E-Lastenrad-Roadshow vor dem Landratsamt Aalen

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E-Lastenräder, auch Cargobikes genannt, werden immer beliebter im Straßenverkehr.

Am Donnerstag, 9. September, können Interessierte Cargobikes testen und sich informieren.

Aalen. Sie fahren auf zwei, drei oder vier Rädern, sind meist elektrounterstützt, können flexibel beladen werden und fahren an jedem Stau vorbei: Cargobikes bieten Familien und Gewerbetreibenden eine kostensparende und klimaneutrale Alternative zum Auto und Kleintransporter.

„Somit sind Lastenräder auch ein wichtiger Bestandteil der Mobilitätswende und können Kommunen dabei helfen, CO2-Emissionen zu reduzieren und Klimaschutzziele zu erreichen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Trotz stark wachsender Nutzung sei das Potenzial der Lastenräder noch lange nicht ausgeschöpft. „Deshalb ist der Ostalbkreis Teil der vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg geförderten Cargobike-Roadshow der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW), die am Donnerstag, 9. September von 13 bis 18 Uhr vor dem Landratsamt Ostalbkreis Halt macht.“

Das Konzept der E-Lastenräder: Es geht um einen Fahrradtyp mit dem dank spezieller Konstruktionen kleinere Lasten sicher transportiert werden können. Das „E“ weist auf einen elektrischen Antrieb hin, der den Transport via Akku bis zu 25 Stundenkilometer (Pedelec) unterstützt. „Auch Handwerksbetriebe oder Lieferdienste greifen bereits gerne auf das E-Lastenrad zurück, um Aufträge im städtischen Raum zu erledigen“, teilt das Landratsamt weiter mit. Für die Alltags- und Nahmobilität stellen E-Lastenräder so eine echte Alternative dar. Ein positiver Nebeneffekt: Das Auto bleibe für diese (Kurz-)Strecken stehen und CO2-Emissionen werden eingespart.

Aktuelle Entwicklungen: Neben einer bundesweiten Förderung von gewerblich genutzten Lastenrädern biete das Verkehrsministerium in Baden-Württemberg zur Erfüllung der Klimaschutzziele bis zu 2500 Euro Kaufprämie für gewerblich oder gemeinnützig genutzte Cargobikes und Lastenanhänger mit E-Antrieb. Das Landratsamt weist darauf hin, dass insgesamt elf Kommunen in Baden-Württemberg eigene Förderungen auch zur privaten Nutzung mit bis zu 1500 Euro anbieten. Knapp über 100 000 Lastenräder wurden laut Zweirad-Industrie-Verband ZIV im Jahr 2020 verkauft, drei Viertel davon mit Elektroantrieb – das bedeute eine Steigerung um 43 Prozent zum Vorjahr. Erst im Juni 2021 habe die Bundesanstalt für Straßenwesen Empfehlungen zur sicheren Kinderbeförderung auf Cargobikes veröffentlicht, in der sie auf Themen wie Gesamtgewicht, Kippsicherheit, Anschnallen und das Helmtragen eingeht.

Testtag mit Rahmenprogramm: Am Donnerstag, 9. September macht die vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg geförderte Cargobike Roadshow in Aalen halt. Von 13 bis 18 Uhr ermöglicht der Landkreis allen Interessierten ,vor dem Landratsamt in der Stuttgarter Straße zwölf verschiedene E-Lastenräder anzuschauen und Probe zu fahren. Interessierte erhalten vor Ort eine hersteller- und händlerunabhängige Beratung durch das erfahrene Team der Cargobike Roadshow.

Landrat Dr. Joachim Bläse: „Die Förderung des Radverkehrs, auch zum Transport von Lasten, stellt einen wichtigen Baustein einer klimafreundlichen Mobilitätswende im Ostalbkreis dar.“

Das ist geboten: Als Experte und Ansprechpartner zum Thema Lastenfahrrad aus der Region wird am 9. September der Fahrradhändler rundum mit einem Infostand vor Ort sein. Für Informationen zur gewerblichen oder kommunalen Nutzung von (Schwer-)Lastenfahrrädern steht die Firma XCYC aus Calw zur Verfügung. Der Westhausener Verein Gerätering-weShare bietet seit Kurzem die Möglichkeit der kostenlosen Ausleihe von Lastenfahrrädern und wird am Veranstaltungstag von seinen Erfahrungen berichten. Nutzer von Lastenrädern sind ebenfalls zum Erfahrungsaustausch eingeladen. Zudem unterstützt der ADFC Ortsverband Aalen die Veranstaltung mit Informationen. Bereits ab 12 Uhr werden beim RadCheck der Initiative RadKULTUR Fahrräder kostenlos durchgecheckt.

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