Kreisärzteschaft ruft zur Corona-Impfung auf

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Impfen gegen Corona.

Der Ärzteschaftssprecher appelliert angesichts der aktuellen Lage an die Bevölkerung.

Aalen. „Inzwischen erkranken auch viele junge Patienten schwer, die meisten von ihnen sind aber auch nicht geimpft“, sagt der Sprecher der Kreisärzteschaft Aalen/Ellwangen, Dr. Sebastian Hock in einer Pressemitteilung. Das sieht die Kreissärzteschaft erheblich problematisch und verantwortungslos. „Die notwendigen Kapazitäten an Betten, Personal, Intensiv- und Op- Plätzen werden damit für dringend anstehende Eingriffe wie Krebsoperationen und andere schwere Erkrankungen blockiert“, sagt Hock. „Wir halten es für dringend notwendig, dass zweifelnde Impfgegner sich diese Folgen vor Auge führen und ihre Verantwortung auch für die Mitmenschen erkennen.“ Auch wenn die Impfungen keine hundertprozentige Sicherheit erreichen, gebe es dennoch kein schärferes Schwert zur Dämpfung der Infektionswelle, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Entscheidungsfreiheit, sich einer medizinischen Maßnahme unterziehen zu lassen oder nicht, sei ein hohes Gut, betonen die Ärzte. "Wenn aber die Gefahr für große Gesellschaftsgruppen, die psychische Überlastung von Kindern und ein wirtschaftlicher Zusammenbruch droht, haben die eigenen Vorstellungen einfach einmal hinten an zu stehen", heißt es weiter. Der derzeit oft zitierte Satz „Die Freiheit des einen hört dort auf, wo die Bedrohung des anderen anfängt“, treffe hier den Kern der Debatte. Bei einer Impfquote von 67,4 Prozent seien alle aufgerufen, keine Zeit verstreichen zu lassen und mit zu helfen, die Pandemie mit allen Kräften zu bekämpfen. „Die Zeit rinnt uns durch die Finger, die Bedrohungslage nimmt täglich zu und das Gesundheitssystem steht vor einem Kollaps. Aus diesem Grunde rufen wir alle nicht geimpfte berechtigte Personen auf, lassen Sie sich unverzüglich impfen. Nutzen Sie die reichlich vorhandenen Impfangebote über die mobilen Impfteams und bei Ihrem Hausarzt/Ärztin“, fordert Kreisärztesprecher Hock.

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