Namen und Nachrichten

Marietta Hageney kämpft weiter gegen Menschenhandel und sexualisierte Gewalt 

+
Marietta Hageney
  • schließen

Die Aalenerin hat  gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen das „Deutsche Institut für angewandte Kriminalitätsanalyse“ (DIAKA) in München gegründet.

Aalen. Als Leiterin der Solwodi-Beratungsstelle Baden-Württemberg in Aalen und der Geschäftsstelle des Ostalb-Bündnisses gegen Menschenhandel kämpft sie seit vielen Jahren gegen Zwangsprostitution. Jetzt hat die Aalenerin Marietta Hageney gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen das „Deutsche Institut für angewandte Kriminalitätsanalyse“ (DIAKA) in München gegründet. Das Ziel: „Beratung, Schulung und Öffentlichkeitsarbeit für eine Gesellschaft frei von Menschenhandel und damit verbundener sexualisierter Gewalt“, heißt es in einer Pressemitteilung

„Was in Deutschland als Prostitution bezeichnet und behandelt wird, ist in weiten Teilen ein Geschäftsfeld der Organisierten Kriminalität. Und das müssen unsere Politik und unsere Gesellschaft endlich erkennen“, sagt Manfred Paulus, Erster Kriminalhauptkommissar a.D. und ebenfalls Gründungsmitglied des Instituts. Weitere Initiatoren kommen aus Politik, Kriminalpolizei und Rechtswissenschaft, Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen, Betroffenenverbänden, Wirtschaft und Medien, unter anderem Staatsministerin a.D. Prof. Ursula Männle, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende von terre des femmes Inge Bell, Kriminaloberrat a.D. Helmut Sporer oder Sandra Norak, Juristin und Menschenrechtsaktivistin.

Das neue Institut will Politik, Gesellschaft und Medien unterstützen, um „tragfähige Entscheidungen“ im Bereich der Prostitutionspolitik treffen zu können. Der Anlass sei brandaktuell, so die Initiatoren. Mädchen und Frauen fliehen derzeit aus der Ukraine, um in Deutschland Schutz und Sicherheit zu finden. Doch sie kämen in ein Land, das sich international einen schlechten Ruf als „Bordell Europas“ erworben habe - und sie seien unmittelbar gefährdet, hier von Zuhältern und Menschenhändlern in die Prostitution gezwungen zu werden. Marietta Hageney: „Es kursieren Mythen und falsche oder manipulierte Informationen über die tatsächlichen Verhältnisse im Gewaltsystem Prostitution. Es fehlt hier an Fachinformationen und Aufklärung.“ bea

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

Kommentare