Mal schnell in den Club: Warum das nicht für alle funktioniert

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Die Clubs können wieder öffnen. Ungeimpfte und Ungenesene brauchen aber für den Clubabend einen Test.
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Nach der neuen Verordnung dürfen Clubs wieder öffnen. Wer unter welchen Voraussetzungen rein darf und wer nicht.

Aalen

Mal eben endlich wieder spontan in die „Lola“ oder in den „Club del Mar“ zum Abtanzen? Trotz neuer Corona-Verordnung des Landes wird das nicht für alle unbedingt leicht werden. Zwar dürfen Clubs wieder öffnen. Doch die "Lola" bleibt erst mal zu und vom "Club del Mar" gibt es die Info, dass es noch zu früh ist, konkret etwas zu sagen. Fest steht: Ungeimpfte und Ungenese brauchen für einen Partyabend in einem Club einen PCR-Test.

Wo es diesen gibt und wie lange die Auswertung dauert:

Ein PCR-Test ist anders als ein Antigen-Schnelltest eben nicht mal schnell vor Ort gemacht. Angeboten wird er von den Corona-Schwerpunktpraxen im Kreis. Zudem findet sich im Netz ein privater Anbieter in Wasseralfingen. Mindestens einen, aber oft auch zwei Tage dauert die Auswertung im Labor. 48 Stunden darf der PCR-Test dafür höchstens alt sein, damit man bei der Kontrolle vor dem Club nicht draußen bleiben muss. Wer Freitagabend losziehen will, sollte also genau rechnen. Und hoffen, dass das Ergebnis rechtzeitig kommt. Dass es für die Region zu wenige PCR-Testmöglichkeiten geben könnte, hält Susanne Dietterle, Pressesprecherin des Landratsamtes Ostalbkreis, für eher unwahrscheinlich. „Es ist ja ein eingeschränkter Personenkreis, der das benötigt“, so Dietterle.

Geht das nicht alles schneller?

PCR-Schnelltests die eine zeitnahe Auswertung ermöglichen, gebe es vor Ort seines Wissens noch keine, so Matthias Wagner, DRK-Kreisgeschäftsführer. Das DRK selbst wende diese auch nicht in den eigenen Einrichtungen an. „Wir selbst kennen sie nicht. Zu deren Auswertung braucht man auch ein Labor“, so Wagner: „Man hat natürlich durch die neue Verordnung auch Probleme geschaffen, die man bisher so nicht gekannt hat.“

Und wer kontrolliert?

Nach wie vor die Anbieterinnen oder Anbieter, Veranstalterinnen oder Veranstalter oder Betreiberinnen oder Betreiber. Sie sind laut Corona-Verordnung verpflichtet, die Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweise vorlegen zu lassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes werden die Einhaltung der Regeln, auch die in Sachen PCR-Test, dann „im Rahmen der Streife stichprobenartig kontrollieren“, informiert das Presseamt Aalen. „Insbesondere, ob beim Einlass die notwendigen Tests vorgelegt wurden.“ Die gesamte Corona-Pandemie erfordere beim Gemeindevollzugsdienst einen Mehraufwand. Die bisherige Kontrollstrategie werde bezüglich der PCR-Tests nicht verändert.

Kommentar von Dagmar Oltersdorf: "Mit Fakten Überzeugen"

  • Party machen mit Mund-Nasenbedeckung beim Tanzen. Das war in der am Montag in Kraft getretenen Corona-Verordnung noch Bestandteil. Nachdem zahlreiche Clubbesitzer im Land angekündigt hatten, dann zuzulassen, weil dann das "Club-Feeling" fehle, wurden nach Informationen des Sozialministeriums am Dienstag bei einem Gespräch zwischen Gesundheitsministerium, Vertretern der Clubs und des Deutschen Gaststättenverbandes neue Vereinbarungen getroffen. Nach diesen entfällt die Maskenpflicht auf der Tanzfläche und beim Sitzen in den Clubs, in denen die Luftwechselrate gewährleistet ist. In diese dürfen auch diejenigen, die einen PCR-Test haben. Hat ein Club keine ausreichendes Lüftungskonzept, dürfen nur Geimpfte und Genese rein. Die Maximalauslastung liegt in diesem Fall dann nur bei 70 Prozent. Zudem muss die Branche ein "ausgefeiltes Muster-Hygienekonzept" erstellen, das landesweit angewendet wird.

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