Martinimarkt in Aalen: Für viele mehr als nur Einkaufen

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Mit Abstand und Maske gab es wieder etwas Tradition, den Martinimarkt in der Aalener Innenstadt.
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In Zeiten von Onlineshops haben es Verkäufer auf Jahrmärkten schwer. Der traditionelle Martinimarkt in Aalen lockt dennoch viele Kunden an.

Der Martinimarkt in Aalen

Der Martinimarkt lockt am Montag viele Menschen in die Innenstadt.martinimarkt-1
Der Martinimarkt lockt am Montag viele Menschen in die Innenstadt. © OLIVER GIERS
Der Martinimarkt lockt am Montag viele Menschen in die Innenstadt.martinimarkt-1
Der Martinimarkt lockt am Montag viele Menschen in die Innenstadt. © OLIVER GIERS
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Der Martinimarkt lockt am Montag viele Menschen in die Innenstadt. © OLIVER GIERS
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Der Martinimarkt lockt am Montag viele Menschen in die Innenstadt. © OLIVER GIERS
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Der Martinimarkt lockt am Montag viele Menschen in die Innenstadt. © OLIVER GIERS
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Der Martinimarkt lockt am Montag viele Menschen in die Innenstadt. © OLIVER GIERS
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Der Martinimarkt lockt am Montag viele Menschen in die Innenstadt. © OLIVER GIERS
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Der Martinimarkt lockt am Montag viele Menschen in die Innenstadt. © OLIVER GIERS
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Der Martinimarkt lockt am Montag viele Menschen in die Innenstadt. © OLIVER GIERS
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Der Martinimarkt lockt am Montag viele Menschen in die Innenstadt. © OLIVER GIERS

Aalen. Nie zuvor konnte man so leicht shoppen gehen: Ein paar Klicks – und die Ware liegt wenig später vor der Haustür. Was nicht gefällt, kann man unkompliziert zurückschicken. Dennoch schlendern am Montagvormittag viele Passanten über den traditionellen Martinimarkt in Aalen und sehen sich an, welche Waren es zu kaufen gibt. "Hier kann man die Sachen einfach anfassen", sagt etwa eine Kundin, die sich an einem der Stände gerade eine Mütze gekauft hat. "Und ich schicke ungern Sachen zurück", fügt sie hinzu. Außerdem schätze sie den Flair des Markts.

Das kann Anton Beringer aus Rain am Lech, einer Kleinstadt in der Nähe von Donauwörth, nur bestätigen. Seit 47 Jahren komme er als Verkäufer mit seinem Stand auf den Martinimarkt in Aalen. "Normalerweise stehe ich immer auf einem anderen Platz", erzählt er, "aber ich bin froh und dankbar, dass die Stadt Aalen sich bemüht, Jahrmärkte unter Coronaauflagen abzuhalten." Auf seinem Stammplatz kann er die Kleidung, die er dabei hat, in diesem Jahr nicht verkaufen, weil es die Vorgabe gibt, die Stände nur einseitig aufzustellen.

Froh, dass der Markt stattfindet

Das trübt Beringers Freude allerdings nicht. "Wir waren sehr lange vom Lockdown betroffen und sind froh, hier sein zu können." Auch er macht die Erfahrung, dass die Kunden sich freuen, wieder vor Ort einzukaufen. Nicht nur, um die Ware anfassen zu können – sondern auch wegen der persönlichen Gespräche. "Viele Kunden, vor allem ältere Leute, erzählen uns auch von ihren Wehwehchen", sagt Beringer.

Auch Franz Waschek aus Bopfingen-Aufhausen kommt seit rund 40 Jahren auf den Markt, um dort hauptsächlich Socken zu verkaufen. Zwar merke man, dass vor allem jüngere Menschen ihre Kleidung lieber im Internet kaufen. "Aber viele Kunden lieben das Gespräch", erzählt Waschek, "viele treffen sich auf dem Markt, das ist auch eine Begegnungsstätte".

Das ist aber nicht der einzige Grund für Kunden, den Markt zu besuchen. Stefan und Sabine besuchen etwa den Martinimarkt, um regionale Händler zu unterstützen. "Ich bin selbst Reifenhändler und über alle froh, die die Reifen nicht im Internet, sondern bei mir kaufen", sagt Stefan. Dabei kommen die beiden gar nicht aus der Region, sondern aus Unterfranken. Gerade verbringen sie einen Kurzurlaub im Ostalbkreis. "Ich finde es einfach wichtig, dass man so etwas unterstützt", so Sabine. "Denn sonst sterben die Innenstädte ja irgendwann aus."

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