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Mustafa Özbey richtet einen Ostalbkorb her.

Mustafa Özbey realisiert seine kreative Idee in der Corona-Pandemie. Er packt Geschenkkörbe mit regionalen Produkten.

Aalen

Die Getränketheke ist verlassen, auf dem Fußballfeld rollt kein Ball, es ist still in der Spielarena in Fachsenfeld. Nur Inhaber Mustafa Özbey steht dort, es raschelt, als er einen Ostalbkorb herrichtet: Most, ein Einweckglas mit Essen, gebrannte Mandeln und weitere Produkte wandern hinein. "Das ist besser, als daheim auf dem Sofa zu sitzen", sagt der Wahl-Hüttlinger.

Mustafa Özbey leitet seit vier Jahren die Spielarena in Fachsenfeld. Davor war er in der Gastronomie aktiv. Untätig zu sein, das ist ihm ein Graus. "Schaffa, schaffa, Häusle baua" – die schwäbische Mentalität verkörpert er wie kein Zweiter. Als der Lockdown im März Deutschland lahm gelegt hat, habe er als einer der Ersten freiwillig seine Arena zugemacht. "Ich habe eine Verantwortung den Kindern und Angestellten gegenüber", sagt er bestimmt. Nach der Wiedereröffnung lief es sehr gut, laut Özbey. Doch dann kam der zweite Lockdown: Die Spielarena machte zu, 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter musste der Inhaber in die Kurzarbeit schicken.

"Was mache ich mit meinen ganzen Lebensmitteln?" Özbey steht hinter der verlassenen Theke. Einen Imbisswagen, wie bereits im Sommer, wollte er nicht nochmals anbieten. "Wer kommt dafür nach Fachsenfeld?" Doch nach Gesprächen mit anderen Gastronomen und Zulieferern, keimt in ihm eine Idee: ein Geschenkkorb mit Produkten aus der Region.

Das ist besser, als daheim auf dem Sofa zu sitzen.

Mustafa Özbey Leiter der Spielarena

Inzwischen sind 35 Firmen und Gastronomen am Start. Sie alle verkaufen Özbey ihre Produkte. "Sie kommen mir preislich entgegen, das finde ich stark", betont er. Sekt, Weihnachtsstollen, Obst, Bier – aber auch Gutscheine der beteiligten Firmen, die keine Produkte anbieten, wandern in den Korb. Den gibt es in unterschiedlichen Größen, vom Kinderkorb mit Nikolausüberraschung, bis hin zur individuellen Lösung – Özbey kümmert sich darum, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

"Ich bin regional verbunden", betont er, daher war es schnell klar, warum der Korb so heißt, wie er heißt. Innerhalb einer Woche hat er eine Homepage aus dem Boden gestampft: https://www.ostalbkorb.de/ Dort kann man den Ostalbkorb bestellen. Der wird dann geliefert oder man holt ihn vor Ort in Fachsenfeld ab – weitere Verkaufsstellen sollen folgen.

Und was kommt als nächstes? "Meine Ideen gehen nicht aus", sagt Özbey. Zu Silvester möchte er einen passenden Korb mit Sekt anbieten. Wenn die Corona-Krise hoffentlich bald wieder abebbt und die Spielarena läuft, soll auch das nicht das Ende des Ostalbkorbs sein, wenn er gut angenommen wird – und das werde er laut Özbey, der attestiert: "Ich bin sehr zufrieden mit der Resonanz."

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