KubAA – das neue Ziel für die Aalener

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Mehrere Tausend Menschen kommen am Tag der offenen Tür zum neuen Kulturbahnhof. Dass wegen Corona strikte Regeln einiges begrenzen, ertragen die meisten Besucher mit Gelassenheit.

Aalen

Groß war die Neugier, enorm der Andrang: Bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag haben die Aalener ihren Kulturbahnhof (KubAA) zum ersten Mal mit Leben gefüllt. Sechs Stunden lang war geöffnet. Ins Gebäude hinein ging es aber nur mit einer Führung; alle 23 Rundgänge waren im Vorfeld ausgebucht. Ehrenamtliche vom Theater der Stadt Aalen, vom Kino am Kocher und aus der städtischen Musikschule zeigten ihr jeweiliges neues Domizil.

Im Erdgeschoss, im Veranstaltungssaal, erwartet Ingrid Stoll-Haderer am Morgen die Besucher. Berichtet über Aalens Eisenbahntradition und den lichtdurchfluteten Raum mit Orgel, den man auch für private Feiern mieten kann. Weiter geht's, die Treppe hinauf, ins Kino am Kocher. "Was Sie hier sehen, ist alles in Eigenleistung erstellt", berichtet Jürgen Schwarz über das handwerkliche und finanzielle Engagement der 580 Genossinnen und Genossen des Programmkinos. Die Zuhörer sinken in die roten Sessel, staunen über die große Leinwand, 40 Zentimeter Höhenabstand zum Vordermann und das Lüftungssystem, das laut Schwarz sieben Mal pro Stunde die Luft im Raum tauscht. Besucherin Ulrike Freihorst ist beeindruckt: "Wenn man das vergleicht mit den Vorgängerräumen ..."

Im Orchesterprobensaal der Musikschule intoniert das Jugendkammerorchester "Viva la Vida", im Ballettsaal tanzen die Mädchen der Ballettvorstufe 2 Szenen aus dem Dschungelbuch zu "I Wan'na Be Like You". Auch auf dem Gang ist Spickeln ausdrücklich erlaubt: in lichtdurchflutete Probenräume, die gut schallisoliert sind, und weiter ins Theater, in die Schneiderei und den Raum der Hauptprobebühne. Requisiten, Kostüme, Bilder und Sound-Sequenzen erinnern hier an bisherige Produktionen. Von der Brücke aus schauen die Besucher schließlich in den großen Theatersaal, in eine Sequenz aus "Romeo und Julia". Bevor Helmut Kühnle die Gruppe zum Ausgang geleitet, zeigt er das Diorama des Bahnbetriebswerks, das im Foyer an Aalens Eisenbahntradition erinnert.

Alle Räume sind so hell und freundlich!

Lotte Schüll Besucherin

Am Ende des Rundgangs ist Heinz Volk-Uhlmann einer der vielen Besucher an diesem Tag, die loben: "toll geworden!" Seiner Frau Jutta gefällt vor allem "die Großzügigkeit der Anlage, mit so viel Licht überall". Kathrin Gassmann spielt Saxofon in der Musikschule und freut sich: "endlich größere Orchesterräume und alles in einem Haus!"

Coronabedingt waren nur 500 Menschen im KubAA und auf dem Gelände gleichzeitig erlaubt – Warteschlangen am Eingang, wo Eintrittspässe ausgefüllt werden mussten. Die Stadt will zeitnah weitere Führungen anbieten.

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