Klimaprotest vor dem Aalener Rathaus

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Fridays for Future in Coronazeiten. Keine großen Kundgebungen, dafür eine Kunstinstallation vor dem Rathaus, die sich den Energiegewinnungen aus Erdgas und Atomkraft widmet.
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Mitglieder der Ostalb-Gruppe protestieren gegen die Einordnung von Erdgas und Atomkraft als nachhaltige Energieträger.

Aalen

In vielen Städten in Deutschland waren am Freitag Angehörige der „Fridays For Future“-Gruppen aktiv und demonstrierten gegen die Umweltpolitik der EU und der Bundesregierung. Vor dem Aalener Rathaus war eine Aktion der Gruppe Ostalb.

Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnungen  hatte die Gruppe nicht aktiv zu einer Versammlung aufgerufen. Man wolle es nicht so handhaben wie andere Protestierende, so die Begründung. Anlass der Aktion war die neue EU-Taxonomie, ein Modell, nachdem fossiles Erdgas und Atomkraft als nachhaltige Energieträger eingeordnet werden sollen. Fünf Mitglieder von Fridays For Future-Ostalb hatten eine Kunstaktion vorbereitet, mit der sie ein Zeichen gegen dieses „Greenwashing“ dieser Energieträger setzen wollten. „Das ist ein fataler Schritt in die falsche Richtung, viel Geld wird mit dem Bau entsprechender Kraftwerke falsch investiert“, sagte Benjamin Hehr.

Auch wenn Deutschland sich gegen Atomkraft ausspreche im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten, sei eben auch Erdgas als Zwischenlösung während des weiteren Ausbaus der Erneuerbaren  der völlig falsche Ansatz. „Das Geld wäre deutlich besser in den Ausbau erneuerbarer Energien angelegt, zudem es auch keine Deckelung der Investitionen gibt“, ergänzte Joshua Wilhelm. Zudem würden die neu gebauten Erdgaskraftwerkesicher nicht abgeschaltet, wenn Wind- und Sonnenenergie genügend ausgebaut seien, sondern würden danach weiter genützt.  „Atomkraft und Erdgas können keine nachhaltigen Energieträger sein, da sie immense Umweltsünden zur Folge haben“, betonte Leni Klöcker, Sprecherin der Gruppe Ostalb. Sie kritisierte zudem den Bau der Pipeline North Stream 2 als Grundlage dieser Planungen.

Verrat an der Zukunft

Die drei sowie Amelie Konrad und Miriam Hehr hatten eine symbolische Erdgasleitung aus Wasserrohren gelegt, beklebt mit Schlagworten ihres Protests gegen den Energieträger wie „Mit VollGas in die Krise“. Gekleidet in weiße Anzüge, die mit dem bekannten Atomkraft-Zeichen versehen waren, hielten die fünf verschiedene Plakate hoch, die Politiker aufforderten, zügig zu handeln. So war „Wir streiken, bis ihr handelt“ zu lesen und „Handelt als würde Euer Haus berennen – denn es tut es“.

Amelie Köder bezeichnete in einer kurzen Stellungnahme den vermehrten Einsatz von Erdgas als falsch, es sei eine Brückentechnik, „die wie uns nicht leisten können“. Die Entscheidung für Erdgas sei Verrat an der Zukunft der Menschheit.

Trotz dieses Mal wenig Resonanz plant die Gruppe weitere Aktionen, wenn Corona es zulässt, kündigten Leni Klöckner und Benjamin Hehr an.

Ein fataler Schritt in die falsche Richtung.“

Benjamin Hehr, Fridays for Future Ostalb
Fridays for Future in Coronazeiten. Keine großen Kundgebungen, dafür eine Kunstinstallation vor dem Rathaus, die sich den Energiegewinnungen aus Erdgas und Atomkraft widmet.
Fridays for Future in Coronazeiten. Keine großen Kundgebungen, dafür eine Kunstinstallation vor dem Rathaus, die sich den Energiegewinnungen aus Erdgas und Atomkraft widmet.
Fridays for Future in Coronazeiten. Keine großen Kundgebungen, dafür eine Kunstinstallation vor dem Rathaus, die sich den Energiegewinnungen aus Erdgas und Atomkraft widmet. Amelie Konrad verliest ein Statement der Gruppe.
Fridays for Future in Coronazeiten. Keine großen Kundgebungen, dafür eine Kunstinstallation vor dem Rathaus, die sich den Energiegewinnungen aus Erdgas und Atomkraft widmet.
Fridays for Future in Coronazeiten. Keine großen Kundgebungen, dafür eine Kunstinstallation vor dem Rathaus, die sich den Energiegewinnungen aus Erdgas und Atomkraft widmet.
Fridays for Future in Coronazeiten. Keine großen Kundgebungen, dafür eine Kunstinstallation vor dem Rathaus, die sich den Energiegewinnungen aus Erdgas und Atomkraft widmet.

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