Liberale kritisieren Vorgehen

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Warum die Freien Demokraten im Zusammenhang mit der virtuellen Veranstaltung von Ausgrenzung sprechen.

Aalen. Eine Online-Veranstaltung sorgt bei den Freien Demokraten im Ostalbkreis für Unmut.

Der Auslöser

Unter dem Titel "Mobilitätswende" hatten die Katholische Erwachsenenbildung (keb) Ostalb, die evangelisch-methodistische Kirche, die Allianz Mobilitätswende und das Klimabündnis Ostalb zu einer virtuellen Podiumsdiskussion eingeladen. Themen waren unter anderem die Erreichung der Pariser Klimaziele und die Frage der CO²-Reduzierung. In einer Presseerklärung nehmen die Liberalen jetzt Stellung.

Das kritisieren die Liberalen

"Für Unverständnis sorgt die Tatsache, dass die Landtagskandidaten von CDU, SPD und Grünen, jeweils aus den beiden Wahlkreisen Schwäbisch Gmünd und Aalen, dazu eingeladen waren, die Freien Demokraten jedoch nicht, trotz Kontaktaufnahme", heißt es in dem Schreiben. In der Presseerklärung wird die Vorsitzende der Kreis-FDP, Ute Ackermann, zitiert, die sagt: "Eine Nachfrage führte zu der wenig akzeptablen Begründung, dass das Podium mit sechs Teilnehmern bereits gut besetzt sei."

Das nähre den Verdacht, dass diese Veranstaltung nur der Selbstvergewisserung diene, nicht der Auseinandersetzung um den erfolgversprechenden Kompromiss, so die Presseerklärung weiter. Für die Ostalb-FDP sei diese Veranstaltung keine gute Vorgabe für die Zukunft gewesen.

Die Ostalb-Liberalen sprechen von "Ausgrenzung" und werfen den beteiligten Organisationen vor, nicht mit allen demokratischen Parteien ins Gespräch kommen zu wollen: Gerade bei der wichtigen Zukunftsfrage des Klimawandels müssten alle Demokraten miteinander reden, schließlich gehe es auch um weiterführende Fragen zu volkswirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen. "Dass ausgerechnet Institutionen, die zum Teil öffentlich gefördert werden, den Konsens der Demokraten aufkündigen, ist alarmierend. Das wird die zukünftige Zusammenarbeit sicher nicht erleichtern."

Das sagen die Veranstalter

Wilfred Nann, Leiter der mitveranstaltenden Katholischen Erwachsenenbildung räumt auf Nachfrage ein, dass "nur sechs Referenten" fürs virtuelle Podium vorgesehen waren. "Die Veranstaltung war wegen Zoom auf anderthalb Stunden begrenzt und war mit sechs Podiumsgästen gut besetzt", sagt Wilfred Nann. Die Veranstalter hätten den Freien Demokraten im Vorfeld angeboten, an der sich anschließenden Diskussion teilzunehmen. Der keb-Leiter nennt als eine Partei, die sich am Abend in den Chat eingeklinkt und ihre Vorstellungen eingebracht habe, die Klimaliste.

"Die Beschränkung auf sechs Referenten war – im Nachhinein betrachtet – bei mehr als 70 rege diskutierenden Teilnehmern auch richtig", sagt Nann und verweist darauf, dass die Position der Ostalbliberalen und die ihres Landtagskandidaten Manuel Reiger zur Mobilitätswende jederzeit auf dessen Homepage nachzulesen sei.

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