Mit der Kraft der Gedanken zum Erfolg kommen

  • Weitere
    schließen
+
Der Aalener Motivationstrainer Frank Fuhrmann führt vor, wie sich durch die Kraft der Vorstellung der Bewegungsradius beim Tennisspielen erweitern lässt.

Der Coach Frank Fuhrmann erklärt, wie man Ziele besser erreichen kann.

Aalen. Frank Fuhrmann begrüßt sein Publikum zwei Mal. "Nur 70 und keine 300", sagt er ein bisschen enttäuscht mit Blick auf die Zuhörer, die coronagerecht an Einzeltischen sitzen. Dann enthusiastisch: "Das erste Mal seit sechs Monaten wieder Menschen vor mir!"

Eine Situation – zwei Sichtweisen, damit umzugehen. Das ist auch Inhalt des Vortrags "Mental Evolution" in der Aula der Hochschule Aalen, der zu einer "wachstumsorientierten Denkweise" anregen will. Der Aalener Frank Fuhrmann ist Motivationstrainer und Autor, er hält Vorträge, gibt Workshops in Firmen und coacht Sportler.

Sportlich sind auch die Zuhörer. Es sind allesamt Teilnehmer der SchwäPo-Aktion "Lauf geht's", die in den vergangenen sechs Monaten fleißig trainiert haben und in zwei Wochen zum Halbmarathon in Neresheim antreten. Auf dem Weg zum großen Finale wolle man die Läufer einstimmen und fitmachen, sagt Wolfgang Grandjean von SDZ Events.

"Oft sind es deine Gedanken, die darüber entscheiden, ob du glücklich oder unglücklich bist, und nicht die äußeren Umstände", davon ist Frank Fuhrmann überzeugt. Vieles laufe unbewusst ab. "Versucht, auf die Festplatte des Unterbewussten zuzugreifen", ermuntert er. Etwa durch Innehalten und In-sich-hinein-Hören. "Wir steuern mit Gedanken unsere Handlungen", sagt der Coach. Man sollte eine Vision, ein inneres Bild von dem Ziel haben, das man erreichen möchte. "Wo soll sonst die Motivation herkommen?"

Zwischendurch gibt der Referent immer wieder kleine Denkaufgaben und Visualisierungsübungen zum Mitmachen. Anhand einer einfachen Bewegung mit dem Arm zeigt er, wie sich durch die Kraft der Vorstellung der Bewegungsradius erweitern lässt. "Die Limitierungen, die wir setzen, sind unsere eigenen", erklärt er.

Mit den Gedanken einher gehen auch die Gefühle. "Wir brauchen drei positive Emotionen, um eine negative auszugleichen", so Fuhrmann. Er plädiert dafür, negative Gewohnheiten aufzugeben und Rituale einzuführen, die einem guttun. Zum Beispiel Zeiten ohne Internet und Telefon einzuplanen. Und: Um eine positive Grundeinstellung zu bekommen, solle man auch ab und zu die sprichwörtlich rosarote Brille aufsetzen.

"Was hat euch letzte Woche glücklich gemacht?", fragt er in die Runde. Er empfiehlt, am Ende des Tages drei schöne Dinge zu benennen und in ein Tagebuch zu schreiben. Seine Erfahrung: "Es sind auch die kleinen Sachen, die glücklich machen."

"Lauft mit ganzem Herzen", wünscht Frank Fuhrmann schließlich den Teilnehmern des bevorstehenden Halbmarathons.

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL