Kitas: Es geht wieder los in Aalen

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Symbolbild: Pixabay

Für alle Kinder in allen Einrichtungen und mit allen Trägern: Es kommt wieder Leben in die Kitas im Stadtgebiet Aalen – welche Einschränkungen es weiter gibt.

Aalen

Die vergangenen Wochen waren für Eltern, Kinder, Personal und Kita-Träger extrem anstrengend. "Nun ist es Zeit. Alle Kinder sollen wieder in ihren geliebten Kindergarten gehen dürfen", sagt Oberbürgermeister Thilo Rentschler zur entsprechenden neuen Corona-Verordnung, die nun einen sogenannten "Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen" vorsieht. Die von Kindern, Familien, Fachkräften und den Kindergartenträgern lang ersehnte Wiedereröffnung der Kitas erfolge nach einer Mitteilung der Stadt "ab Montag 29. Juni" und – sofern es die jeweilige Situation in der Einrichtung zulasse – "zu den von den Eltern vor Corona gebuchten Betreuungszeiten". Für den Zeitraum bis 28. Juni gelte weiter "der eingeschränkte Regelbetrieb und Notbetreuung".

Eine vorzeitige Öffnung oder Lockerung in den Einrichtungen, die Rentschler zur Unterstützung der Familien befürwortet hätte, sei aufgrund der landesrechtlichen Bestimmungen "leider nicht möglich".

"Zwar sind wir mit diesem Schritt noch immer nicht im Normalbetrieb und es gelten weiterhin erhebliche Einschränkungen im Betrieb, doch die Erleichterung und Freude überwiegt unter den Kindergartenträgern in Aalen", sagt Bürgermeister Ehrmann mit Blick auf ein Gespräch mit den Kindergartenträgern der Stadt Aalen.

Die Träger sehen eine große Herausforderung in den strengen Regeln zum Betrieb. Unter anderem müssen Betreuungsgruppen strikt voneinander getrennt bleiben, jede Einrichtung muss ein Hygienekonzept umsetzen. Sorge bereite den Verantwortlichen in Aalen aber vor allem, "dass das Land eine Unterschreitung der bisher geltenden Mindestpersonalschlüssel" vorübergehend vorsehe. Mit dieser Maßnahmen und der Möglichkeit, Betriebszeiten einzuschränken sollen die Kindertageseinrichtungen ein flexibles Instrument erhalten, um reagieren zu können. Denn nach wie vor sei die Anzahl der Fachkräfte, die zur Risikogruppe gehören und somit nicht bei der Arbeit am Kind eingesetzt werden können, von Kita zu Kita sehr unterschiedlich.

"Wir hoffen, dass dies eine Interimslösung bleibt. Unter der vorrangigen Zielsetzung für alle Kinder ein Angebot zu gewährleisten nehmen wir diese Einschränkung in Kauf", sagt dennoch Rentschler. Unbestritten bleibe aber: Eine auskömmliche und qualifizierte Fachkraftausstattung sei das "elementare Qualitätskriterium für gute Bildungs- und Betreuungsqualität".

Eckpunkte zur Kitaöffnung: Alle Kinder werden ab 29. Juni wieder in ihre Stammkita aufgenommen. Ein sogenannter "Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen" gilt bis 31. Juli 2021, sofern es nicht aus Gründen des Infektionsgeschehens zu weiteren Einschränkungen oder ggf. auch Erleichterungen kommt.

Gruppenzahl, Gruppengrößen und Betreuungszeiten der Einrichtung richten sich nach der bestehenden Betriebserlaubnis. Eine Abweichung von der Gruppengröße ist im Einzelfall mit Genehmigung des Landesjungendamtes möglich.

Es ist auf eine konstante Zusammensetzung der Gruppen – Kinder wie Beschäftigte – zu achten. Im Regelfall besuchen die Kinder die Gruppe, die sie vor Schließung besucht haben.

Für die Gruppen ist möglichst eine Trennung drinnen wie draußen vorzunehmen, Kitabeginn und -ende, Essenszeiten sowie Aufenthalte im Außenbereich sind zeitversetzt. Eine Abstandsregelung für die Kinder gibt es nicht, Erwachsene untereinander sollen das Abstandsgebot, 1,5 Meter, einhalten. Um die Betriebszeiten verlässlich und möglichst vollumfänglich zu gewährleisten, kann nach den Vorgaben des Landes die Mindestpersonalanzahl um bis zu 20 Prozent unterschritten werden.

Zur Sicherstellung dieses Personalbestands können auch Fachkräften aus dem Bundesprogramm Sprach-Kitas, bereits bisher zeitweise eingesetzte Zusatzkräfte, Personen, die ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren, Studierende im Block-Praktikum, Auszubildenden und anderen geeigneten Personen eingesetzt werden. Für den Fall, dass trotz dieser Maßnahmen nicht ausreichend Personal zur Verfügung steht, kann die jeweilige Einrichtung in Abstimmung mit ihrem Träger einer Reduzierung der Öffnungszeiten vornehmen.

Alle Kinder sollen wieder in ihren geliebten Kindergarten dürfen.

Thilo Rentschler Oberbürgermeister

Neuaufnahmen von Kindern können wieder erfolgen. Die Planung erstellt die Kita und stimmt dies mit den Eltern ab.

Die Notbetreuung entfällt. Ein Rechtsanspruch auf Betreuung besteht weiterhin nicht.

Gesundheits- und Infektionsschutz: Eltern und alle Beschäftigten haben eine entsprechende schriftliche Erklärung abzugeben, die dokumentiert wird. Sollten Eltern diese Regelung nicht einhalten, ist die Einrichtung berechtigt, das Kind von der weiteren Betreuung auszuschließen. Eltern eines Kindes, das aufgrund relevanter Vorerkrankungen zu einer Risikogruppe gehört, sind dafür verantwortlich, mit dem Kinderarzt zu klären, ob der Besuch einer Kindertageseinrichtung für ihr Kind gesundheitlich verantwortbar ist. Die Einrichtung kann eine entsprechende ärztliche Bescheinigung verlangen. Grundsätzlich gelten weiterhin Betretungsverbote für alle Beteiligten, die selbst oder deren Familienmitglieder an SARS-CoV-2 erkrankt sind oder entsprechende Krankheitssymptome zeigen.

Darüber hinaus erhalten die Einrichtungen eine Handreichung des Landesgesundheitsamts, wie bei möglichen Kontakten mit infizierten Personen bzw. deren Kontaktpersonen zu verfahren ist. Die Entscheidung über ggf. erforderliche Quarantänemaßnahmen treffen die örtlich zuständigen Gesundheitsämter.

Hygienemaßnahmen: Jede Einrichtung erstellt auf der Grundlage der Schutzhinweise der zuständigen Landesbehörden ein Hygienekonzept und setzt dieses um.

Die Eltern aller Kitas werden im Laufe der Woche "umfassend" von ihrer Kita-Leitung über das Betriebskonzept der Kita ab 29. Juni informiert.

Für Fragen und Informationen stehen die MitarbeiterInnen des Amtes für Soziales, Jugend und Familie gerne zur Verfügung. Telefon (07361) 521052

Jetzt kehrt wieder Leben ein in die Aalener Kitas. Ab dem 29. Juni sollen alle wieder öffnen, meldet die Stadtverwaltung. Allerdings sind wichtige Regeln zu beachten.

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