Liebeslieder, die die Welt noch nicht kennt

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Lieder im Park in der Villa Stützel.

Erste Ausgabe der Veranstaltung „Lieder im Park“ in der Villa Stützel in Aalen hatte drei Premieren.

Aalen. Die Gäste sitzen auf Bierbänken, die Sonne geht langsam unter und bricht golden durch das dichte Blätterwerk der Bäume im Garten der Villa Stützel. Auf einer Bühne inmitten des Grüns stehen Bass, Gitarre und Theremin. Ein sommerlicher Samstagabend wie er im Buche steht, betitelt mit Namen „Lieder im Park“. Drei Künstlerinnen und Künstler werden hier musizieren. Alle haben eins gemeinsam, sie präsentieren ihr neues Album.

Sehr persönliche Note

Das Duo „estledaire“, hinter dem sich die südafrikanische Singer- und Songwriterin Tanya Matefi verbirgt, macht den Anfang. Zusammen mit Musiker Armin Otto präsentiert sie Lieder aus ihrem Debütalbum „under my hat“, die alle eine sehr persönliche Note haben. So widmet sie ein Lied ihrer Tochter. Die akustischen Gitarren zirkulieren federleicht zwischen Grün und Besuchern hindurch. „Durch euch habe ich einen Traum erlebt“, freut sich Matefi, die schottische Wurzeln hat, über volle Reihen und darüber, endlich live spielen zu können.

Der Schwäbisch Gmünder Musiker Axel Nagel, standesgemäß mit Hut, hat sein Neulingswerk in einem Haus auf Sardinien geschrieben. „Casa Ananda“ ist ein Album geworden, das auf einem folkigen Klangfundament aufbaut.

Wer Nagel kennt weiß, dass er zahlreiche Instrumente spielt und diese aufnimmt. Und obwohl er an diesem Abend alleine auf der Bühne steht, könnte man meinen, er habe eine Band dabei. Mit einem Effektgerät erzeugt er einen Loop und fügt seiner Darbietung immer weitere Instrumentenspuren hinzu.

Neben dem Titellied „Casa Ananda“, lässt der Multiintrumentalist den Zeitgeist sprechen und singt darüber, was ein Turm in seinem Leben gesehen hat. Dieser Song ist übrigens eine Zusammenarbeit mit dem Österreicher Gernot Rupp, der den lyrischen Teil übernommen hat. Texte, die zum Nachdenken anregen und Lieder, gespickt mit feinen Geschichten. Später ist es soweit für den letzten Akt der ersten Ausgabe von „Lieder im Park.“

Eine Spieluhr erklingt. Es ist inzwischen dunkel und sprunghaft tanzen Insekten vor den Scheinwerfern, die das Duo auf der Bühne beleuchten. Manfred Arold und Sohn Jakob haben nun dort Platz genommen. Manfred Arold, auch bekannt von „Herrn Stumpfes Zieh & Zupf Kapelle“, hat während der Pandemie sein Soloprojekt „FRED“ verwirklicht und sein erstes Album „Mag woher der Wind“ aufgenommen.

„Wir spielen Liebeslieder, die die Welt noch nicht kennt“, erklärt Arold. Mit lyrischer Raffinesse, einem Augenzwinkern und einem Sinn für die kleinen, schönen Emotionen, spielen sich Vater und Sohn behände durch das Programm. Zur Zugabe kommen „estledaire“ und Axel Nagel nochmals auf die Bühne – ein eindrucksvolles Ende des Auftakts der Veranstaltung „Lieder im Park.“

Wer die Künstlerin estledaire beim Release ihres Albums unterstützen möchte, kann das auf Startnext machen: www.startnext.com/estledaire-under-my-hat

Lieder im Park in der Villa Stützel.
Lieder im Park in der Villa Stützel.
Lieder im Park in der Villa Stützel.
Axel Nagel stellt sein neustes Album „Casa Ananda“ vor, das er auf Sardinien geschrieben hat.

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