Kreis hält die bunte Welt zusammen

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An der Stelle vor dem Landratsamt soll das neue Kunstwerk platziert werden. Im Bild (von links) Jessica Rühmann, Heidrun Heckmann (Geschäftsbereich Bildung und Kultur) Dr. Joachim Bläse, Prof. Dr. Klaus Ripper, Ines Mangold-Walter und Manfred Baumhakl. Foto: kust
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Die Jury wählte das Kunstwerk anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Ostalbkreis“ aus. Ideen von  18 Künstlerinnen und Künstlern.

Aalen

Ein Symbol der Vielfalt und der Gemeinsamkeit soll schon bald den Platz vor dem Landratsamt in Aalen zieren: 2023 feiert der Ostalbkreis sein 50-jähriges Bestehen und „ein Kunstwerk soll dokumentieren, wie wir zu einer großen Gemeinschaft zusammengewachsen sind“, sagt Landrat Dr. Joachim Bläse bei der Präsentation des Siegerentwurfs.

Es ist der Entwurf „Ein Kreis hält zusammen“ der Aalener Diplom-Designerin Jessica Rühmann und erfüllt nach Worten von Ines-Mangold Walter, der Vorsitzenden des Aalener Kunstvereins, alle Vorgaben des zuvor ausgeschriebenen Wettbewerbs. Der Kreis sollte eine Rolle spielen, die 42 Kommunen müssen vertreten sein. Dazu stand Nachhaltigkeit auf dem Wunschzettel. Das Ergebnis: Das dreidimensionale Kunstwerk, rund fünf Meter hoch, ähnelt 42 Mikado-Stäben, die von einem Kreis zusammengehalten werden. „Ich hatte als Ausgangspunkt meiner Überlegungen ein Bündel Ähren vor Augen, also die Natur, die Grundlage allen Lebens“, sagt Jessica Rühmann zu ihrem Entwurf. Aufgebaut werden soll das Kunstwerk auf der Fläche des bisherigen Brunnens vor dem Landratsamt an der Stuttgarter Straße in Aalen. Am Rand einer kreisrunden Bodenplatte aus Cortenstahl stehen die Namen aller 42 Städte und Gemeinden, die nachts beleuchtet werden können. Es wird ein buntes Kunstwerk aus 42 verschiedenfarbigen Stäben, wobei die Zuordnung der Farben zu den Gemeinden und Städten noch offen ist. „Wie wir das Kunstwerk bei unserem Festakt am 22. Januar einbinden, das bleibt unsere Überraschung für die Gäste dieses Tages“, sagt Dr. Joachim Bläse.

Der Landrat freut sich über das große Interesse der Kunstwelt an der Ausschreibung des Ostalbkreises. Insgesamt gingen 18 Bewerbungen von Künstlerinnnen und Künstlern ein. Es war „keine leicht Entscheidung der Jury“, sagt der Landrat. Mit ihm wählten Dezernent Karl Kurz und die Vorsitzenden der Kunstvereine das passendste Objekt aus. Professor Dr. Klaus Ripper aus Schwäbisch Gmünd war „angetan von dem Entwurf wie vom vorgeschlagenen Standort“. Und Manfred Baumhakl aus Ellwangen sieht in den überdimensionalen Mikadostäben die Individualität der einzelnen Kommunen“ und schätzt den umschließenden Kreis, der alles zusammenhält. Jessica Rühmann, die an der HfG Schwäbisch Gmünd studierte hat die Arbeit auch unter Designaspekten realisiert. „Ich mag es bunt und spielerisch“ sagt sie.

Die Jury hat weitere Objekte besonders bewertet. Eine Anerkennung gibt es für den Beitrag „Wir bewegen die Ostalb“ von Andreas Futter. Daniel Wagenblasts Entwurf „42=1“ wurde auf Platz drei gewertet, „42 Horizonte“ von Alkie Osterland auf Platz zwei. Für Dr. Joachim Bläse bringt die Arbeit von Jessica Rühmann das „Zusammenwirken und den Zusammenhalt der kommunalen Familien zum Ausdruck“.

Die Künstlerin: Jessica Rühmann

Jessica Rühmann aus Aalen studierte an der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Schwäbisch Gmünd Produktdesign und Grafik, schloss als Diplom-Designerin ab. Seit 2009 arbeitet sie als selbstständige Gestalterin und als freischaffende Künstlerin. In der Musikschule im neuen Kulturbahnhof sind vier großformatige Werke von ihr zu sehen. Bekannt wurde Jessica Rühmann auch durch die Ausstellung „Konturen“ im Landratsamt Aalen. Für den Kunstverein Aalen gestaltete sie als Jahresgabe das Werk „4 Jahreszeiten“. Dieses Jahr realisierte Jessica Rühmann die Bemalung der Fläche vor dem Aalener Rathaus „Der moderne Spion von Aalen“.

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