Mehrwegbecher: ein Euro Pfand für den City Cup Aalen

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Der Gemeinderat hat am Donnerstag entschieden. In diesen zwei Punkten weicht der Becher vom ursprünglichen Konzept ab.

Aalen

Kommendes Jahr wird in Aalen der „City Cup“ eingeführt. In dem Mehrwegbecher im Spion-Design kann der Kaffee, Tee oder Kakao mitgenommen werden, bei allen Betrieben, die sich beteiligen. Die Grünen-Fraktion im Gemeinderat hatte beantragt, dass Citymanagement, Innenstadtverein ACA und weitere Beteiligte ein Konzept ausarbeiten.

Ab 1. Januar 2023 gilt bundesweit eine neue Mehrwegpflicht. Wer dann Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbietet, muss für die Einwegbecher und Einwegbehälter aus Kunststoff eine Mehrweg-Alternative parat haben. Oder er muss es akzeptieren, wenn der Kunde seine eigenen Becher oder Behälter mitbringt. Nach Hinweisen aus der Vorberatung hat sich der Gemeinderat am Donnerstag bei zwei Punkten anders entschieden, als es der ursprüngliche Plan vorgesehen hatte. Die Becher sollen nun doch nicht aus Polypropylen (PP), also Plastik, sein. Citymanager Reinhard Skusa präsentierte in der Gemeinderatssitzung eine Alternative aus nachwachsenden Rohstoffen, die eine Firma in Bayern für rund 80 Cent das Stück produziert. Das befürwortete das Gremium. Außerdem entschied der Rat, dass die Händler ein Euro Pfand verlangen sollen. „Bei 50 Cent Pfand gibt es keine große Hemmschwelle, den Becher wegzuwerfen“, argumentierte Claus Albrecht (Freie Wähler). Auch Manfred Traub (Zählgemeinschaft Birkhold/Traub) hatte sich in der Vorberatung bereits für ein Euro Pfand ausgesprochen.

Für Skusa kommt ein Becher mit Eichstrich nicht infrage. Solche Becher seien zu teuer und zu groß, so dass die üblichen Deckel nicht darauf passen. Gabriele Ceferino (Grüne) fragte nach, ob die Becher trotzdem bei den Reichsstädter Tagen verwendet werden können. Skusa verneinte das. Fehle der Eichstrich, würde der Wirtschaftskontrolldienst bei Stadtfesten die Becher einkassieren. OB Frederick Brütting sagte, dass es den einen Becher, der für alle Zwecke eingesetzt werden könne, nicht gebe. Er kündigte aber an, für Stadtfeste ebenfalls ein Mehrwegkonzept zu präsentieren.

Thomas Rühl (fraktionslos) findet die Idee zwar gut, sprach sich aber dagegen aus, dass die Stadt sich diese Aufgabe auch noch aufbürdet. „Wir sind froh, wenn wir unsere Pflichtaufgaben erledigen können“, argumentierte er. Der OB antwortete, dass der Innenstadtverein die Aufgabe erledige, die Stadt nur einen Zuschuss zahle. Bei einer Gegenstimme (Rühl) und einer Enthaltung entschied der Gemeinderat, diesen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro pro Jahr an den ACA zu zahlen.

Haushalt und Stellenplan verabschiedet

Seit Oktober hat sich der Gemeinderat mit dem Haushalt für 2023 beschäftigt. In der Sitzung am Donnerstag verabschiedete das Gremium das Zahlenwerk bei zwei Gegenstimmen (Dr. Frank Gläser und Marcus Waidmann, beide AfD). Bei einer Enthaltung genehmigte der Rat auch den Stellenplan mit 68,45 zusätzlichen Stellen für die Stadtverwaltung. ⋌ks

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