Kombibad: Stadt Aalen hält an Planung fest

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Umfangreiche Erdarbeiten auf dem Gelände für das zukünftige Kombibad im Hirschbach prägen das aktuelle Bild.
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Warum die Stadt Aalen keinen Fertigstellungstermin zusagen kann. Und wie es jetzt weitergeht.

Aalen. Für den Baufortschritt des Kombibads im Hirschbach scheint eine Lösung gefunden. Über die Details informierte OB Frederick Brütting den Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“. Es ist das Ergebnis der im Stadtwerkeausschuss geführten Beratungen zum Kombibad.

Vergabe an Zweitplatzierten

Bekanntlich hatte der günstigste Bieter für das Gewerk Rohbau nicht an der Höhe des Gebots festgehalten. Als Grund für die gestiegenen Kosten gab er den Ukraine-Krieg und die damit verbundenen Lieferschwierigkeiten an.

„Können Ausschreibung nicht aufheben“: Der Zweitplatzierte, also der nächstgünstige Bieter, wollte zunächst auch nicht an seinem Gebot festhalten. Doch dann habe er signalisiert, dass er sich doch an das Gebot gebunden fühlt, allerdings liegt dieses nun für das Gewerk Rohbau um 44 Prozent über der Kostenberechnung. „Doch damit ist die Differenz nicht so groß, als dass wir die Ausschreibung aufheben könnten“, sagte der OB am Donnerstag. So habe man beschlossen, das Gewerk an den Zweitplatzierten zu vergeben. „Denn wir wollen im Verfahren vorankommen. Aber wir sehen natürlich auch, dass die Kalkulationsverfahren zur Zeit sehr schwierig sind. Und der größere Teil der Maßnahme liegt noch vor uns.“

„Können keinen Fertigstellungstermin zusagen“: Zudem habe der Stadtwerkeausschuss beschlossen, dass man künftig den Architekten bei Ausschreibungszeiten und Fristen mehr Flexibilität zugestehen wolle, um das gewünschte Submissionsziel besser zu erreichen. Brütting: „Das heißt, wir können keinen Fertigstellungstermin für das Kombibad fest zusagen.“ Andererseits sei von Anfang an klar gewesen, das Kombibad in dieser Form zu bauen. Sprich: An der Planung werde sich nichts ändern.

Unabhängig von Erdgas: Und drittens habe der Stadtwerkeausschuss beschlossen, dass die Energie- und Wärmeversorgung des Bads überprüft werden soll mit dem Ziel, von einer Erdgasversorgung unabhängig zu werden. Brütting: „Das entspricht auch dem übergeordneten Ziel der Aalener Stadtverwaltung, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden.“

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