Laster kippt beim Entladen um

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In der Aalener Charlottenstraße ist am Montag auf einer Baustelle ein Sattelzug mitsamt Ladung umgekippt. Dabei entstand nach Polizeiangaben ein Sachschaden von rund 100 000 Euro. Außerdem musste der Lkw-Fahrer mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Bergungsarbeiten zogen sich bis in die Abendstunden.

"Es hat einen lauten Schlag gegeben", schildert ein Augenzeuge. Er habe nach eigener Aussage das Geschehen auf der Baustelle von einem Fenster im angrenzenden Jugend- und Nachbarschaftszentrum beobachten können. Gegen 9 Uhr konnte er sehen, wie sich ein Sattelzug mitsamt Ladung auf die Seite legte. Eine Spedition hatte für die Bauarbeiten zur Gestaltung einer Außenanlage in der Charlottenstraße rund 23 Tonnen Natursteine angeliefert. Dazu war er von der Straße rückwärts in das Gelände der Baustelle eingefahren. Beim Entladen der Steine sei es dann zum Unfall gekommen, sagt ein Angestellter des dort arbeitenden Unternehmens Gartengestaltung Zäh. "Nur zwei, drei Steine sind wie geplant von der Ladefläche gefallen. Der Rest verkeilte sich auf der Ladefläche und rutschte nach rechts." Aufgrund dieser Gewichtsverlagerung geriet der Kipper zunächst in Schieflage, sank auf dem unbefestigten Untergrund einseitig ein und kippte schließlich zur Seite.

Der 51-jährige Sattelzugfahrer, der sich im Führerhaus des Lkws aufhielt, zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Nach Zeugenaussagen "hauptsächlich Prellungen und Schürfwunden". Die Erstversorgung übernahmen die Mitarbeiter des Gartengestaltungsunternehmen. Um den Fahrer aus seiner Fahrerkabine zu bergen, musste die Frontscheibe des Führerhauses entfernt werden. Der Fahrer wurde zur Behandlung in ein naheliegendes Krankenhaus eingeliefert, sagt Ulrich Koepsel, Zugführer vom Dienst der Aalener Feuerwehr. "Da aus dem umgekippten Lastwagen Öl und Benzin auslief, wurden vorsorglich die Feuerwehr und das Umweltamt des Landkreises alarmiert", erklärt Koepsel. Nachdem die Einsatzkräfte Erdreich und Kanalzuläufe im Umkreis der Baustelle überprüft hatten, konnte bezüglich eines Umweltschadens Entwarnung gegeben werden. "Der auslaufende Kraftstoff konnte rechtzeitig mit Bindemittel eingegrenzt und abgestreut werden", sagt der Zugführer der Feuerwehr, die mit vier Einsatzfahrzeugen und 13 Mann an der Unglücksstelle vertreten war. Unterstützt wurde die Aalener Wehr vom fünfköpfigen Spezialisten-Team eines Ellwanger Abschleppunternehmens, dass mit fünf Fahrzeugen vor Ort war – darunter ein Werkstatt- und Reinigungsfahrzeug sowie schweres Gerät wie ein Kran und ein so genannter Lkw-Berger.

Bevor der gekippte Sattelzug aufgerichtet werden konnte, pumpte die Aalener Wehr noch den restlichen Kraftstoff sowie das gesamte Hydrauliköl aus dem Laster ab, um mögliche Schäden für die Natur zu verhindern. Erst nachdem die Tanks leer waren, konnte das Abschleppunternehmen mit der Bergung des Lastwagens fortfahren. Mit großem Einsatz und hohem Aufwand konnte der Lkw nach mehreren Stunden wieder aufgerichtet und abtransportiert werden. Nach einer ersten Schätzung der Polizei beträgt der Sachschaden rund 100 000 Euro. Während der Bergungs- sowie den anschließenden Reinigungs- und Aufräumarbeiten musste die Charlottenstraße sowie die Zufahrt in das Wohngebiet oberhalb immer wieder gesperrt werden. Zu nennenswerten Störungen im Verkehrsablauf sei es nach Polizeiangaben aber nicht gekommen. Erst am frühen Montagabend wurden die Straßen wieder komplett freigegeben.

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