Klares Ja zu Schulsozialarbeit

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Ein Bild aus Zeiten lange vor Corona. Schulsozialarbeiterin Tanja Raschka steigt mit einem Kooperationsspiel in ihre Arbeit mit einer fünften Klasse der Abtsgmünder Friedrich-Keller-Schule ein. Archivfoto: opo
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Alle bestehende Stellen bleiben erhalten, sechs werden aufgestockt. Unterschneidheims Sechta-Ries-Schule erhält eine neue Personalstelle.

Aalen

Schulsozialarbeit hilft in allen Schulformen. Sie ist wichtig bei der Verzahnung der Kinder- und Jugendhilfe mit dem Bildungssystem. Sie fördert junge Menschen in ihrer individuellen, sozialen und schulischen Entwicklung. Das baut Bildungsbenachteiligungen ab. Beratung und Unterstützung von Erziehungsberechtigten und Lehrkräften ist ebenfalls wichtig. Daher arbeitet Schulsozialarbeit mit Schule und Eltern sowie Institutionen und Initiativen eng zusammen.

Der Ostalbkreis bekennt sich klar zu diesem Konzept. Das drückt sich aus in der Förderung, die der Kreis-Jugendhilfeausschuss am Montag, bestätigt vom Finanzausschuss am Dienstag, verlängert und neu auf den Weg gebracht hat.

Demnach fördert der Kreis ab Schuljahr 2021/2022, frühestens ab 1. August, insgesamt 47,5 Vollzeitstellen für Schulsozialarbeit an 53 Schulen, Schulzentren und den Kreis-Berufsschulen bis Ende des Schuljahres 2023/2024. Träger der Schulsozialarbeit sind acht Städte und Gemeinden, sechs Träger der freien Jugendhilfe sowie der Ostalbkreis.

Seit 2012 fördert das Land Schulsozialarbeit mit einem Festbetrag von 16 700 Euro pro Vollzeitstelle und Jahr. Die restlichen Personalkosten werden je zur Hälfte vom Schulträger und vom Ostalbkreis getragen.

Im Kreisetat 2021 sind für die Schulsozialarbeit an Schulen, die nicht in Trägerschaft des Ostalbkreises sind, insgesamt 974 336 Euro eingestellt. Für die kreiseigenen Beruflichen Schulen und Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) beläuft sich der Haushaltsansatz im Jahr 2021 auf 313 000 Euro.

Neu im Boot

Zum Schuljahr 2021/2022 sind beim Kreis ein Antrag auf eine neue Schulsozialarbeiterstelle und drei Anträge auf Stellenerweiterung eingegangen. Insgesamt 1,6 Vollzeitstellen mehr. Diese Anträge kommen von der Sechta-Ries-Schule Unterschneidheim (Realschule und Werkrealschule) – bislang 0, nun 0,5 Stellen; vom Theodor-Heuss-Gymnasium Aalen, Erweiterung von 0,5 auf eine Stelle; vom Peutinger-Gymnasium Ellwangen, Erweiterung von 0,5 auf eine Stelle, und von der Deutschorden-Schule Lauchheim (Grund- und Realschule), Erweiterung von 0,65 auf 0,75 Stelle.

Verlängerung des Angebotes

Weiter bewilligt wird Schulsozialarbeit ab dem Schuljahr 2021/2022: an der Schillerschule Aalen (Gemeinschaftsschule, Grundschule), zwei Stellen; der Greutschule Aalen (Grundschule), 0,5 Stelle; der Uhland-Realschule Aalen, eine Stelle; dem Schubart-Gymnasium Aalen, 0,5 Stelle; dem Kopernikus-Gymnasium Aalen-Wasseralfingen, 0,5 Stelle; der Kocherburgschule Aalen-Unterkochen, (Gemeinschaftsschule, Grundschule) eine Stelle; der Friedrich-von-Keller-Schule Abtsgmünd, (Grund-, Werkreal- und Realschule), eine Stelle; der Realschule Bopfingen, 0,5-Stelle; der Mittelhofschule Ellwangen, (Gemeinschaftsschule), eine Stelle; dem Rosenstein-Gymnasium Heubach, 0,5-Stelle; dem Schulzentrum Leinzell (Grund- und Werkrealschule, Realschule), eine Stelle; der Härtsfeldschule Neresheim (Grund-, Werkreal- und Realschule), eine Stelle; der Dreißentalschule Oberkochen (Gemeinschaftsschule, Grundschule), eine Stelle; der Grundschule Hardt in Gmünd, 0,75-Stelle; dem Hans-Baldung-Gymnasium Gmünd, 0,5-Stelle; dem Parler-Gymnasium Gmünd, 0,5-Stelle; dem Scheffold-Gymnasium Gmünd, 0,5-Stelle, und der Propsteischule Westhausen (Gemeinschaftsschule, Grundschule) 0,8-Stelle.

Mehr Probleme, mehr Beratung

Die bestehende Schulsozialarbeit an den genannten Schulen stoße wegen stark gestiegener Anforderungen und mehr Problemstellungen an Schulen personell an ihre Grenzen, heißt es allgemein in den jeweiligen Begründungen für die Verlängerung des Angebotes.

Alle Anträge wurden auch vom Staatlichen Schulamt Göppingen geprüft und befürwortet. Laufende Projekte haben sich, nach Einschätzung des Schulamts, bewährt. Schulsozialarbeit werde von Schulleitungen und Lehrkräften als sehr hilfreich empfunden. Insbesondere beim Ganztagesangebot habe sich Schulsozialarbeit zur Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler als Zugang zur Inanspruchnahme von Hilfen entwickelt.

Der Mehraufwand des Landkreises für die neu beantragten 1,6 Stellen beläuft sich im Jahr 2021 – abzüglich der Landesförderung und der Beteiligung der Schulträger – auf rund 13 500 Euro. Im Folgejahr wird mit einem Kreisanteil in Höhe von circa 40 500 Euro gerechnet.

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