Mit Lerncoaching zum höheren Abschluss

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Luis Heusel hat Spaß bei der Arbeit mit seiner Lernbegleiterin Tanja Wischata. Das Projekt Lerncoaching funktioniert.

Digital und innovativ - so läuft Schule in der Weststadt.

Aalen. Die Anmeldephase für weiterführende Schulen läuft. Corona verhindert jedoch Infoveranstaltungen in Präsenz. Schulen werben nun digital für sich, so wie die Gemeinschaftsschule Welland, an der Abitur, Mittlere Reife oder ein qualifizierter Hauptschulabschluss absolviert werden können.

Besonders stolz ist Schulleiter Mathias Rehn auf das Lerncoaching an der Gemeinschaftsschule Welland. Und das läuft so: Mittwoch, in der ersten Stunde, steht Lerncoaching in Lerngruppe 5 auf dem Plan. Luis Heusel freut sich schon auf den Termin, er hat seine Lernbegleiterin Tanja Wischata in dieser Zeit exklusiv für sich. Luis hat sich ganz modern „digital“ mit seinem I-Pad auf das Coaching vorbereitet – dazu Smiley und Reflexion.

Wie „läuft es“ in Deutsch, Mathematik oder Englisch? Die Lernbegleiterin ist vorbereitet – alle anderen Fachlehrer haben ihr kurze Rückmeldungen zum Lernstand und Lernverhalten des Schülers zukommen lassen.

Zehn Minuten Zeit nimmt sie sich - zunächst „auftauen“ – „Wie geht’s dir heute? Hast du etwas Besonderes zum Erzählen?“

Dann darf Luis erzählen: „In Englisch habe ich den lachenden Smiley angekreuzt. Ich verstehe immer mehr im Unterricht, obwohl die Lehrerin nur Englisch mit uns spricht. Meine Lernzielkontrollen haben gut geklappt!“

Die Lernbegleiterin kann das nur bestätigen, denn genauso hat die Englischlehrerin dies auch festgehalten. „Wie sieht es mit den Wordtests aus?“, wird Luis gefragt. „Na ja, die sind nicht immer gut gelaufen…“ Daraufhin wird gemeinsam mit dem Schüler versucht, eine Strategie zu finden, wie dies besser gelingen könnte. Wichtig hierbei, dass dies für Luis auch erreichbar ist. Im optimalen Fall hat er womöglich selbst eine Idee, wie zum Beispiel: „Ich übe täglich für zehn Minuten meine Vokabeln. Ich lese sie nicht nur, sondern schreibe sie auch ab.“ Diese Zielvereinbarung wird auf dem Protokollblatt festgehalten und beim nächsten Coachingtermin überprüft man gemeinsam, ob eine Verbesserung erreicht werden konnte.

So wird Luis dazu angehalten, sein eigenes Lernverhalten zu überdenken und neue Wege zu suchen, wenn einmal etwas nicht gut geklappt hat - oder natürlich den bisherigen Weg beizubehalten, wenn es gut funktioniert. Das Protokoll wird von Luis und der Lernbegleiterin mit einer Unterschrift „besiegelt“, ein Zeichen dafür, dass es wertgeschätzt und für wichtig empfunden wird.

Auch die Eltern des Schülers erhalten unmittelbar Einblick in den Coachingbericht. So sind sie immer über den aktuellen Leistungsstand und das Lernverhalten informiert. Schließlich strebt Luis ja das Abitur an – das Lerncoaching ist sicherlich ein wichtiges Element, um dieses Ziel zu erreichen.

Umfassende Informationen über die Gemeinschaftsschule Welland in der Weststadt finden Interessierte im Internet unter https://www.gemeinschaft.schule/

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