Mit einem Graffiti für mehr Sicherheit

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Ronny Oelschner, Yannick Dotzek, Enrico Zobel, Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann, Robin Herm, Hans Buchinger, Leiter des Aalener Polizeireviers, Mathis Schimmel und Jan Grau am Graffiti.
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Ein Bild an den Gleisen beim Skatepark soll vor der Gefahr warnen.

Aalen. Von Jugendlichen, für Jugendliche. Und für mehr Sicherheit: An den Bahngleisen nahe des Skateparks an der Hochbrücke warnt seit Kurzem ein Graffiti vor der tödlichen Gefahr, die von den Oberleitungen ausgeht. Polizei und Bahn begrüßen die Aktion.

An einem Samstagvormittag hatte man sich an der besagten Stelle getroffen, erinnert Jan Grau von der mobilen Jugendarbeit der Stadt Aalen. Er, drei Teilnehmer und Christoph Keck, ein Graffitikünstler aus Stuttgart. Gemeinsam haben sie sich ausgetauscht. Welche Botschaft wollen sie vermitteln? Wie soll das Ergebnis aussehen? Verschiedene Ideen wurden mit Blei- und Filzstiften aufs Papier gebracht − und anschließend mit der Sprühdose an die Wand. „So ist dann ein Gesamtwerk entstanden, dass aufzeigen soll, welche Gefahr hier besteht.“

Bevor die Jugendlichen allerdings loslegen konnten, bekamen sie vom Profi Keck noch einen Crashkurs. „Dann haben wir richtig losgelegt“, berichtet Robin Herm, einer der Jugendlichen, der mitgewirkt hat. Die Arbeit von ihm und den anderen zeigt Wirkung:. „Einfach ein Blickfang“ ist es für Bundespolizistin Paula Deublein, „es ist eine super Sache, dass es von Jugendlichen für Jugendliche gemacht wurde“, sagt sie außerdem. Auch bei Vertretern der Bahn zeigt man sich angetan. „Mein erster Effekt war ein 'Aha-Effekt'“, sagt Ronny Oelschner, Fachreferent für Prävention bei der Deutschen Bahn.

Das Graffiti soll Kinder und Jugendliche vor der tödlichen Spannung der Oberleitungen warnen. In den vergangenen Jahren kam es zu zwei schweren Unfällen. Einer endete im vergangenen Juli für eine 16-Jährige tödlich. Der Mindestabstand zu derartigen Oberleitungen sollte „immer mindestens zwei Meter betragen“, warnt Bundespolizist Yannick Dotzek. Denn auch wenn kein Kontakt zu den Leitungen herrscht, besteht Lebensgefahr. Erik Roth

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