Klein hat im Kubus Großes vor

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Steffen Klein, Inhaber der Firmen Metallbau Design und Trend Sale, eröffnet Freitag nächster Woche im ersten Obergeschoss des Aalener Kubus ein Ladengeschäft auf 250 Quadratmetern.
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Steffen Klein ist Erfinder der Sonnenliege SunDivan, mit der er den Weltmarkt erobert hat. Welche neue Geschäftsidee der 36-Jährige jetzt verfolgt.

Aalen

Steffen Klein (36), ist gelernter Metallbauer, Erfinder des SunDivan und ab sofort auch Ladeninhaber. Nächste Woche Freitag eröffnet er im ersten Obergeschoss des Kubus seinen 250 Quadratmeter großen Trendstore Aalen. Steffen Klein hat Großes vor. Aalen soll Prototyp sein für weitere Trendstores in 16 deutschen Großstädten. Der Trendstore Berlin wird bereits im Juli eröffnen. Auf 180 Quadratmetern im Erdgeschoss des Einkaufszentrums Alexa.

Steffen Klein ist ein Senkrechtstarter. Auch wenn er das Wort selbst nicht aussprechen will, nickt er dann doch. "Es ist so. Ich bin erfolgreich. Aber das ist nicht mein erstes Ziel. Mir geht es gut und das möchte ich gerne weitergeben, in dem ich Arbeitsplätze für andere Menschen schaffe."

Vor vier Jahren hat der selbstständige Metallbauer den Grundstock für seinen Erfolg entwickelt: den Prototyp des SunDivan. Der Durchbruch kam, als Aalens Citymanager Reinhard Skusa sieben dieser drehbaren und geschwungenen Sonnenliegen aus Zedern- und heimischem Douglasienholz für die Sommeraktion Aalen City blüht geordert hatte. Luxusmöbel, deren günstigste Variante bei einem Preis von 2300 Euro liegt. "Kaum waren die Liegen aufgestellt, hatten Privatpersonen sie schon zum Kauf reserviert", erinnert sich Klein. Inzwischen hat er mit den Liegen den Weltmarkt erobert und verschifft unter anderem monatlich einen Container in die USA.

Vergrößerung des Firmensitzes

Auf diesem Erfolg indes will sich der rastlos-kreative Kopf nicht ausruhen. Längst produziert er mit seiner Herstellerfirma Metallbau Design auch andere Outdoor-Möbel für den Garten, für Städte und Kommunen. Dazu hat er die Tochterfirma Trend Sale gegründet, über die der Verkauf der Liegen läuft und die fortan auch als Betreiberfirma der Läden fungiert.

Aktuell beschäftigt der Unternehmer 31 Angestellte in seinen zwei Firmen in der Oberen Bahnstraße. Weil der Betrieb aus allen Nähten platzt, wird Steffen Klein seinen Firmensitz im August/September dieses Jahres nach Neuler verlagern, wo er sich in einem angemieteten Hallenneubau vergrößern wird. "Wir verdoppeln die Fläche unserer Produktionshalle und verfünffachen die Verwaltung."

Die neue Geschäftsidee

"Natürlich sind auch wir Corona-gebeutelt und haben einen Auftragseinbruch erlitten", erzählt Klein, dessen Firma gewöhnlich auf durchschnittlich 250 großen Messen jährlich vertreten ist. Diese Kundenwerbung fällt in diesem Jahr komplett aus. Trotzdem blickt Klein positiv nach vorn: "Ich habe gleich zu Beginn des Lockdowns gesagt, wir finden neue Wege."

Die sind jetzt gefunden: Steffen Klein setzt nun seinen Traum vom eigenen Ladengeschäft um. Über die Vermittlung von Citymanager Reinhard Skusa hat Steffen Klein dem Kubus-Centermanager seine Geschäftsidee vorgestellt und damit bei ihm sofort Begeisterung ausgelöst. Die war so groß, dass durch das Netzwerk des Kubus-Managers sogar das Centermanagement von Alexa in Berlin auf den Aalener Unternehmer aufmerksam wurde und ihm den Weg in die Hauptstadt geebnet hat.

Mir geht es gut und das möchte ich gerne weitergeben.

Steffen Klein Unternehmer

Ein großes Geheimnis

Was er im Kubus verkaufen wird? Daraus macht der Geschäftsmann momentan noch ein großes Geheimnis. Er macht es spannend: "60 bis 70 Prozent der Ware, die wir in unserem Trendstore im Kubus anbieten werden, haben die Aalener Kunden noch nie gesehen. Und ich behaupte auch: Auf die Idee, diese Dinge zu besitzen, sind sie zuvor noch nicht gekommen."

Und noch etwas verrät Klein: Nur 30 Prozent der Verkaufsprodukte wurden in seiner Firma hergestellt, der Rest wird zugekauft. Beispielsweise zwei "ganz innovative" Geräte von der Firma Bosch, die laut Klein erst im Juli auf den Markt kommen sollen. "Wir werden die Einzigen in Aalen sein, die diese Geräte zum Verkauf anbieten", sagt der Unternehmer.

Klein sieht sich zugleich als Ideengeber und Macher. "In der Ladenausstattung im Kubus stecken rund 10 000 Schrauben und x Kubikmeter Holz. Und jede einzelne Schraube habe ich selbst eingedreht." Holz und Wasser seien die wesentlichen Elemente seines Ladenbaus, den er wie all seine Produkte selbst entworfen hat.

Muss Steffen Klein Sorge haben, dass sich die Kunden in seinem Laden, wie anderswo, auch nur inspirieren lassen und dann online kaufen? Nein, meint der Geschäftsmann. Das würde sich nicht lohnen. "Weil wir günstiger sind." Wie das sein kann? "Weil wir meistens dort einkaufen, wo wir die Marschen selbst bestimmen können."

Klein will sich keine Preise diktieren lassen, sondern die Preise für seine Ware selbst gestalten. "Damit sich unsere Produkte jeder leisten kann. Auch wenn es Produkte sind, die sich eigentlich nicht jeder leisten könnte", sagt der 36-Jährige.

Kein Konzept

"Ich habe noch kein Konzept für die weiteren 15 Läden in Deutschland", bekennt Klein dann. "Aber ich mache einfach und schaue dann, ob es funktioniert. Wenn man mich danach fragen würde, würde ich sagen: Ich bin einer der mutigsten Menschen, die ich kenne."

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