Marienkirche wird mit einem Fest wieder eingeweiht

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Baustelle Marienkirche: Bis Sonntag, 21. November ist im Kirchenschiff alles fertig. Da sind sich (v.l.) Architekt Peter Kayser, Pfarrer Wolfgang Sedlmeier, Kirchenpfleger Steffen Prümmer, Bärbel Kausch, Elisabeth Petasch und Laienvorsitzender Woflgang R
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In zwei Bauabschnitten sind Kirche und Gemeindezentrum St. Maria umfassend saniert worden. Das wird am 21. November gefeiert.

Aalen

Ein Opus Magnum – ein großes Werk – geht zu Ende. Mit diesen zwei lateinischen Worten beschreibt Pfarrer Wolfgang Sedlmeier die Arbeiten am Gemeindezentrum und der Kirche von St. Maria. Nach vielen, teils heftigen Diskussionen, einigen Wechseln in den Ämtern und viel Engagement ist die Sanierung nun auf der Zielgeraden. Am Sonntag, 21. November, wird die Wiedereinweihung von St. Maria mit einem Festgottesdienst um 9.30 Uhr mit Domkapitular Heinz-Detlef Stäps gefeiert. Daran schließt sich ein kleines Gemeindefest mit Stehempfang, Mittagessen und Programm an.

Doch noch herrscht Baustellenambiente im Kircheninnern. An diesem Freitag und Samstag werden die Kniebänke eingebaut. „Wir freuen uns über jeden Freiwilligen, der kommt und mithilft, die rund 1000 Schrauben einzudrehen“, sagt der gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats von St. Maria, Wolfgang Reichhardt, und hofft auf helfende Hände. Bis Sonntag, 21. November wird in der Kirche alles fertig sein. Da sind sich Pfarrer und Laienvorsitzender sicher. Auch wenn der Bürotrakt noch etwas dauert. „Hier fehlen Material und Handwerker“, erläutert Architekt Peter Kayser.

Der Architekt, Pfarrer Wolfgang Sedlmeier und Laienvorsitzender Wolfgang Reichhardt erinnern an die Geschichte der Kirche – vom Neubau bis zur Sanierung. Einer Sanierung mit Hindernissen und Umleitungen. Sedlmeier spart nicht aus, wie sehr ihm die Marienkirche gefällt. Der Pfarrer spricht von einem spektakulären Bau im Stil des Brutalismus'. Blickt auf die Augustinuskirche, deren Verkauf in den ersten Plänen als finanzielle Basis für den Umbau von St. Maria dienen sollte und die nun wieder mit kirchlichem Leben gefüllt ist. Wolfgang Reichhardt erzählt von undichten Dächern, und einer Kirche ohne Heizung, vom Pfarrerwechsel 2017 und neuen Prioritäten mit Pfarrer Wolfgang Sedlmeier.

Elisabeth Petasch und Peter Kayser erinnern an die baulichen Stationen und Veränderungen. Dazu zählen unter anderem die neue Elektrik und die Heizung, die auch als Bankheizung ausgeführt ist. Zudem sind neue Fenster mit Sonnenschutz eingebaut und die Fassade saniert worden. Neu gestaltet und jetzt über vier Türen zugänglich ist der Innenhof. Ebenfalls neu ist die Verbindung von Kirche und Gemeindesaal. Sie sprechen aber auch den viel diskutierten Eingangsbereich mit seinen schweren Türen an. Der ist geblieben. Während sich, wie Pfarrer Wolfgang Sedlmeier sagt: „der Charakter des Gebäudes doch verändert hat. Es ist viel heller“.

Info:

Die Kosten für die Sanierung von Gemeindezentrum und der Marienkirche beziffert Kirchenpfleger Steffen Prümmer auf 6 Millionen Euro. Knapp 50 Prozent übernimmt die Diözese; eine Million stammt vom Grundstücksverkauf bei St. Augustinus, hinzu kommen unter anderem eigene Haushaltsmittel, ein Darlehen und Spenden in Höhe von 220 000 Euro. Noch fehlen 40 000 Euro an Spenden.

Wer spenden möchte: IBAN: DE 15 614 500 5001 1000 4408 Stichwort: Renovation Marienkirche

Helfende Hände: Wer mitschrauben mag: Freitag, 12. November, ab 14 Uhr und Samstag, 13. November, ab 8 Uhr.

Der Bürotrakt von St. Maria ist noch nicht fertig. Es fehlen Handwerker und Materialien.
Die Sakristei und Räume, in denen man beichten kann.
Der Innenhof des Gemeindezentrums.

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