen und der Musikschule besonders wichtig. Erklärtes Ziel ist es, den Kulturbahnhof zu beleben. Am Freitag, 11. November, richtet das Kocherkino gemeinsam mit Thomas Maile im KubAA die „Pecha Kucha Nacht“ aus. „Kultur ist für Aalen ein wichtiger Standortfaktor und wir freuen uns, dass wir als Kino am Kocher hier einen wichtigen Beitrag leisten können“, betont Heike Brucker.

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