Leckeres für einen guten Zweck

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Marita Schwelling ist ein echtes „Käpsele“ in Sachen „Einmachen“ und am 25. September beim „Gsälz & Chutney-Märktle“ auf dem Spritzenhausplatz zu erleben.
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Marita Schwelling ist ein echtes „Käpsele“ in Sachen „Einmachen“. Am 25. September ist sie beim „Gsälz & Chutney-Märktle“ auf dem Spritzenhausplatz zu erleben.

Aalen

Die Bandbreite an kulinarischen Genüssen zu beschreiben, die einem Marita Schwelling bereitet und anbietet, ist gar nicht so einfach: „vor allem die alten, traditionellen Sachen, die Oma früher selbst eingemacht hat. Dazu ein paar Finessen und auch Modernes“, beschreibt die passionierte Köchin ihr Angebot. Wobei „Einmachen“ im laienhaft interpretierten Sinn der Sache überhaupt nicht gerecht wird. Marita Schwelling zelebriert Chutneys in vielen Arten, auch „Suppen im Glas“ wie „Linsensuppe mit Tomaten“. „Das war ein Produkt aus der Anfangszeit von 'verliebt in Aalen'“, erzählt die 68-Jährige bei der Präsentation ihrer Leckereien.

Noch ein bisschen Stöbern im Regal: Da stehen Himbeer-, Mango- und Johannisbeer-Essige, Espresso- und Brombeer-Likör, Apfelchips und Zwetschgen in Rotwein, auch Holunderblütensirup und natürlich „Gsälz“ in allen Variationen. Zum Beispiel „Integration“. Das ist schwäbische Birne, kombiniert mit türkischer Feige. Wow. Dazu alles wunderschön präsentiert und natürlich alles eigenhändig hergestellt mit Produkten möglichst aus der Region.

Das geschieht übrigens in der Küche des Gemeindehauses St. Bonifatius. „Da habe ich von der Kirchengemeinde die Genehmigung“, ist Marita Schwelling wichtig. Doch der Genuss und das Know-how sind nur das eine. Denn dahinter steht vor allem auch ein guter Zweck: „Ich unterstütze ganz gezielt das Projekt Matany-Hospital in Uganda und war auch schon viermal dort vor Ort. Wenn man das einmal gesehen und erlebt hat, lässt es einen nicht mehr los.“

Ganz kurz: Das Matany Hospital der Comboni-Missionare bietet medizinische Hilfe in Karamoja, Uganda, und wird nur ganz gering vom Staat unterstützt. Für den Betrieb ist es auf Spenden und Unterstützung zwingend notwendig angewiesen. Wer Marita Schwelling zuhört, wenn sie darüber spricht, spürt schnell, wie ernst ihr die Sache ist und wie viel Herzblut sie reinsteckt. Ihr Versprechen: „Jeder Cent, den ich mit dem Verkauf einnehme, geht ganz sicher und direkt in die Unterstützung dort.“

  • Gerade besonders beliebt: „Gemüse-Relish“
  • Ein „Relish“ machen klingt bei Marita Schwelling ganz einfach: „Alles kleinschnippeln und dann mit den Zutaten aufkochen“. Also gleich mal probieren. Dazu: Die Vielfalt an Chutney- und Relish-Rezepten ist sehr groß und das zu unterscheiden ist nicht ganz leicht. Chutneys sind meist marmeladenartiger und leicht süßlich. Relishes dagegen meist dünnflüssiger und enthalten feine Gemüse- oder Obststückchen. Wie auch immer. Lecker sind sie alle.
  • Das Rezept:
  • Zutaten: 3 kg Gemüse nach Belieben (Zucchini, Paprika, Möhren, …), 1 kg Zwiebeln, 750 g Zucker, ¾ l Kräuteressig, 3 EL Senf, 3 EL Parikapulver, 2 EL Cayennepfeffer, 1 EL Curry, etwa 3 EL Mehl und etwas Salz
  • Herstellung: Zucchini und Zwieblen klein würfeln, Salz hinzufügen und über Nacht ziehen lassen. Gut ausdrücken und das restliche Gemüse ebenfalls würfeln. Alles mit Zucker, Essig und Senf 20 Minuten kochen. Die restlichen Gewürze zugeben, mit Mehl binden und alles zusammen weitere 10 Minuten kochen. Gleich in saubere, heiß gespülte Gläser mit Schraubverschluss füllen und umgedreht etwas erkalten lassen. Gutes gelingen!
Wer „Einmachen“ in einer neuen Dimension erleben will, ist auf dem „Gsälz & Chutny-Märktle“ am 25. September auf dem Spritzenhausplatz genau richtig.

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