Mit der Aalener Industriemesse zum Traumjob

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AIM - Aalener Industriemesse 2021
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Studierende informierten sich an der Hochschule Aalen an Dutzenden Ständen von Unternehmen über Einstiegs- und Arbeitsmöglichkeiten. Parallel gab es ein vielfältiges Rahmenprogramm mit wichtigen Infos.

Aalen. Nach einem Jahr physischer Pause öffnete am Mittwoch wieder die Aalener Industriemesse (AIM) ihre Pforten an der Hochschule Aalen. 2020 hatten die Organisatoren die Messe komplett ins Internet verlegt, nun stellten sich mehrere Dutzend Firmen den Studierenden und anderen Interessierten vor. Neben regionalen Akteuren und Firmen wie der WiRO, Kessler+Co, Varta, Franke, Voith oder Plan B waren auch in diesem Jahr überregionale Firmen wie Ziehl-Abegg, Trumpf Laser oder Leonhard Weiss vertreten, um die Fachkräfte von Morgen schon heute für sich zu begeistern.

Während vor Ort eifrig neue Kontakte geknüpft, Flyer verteilt, Visitenkarten ausgetauscht oder im Kontaktcafé erste Gespräche geführt wurden, hatte das Organisationsteam neben der Messe mehrere Vorträge organisiert, mit denen sich die Studierenden über eine Vielzahl von Themen informierten.

Welcome Center soll internationale Fachkräfte unterstützen

Zu Beginn stellte sich das Welcome Center vor. Mit ihm sollen sowohl Firmen als auch internationale Fachkräfte und Studierende bei der Ankunft oder dem Bleiben in der Region Ostwürttemberg unterstützt werden. Daniela Todorovic und Dr. Lola Bulut begrüßten die Teilnehmer denn sogleich in mehreren Sprachen. „Wir beraten einerseits KMU, die sich für internationale Fachkräfte interessieren oder bereits welche beschäftigten“, erklärt Todorovic.

Noch immer hätten viele Firmen Beratungsbedarf etwa zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Die internationalen Fachkräfte und Studierende gehören ebenso zur Zielgruppe des Centers, sie können sich zum Beispiel in Workshops informieren. „Das Highlight-Event ist das Speed Dating, mit dem sich Firmen und Fachkräfte in Dialogen von fünf bis sieben Minuten näher kennenlernen“, erläutert Todorovic.

Auslandspraktika werden finanziell unterstützt

Einmal ins Ausland, davon träumen viele Studierende. Bianca Selzer von der KOOR Erasmus Services BW, der Koordinierungsstelle für die praktischen Studiensemester der Fachhochschulen, stellte das Programm vor, mit dem Auslandspraktika finanziell unterstützt werden. Die Hilfestellung reicht von einem Zuschuss fürs „Grüne Reisen“ (etwa mit dem Fernbus) über eine kontinuierliche monatliche Unterstützung von bis zu 600 Euro (je nach Lebenshaltungskosten im Zielland) im Monat hin zu interkulturellen Trainings. Bislang deckt das KOOR vorrangig Auslandspraktika in Europa ab, ab dem 1.1.2022 wird über ein begrenztes Kontingent zudem ein Aufenthalt jenseits des Kontinents unterstützt.

Kübra Sahbaz wiederum gab einen Einblick, wie unkompliziert der Einstieg ins Berufsleben gelingen kann – bei entsprechender Vorbereitung. Nach einem Praktikum beim Bauunternehmen Leonhard Weiss war die Wirtschaftsinformatikerin Werkstudentin und schrieb ihre Bachelorarbeit in Kooperation mit der Firma, die ihrerseits eine der größten ihrer Branche in Deutschland ist. Bereits als Praktikant oder Praktikantin erhalte man Einblicke in die Arbeitsweise von Leonhard Weiss. Dort hat sie dann nach dem Studium auch ihren ersten „richtigen“ Job gefunden.

Infos so Gehältern und Verhandlungen

Weiter gab es von Moritz Grafe von der IG Metall Informationen zu Einstiegsgehältern und Gehaltsverhandlungen. Der Gewerkschafter erklärte, warum Tarifverträge so wichtig für Beschäftigte sind und worauf Berufseinsteiger besonders achten sollten. Bei Verhandlungen über den Verdienst rät er vor allem zu einer guten Vorbereitung für die Gespräche: Wichtig seien die Ermittlung und Formulierung angemessener Gehaltsforderungen, das Einholen von Informationen über die Firma und das Sammeln guter Argumente. Zuletzt gelte es, den Vertragsentwurf mitzunehmen und überprüfen zu lassen, für Gewerkschaftsmitglieder etwa bei der IG Metall.

So stand neben dem Kontakteknüpfen auch die Vermittlung wichtiger Informationen für Studierende, Absolventen und Berufseinsteiger im Fokus der diesjährigen AIM. „Die Navigation zwischen den vielfältigen Bildungs-, Berufs- und Karrierewegen wird im Zeitalter von Industrie 4.0 immer wichtiger“, erklärte Prof. Dr. Gerhard Schneider, Rektor der gastgebenden Hochschule Aalen, bereits im Vorfeld der AIM. Er freue sich, dass es auch dieses Jahr wieder eine lange Ausstellerliste gebe und vom Start-up über den spezialisierten Mittelständler bis hin zum Global Player alles vertreten sei.

„Das ist ein Zeichen für die große Strahlkraft der Messe auch über die Region Ostwürttemberg hinaus.“ Die AIM sei aber auch „ein ausgezeichnetes Beispiel für gelungenes studentisches Engagement“. Die AIM wird vom Unabhängigen Studierendenausschuss (UStA) veranstaltet. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer und ein Projektteam haben hart für das Format gearbeitet – mit Erfolg.

AIM - Aalener Industriemesse 2021
AIM - Aalener Industriemesse 2021
AIM - Aalener Industriemesse 2021
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