Ministerin Anja Karliczek lobt Hochschule Aalen bei virtuellem Besuch

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Zukunftsorientierte Forschung mit Blick auf die regionalen Wirtschaft gehört zu den großen Schwerpunkthemen der Hochschule Aalen.
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Die Bundesministerin für Bildung und Forschung sieht die Hochschule Aalen als herausragenden Akteur im Transformationsprozess.

Aalen. Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Künstliche Intelligenz: „Das ist genau das, was uns in den nächsten Jahren im Transformationsprozess bewegen wird“, lobte Anja Karliczek (CDU) die Hochschule Aalen für ihre Forschungsstärke und Vernetzung mit der Wirtschaft. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung stattete der Hochschule einen virtuellen Besuch per Videoschalte ab.

Rektor Professor Dr. Gerhard Schneider informierte die Ministerin über die Forschung der Hochschule Aalen zu relevanten Zukunftsthemen, aktuelle Projekte sowie die Innovations-und Gründungsförderung. An dem rund einstündigen Austausch nahmen zudem als Vertreter der regionalen Wirtschaft Dr. Karl Lamprecht, Vorsitzender der Carl Zeiss AG, Gerhard Grimminger, Geschäftsführer von Kessler + Co, sowie Markus Maier, Geschäftsführender Gesellschafter der C.F. Maier und Präsident der IHK Ostwürttemberg, teil. Auch Landrat Dr. Joachim Bläse und die Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier, Margit Stumpp und Roderich Kiesewetter beteiligten sich.

Karliczek hob die besondere Stellung der Hochschulen für Angewandten Wissenschaften als Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis hervor. Diese Verzahnung werde in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung sein: „Wir müssen viel dafür tun, die Transformationsprozesse in der Wirtschaft aus dem Bildungssektor heraus sehr früh zu begleiten.“ Die Hochschule Aalen als eine der bundesweit forschungsstärksten Hochschulen leiste hervorragende Arbeit: „Sie sind eine große Unterstützung für die Region und für ganz Deutschland“, sagte sie.

Rektor Schneider erfreut über „Motivationsschub“

Beeindruckt zeigte sich Karliczek von innovativen Technologien wie der EUV-Lithografie bei der Halbleiterfertigung, die Zeiss-Chef Lamprecht – gleichzeitig Vorsitzender des Hochschulrats der Hochschule Aalen – präsentierte. „Materialforschung ist so relevant wie kaum etwas anderes“, hob sie einen weiteren Schwerpunkt hervor.

Dazu passten auch die innovativen Geschäftsmodelle, die junge Gründer aus dem hochschuleigenen Innovationszentrum Inno-Z der Ministerin vorstellten. Katja Schlichting von Q.big 3D mit neuen Lösungen für 3-D-Druck, Thomas Bayer mit einem Blindenstock, der mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet ist, und Philip Frenzel von der mechatronic factory mit einer aktiven Smartphone-Hülle stießen auf großes Interesse und Beifall der Bundesministerin. „Wir sind im harten internationalen Wettbewerb, dafür brauchen wir Agilität“, sagte Karliczek und fügte hinzu: „Deutschland bildet akademische Fachkräfte in einer Qualität aus wie kaum ein anderes Land.“ Die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften leisteten aufgrund ihrer Vernetzung in der Region und ihres besonders auf die Region ausgerichteten Zuschnitts „einen wunderbaren Dienst für die Zukunft“. „Danke für diesen Motivationsschub“, freute sich Rektor Schneider über die Wertschätzung durch die Ministerin.

Die Entscheidung ihres Ministeriums von 2019, das Forschungszentrum für Batterieentwicklung nicht in Ulm und damit mit der Ellwanger Varta als Partner, sondern in Münster zu installieren, verteidigte Karliczek: Diese Forschung und Entwicklung in Deutschland komme allen Unternehmen zugute, die „in der Batterietechnologie unterwegs“ seien.

Sie sind eine große Unterstützung für die Region und ganz Deutschland.“

Anja Karliczek, Bundesministerin

Karliczek: Wintersemester soll in Präsenz ablaufen

Studieren in Präsenz – das soll nach Ansicht von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek ab dem kommenden Wintersemester wieder möglich sein. „Wir haben alle gelernt, dass das Lernen im persönlichen Miteinander sehr viel wert ist“, sagte sie bei ihrem virtuellen Besuch der Hochschule Aalen. Die Forderung, angesichts sinkender Inzidenzwerte Präsenzveranstaltungen in großem Stil zuzulassen, wies sie allerdings zurück: „Was man nicht tun kann, ist von heute auf morgen von Distanzunterricht auf Präsenzunterricht umstellen.“ Viele Studierende hätten sich auf das Distanzstudium eingerichtet, wohnten bei den Eltern und hätten gar keine Wohnung am Studienort. Aufgrund ihrer hohen Digitalisierungskompetenz seien die Hochschulen zu Beginn der Pandemie besser in das Thema Lehren auf Distanz gestartet als die Schulen.

Anja Karliczek.

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