Mit einer neuen App von A nach B kommen

  • Weitere
    schließen
+
Freuen sich über erste Ergebnisse: (v.li.): Stefanie Benz, Felix Unseld, Hans-Peter Weber, OB Thilo Rentschler, Prof. Dr. Anna Nagl und MdB Roderich Kiesewetter.

Das Verkehrsprojekt "AA-MOBIL" legt Ergebnisse aus Phase 1 vor.

Aalen. Umweltfreundlich und nachhaltig, gleichzeitig einfach und nutzerfreundlich: So könnte das Aalener Mobilitätskonzept für die Zukunft aussehen. Um dafür Lösungen zu erarbeiten, wurde das Verkehrsprojekt "AA-MOBIL" ins Leben gerufen. Das Projektteam um Wirtschaftsförderer Felix Unseld, Professorin Dr. Anna Nagl vom Kompetenzzentrum für innovative Geschäftsmodelle der Hochschule Aalen und Hans-Peter Weber, Vorstandsmitglied der OstalbBürgerEnergie eG (OBE), legte nach einjähriger Projektarbeit im Beisein von Aalens OB Thilo Rentschler und MdB Roderich Kiesewetter (CDU) seinen Schlussbericht für die erste Phase des Projektes vor.

In Phase 1 ging es darum, die Verkehrssituation zu betrachten und die Einstellungen der Menschen hinsichtlich ihrer persönlichen Mobilitätssituation und Mobilitätsbedürfnissen zu ergründen. Dazu wurden über 1300 Bürger, Arbeitnehmer, Unternehmen sowie Bus- und Bahnunternehmer befragt. Eines der Kernergebnisse ist, dass den Menschen in der Region ein hohes Maß an individueller Mobilität überaus wichtig ist. Mehr als die Hälfte der Befragten nutzt das eigene Auto für die Fahrt zur Arbeit oder Bildungseinrichtung. Nur 15 Prozent fahren dabei mit öffentlichen Verkehrsmitteln, 13 Prozent fahren Rad und 8 Prozent gehen zu Fuß. Über zwei Drittel besitzen zwei oder mehr Autos im Haushalt.

Mobilitätsbaukasten mit App

In einem Projektworkshop, an dem unter anderem auch Industrieunternehmen teilgenommen haben, wurden Lösungsvorschläge erarbeitet. Vorgeschlagen wird eine Koordinationsstelle für betriebliche Mobilität bei der Stadt. Diese soll in Zusammenarbeit mit den Unternehmen und Bildungseinrichtungen einen Mobilitätsbaukasten entwickeln, aus dessen Elementen sich die Firmen und Bildungseinrichtungen ihr individuelles Mobilitätskonzept zusammenstellen können. Wichtiger Bestandteil des Mobilitätsbaukastens soll eine multimodale App sein. Sie soll unternehmensübergreifende Fahrgemeinschaften und Werksbuslinien ermöglichen und steuern – zeitlich und räumlich flexibel soll so zu den gewünschten Zielen gependelt werden können. Die dazu notwendigen Infos von Fahrern und Mitfahrern sollen über eine Plattform erfolgen, die von entsprechenden Anbietern oder der Hochschule Aalen entwickelt werden soll. Neben Privat- und Firmenfahrzeugen sollen der ÖPNV sowie Sharing- und Taxi-Anbieter in diese Plattform eingebunden werden. Auf diesem Weg soll die Verkehrssituation insbesondere zu Stoßzeiten deutlich entlastet werden.

Werbung für ÖPNV

Durch eine E-Mobilitätsoffensive soll die Anschaffung und Nutzung von E-Fahrzeugen gefördert werden. Beide Maßnahmen sollen eine deutliche Verringerung des CO2- und NOx-Ausstoßes bewirken. Beim ÖPNV soll mittels einer Werbekampagne dessen Attraktivität aufgezeigt werden.

In Phase 2 des Projektes geht es darum, die Lösungsvorschläge zu evaluieren und die Umsetzung mit einer Partnerkommune und einem Partnerunternehmen zu erproben. In Phase 3 soll die Anwendbarkeit in Pilotprojekten abgesichert werden.

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL