Klimaschutzbündnis hakt bei Asbrock nach

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Gespräch mit dem grünen Landtagskandidaten Alexander Asbrock über die Abkehr der Energiewirtschaft von der Nutzung kohlenstoffhaltiger Energieträger. Das sind dessen Ideen.

Aalen

Im Hinblick auf die bevorstehende Landtagswahl führte das Bündnis für Nachhaltigkeit und Klimaschutz Ostalb (Klimaschutzbündnis Ostalb) ein Online-Gespräch mit dem Landtagskandidaten Alexander Asbrock (Bündnis 90/Die Grünen). "Beide Seiten waren der Meinung, dass in allen Bereichen eine Wende zur Dekarbonisierung eingeleitet werden muss, wenn die Menschheit eine Chance auf eine lebenswerte Zukunft bekommen soll", schreibt das Klimaschutzbündnis in einer Presseerklärung und weiter heißt es: "Es wird kein Weg daran vorbeiführen."

Mit den heutigen Kenntnissen und Möglichkeiten könne bereits einiges erreicht werden. Darüber hinaus plädiere Asbrock für eine Cluster-Initiative "Speichertechnologien" in der Region. "Hier sollen zukunftsfähige Technologien im Bereich Erneuerbare Energien entwickelt werden", heißt es in dem Schreiben. Asbrocks Meinung nach sollte außerdem eine Agentur des Landes Baden-Württemberg gegründet werden, die mit einem eigenen Budget ausgestattet sein solle und "direkt vielversprechende nachhaltige Start-Ups" finanzieren könne.

In dem Gespräch zwischen Landtagskandidat und dem Klimaschutzbündnis Ostalb sei auch die Aus- und Weiterbildung von handwerklichen Fachkräften – auch im Elektrobereich – zur Sprache gekommen. Um beispielsweise die grüne Energie- und Wärmewende zeitnah umzusetzen, werde man mehr qualifizierte Handwerker in der Region benötigt, die die entsprechenden Systeme planen und installieren könnten, wird Asbrock zitiert.

Auf die Frage, wie gewählte Politikerinnen und Politiker mutiger werden könnten in ihren Entscheidungen, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten, habe Asbrock Ideen aufgezeigt, wie politische Systeme modernisiert werden könnten. Als Beispiel habe Asbrock vorgeschlagen, die Anzahl der Amtsperioden zu beschränken. Damit sei gewährleistet, dass sich "in regelmäßigen Abständen neue Köpfe mit neuen Ideen und Perspektiven mit den Problemen der Zeit auseinandersetzen". Außerdem halte er es für notwendig, das Wahlalter auf allen Ebenen auf 16 Jahre herabzusetzen und junge Menschen zu politischem Engagement zu motivieren. Zu einzelnen Themen sehe er auch Volksentscheide als sinnvolle Mittel, um Entscheidungen in breitem, gesellschaftlichen Konsens zu treffen. Wenn Politiker wie in Sachen Klimaschutz zu zaghaft handelten, wäre diese Art der Bürgerbeteiligung eine gute Möglichkeit, den politisch Handelnden neuen Mut zuzusprechen, so Asbrock.

Das Bündnis für Nachhaltigkeit und Klimaschutz Ostalb (Klimaschutzbündnis Ostalb) ist, nach eigenen Angaben, ein freier und überparteilicher Zusammenschluss von Menschen aus vielen verschiedenen Verbänden, Institutionen und Initiativen sowie Privatpersonen, der sich für einen ambitionierten und sozial verträglichen Klima- und Umweltschutz im Ostalbkreis einsetzt.

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