KIRCHE/Pfarrerin Andrea Stier hat ihre Stelle zur Dienstaushilfe beim Dekan Ralf Drescher im evangelischen Kirchenbezirk Aalen angetreten

Mit Offenheit und Empathie

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Andrea Stier hat zum 1. September ihre Stelle zur Dienstaushilfe bei Dekan Ralf Drescher angetreten.

Warum Andrea Stier Pfarrerin für einen der schönsten Berufe hält und ihre neue Stelle geradezu perfekt für die Theologin ist.

Aalen

Sie arbeitet in ihrem Traumberuf. Und hat jetzt noch eine Art Traum-Stelle angetreten. Als Dienstaushilfe bei Dekan Ralf Drescher. Andrea Stier ist 29, stammt aus einem Teilort von Schrozberg, ist Theologin aus Überzeugung und glücklich über diese Chance, die sie nun für die nächsten drei Jahre in Aalen bekommt.

„Ich freue mich sehr, dass es nach dem Stellenwechsel von Pfarrer Jan B. Langfeldt gelungen ist, die Stelle so schnell wieder zu besetzen“, so der Dekan. Für Andrea Stier ist die Stelle geradezu perfekt. Sie hat gerade ihr Vikariat in Eschach beendet, ist erst im Mai mit ihrem Mann Kevin Stier-Simon und Katze Betty ins Pfarrhaus in Fachsenfeld gezogen. Er hat dort im März seine erste Pfarrstelle angetreten, sie nun ihre.

„Mut zur Fehlerfreundlichkeit“

Ihr Dienstauftrag sei ein recht komplexer mit vielen unterschiedlichen Aufgaben. Ein Schwerpunkt liegt bei der Assistenz des Dekans, ein anderer ist die Klinikseelsorge. Das sei einerseits herausfordernd. Für die junge Pfarrerin ist es aber genau das, was sie sich von ihrem Beruf wünscht. Um alles unter einen Hut zu bekommen, hilft ihr ein strukturierter Tages- und Wochenplan. Gepaart mit einer guten Portion Gelassenheit und Offenheit für das, was kommt. Vor allem sei es aber eine große Freude. „Es ist bereichernd, unglaublich spannend und so vielfältig. Ich kann Anteil haben am Leben der Menschen vom Anfang bis zum Ende.“ Morgens in Fachsenfeld oder Unterrombach Reliunterricht geben, die „Freude der Kinder erleben“, am Nachmittag als neue verantwortliche Klinikseelsorgerin im Ostalbklinikum mit tiefstem Leid konfrontiert sein. Am Abend mit dem Dekan in den Gremien des Bezirks sitzen. Oder am Sonntag mit den Familien in der Stadt- oder Johanneskirche Taufen oder Hochzeiten, einfach das Leben und Gottesdienst feiern. Wenn sie nicht gerade irgendwo im Kirchenbezirk Aalen aushilft.

In ihrer Stelle könne sie jeden Tag Neues für sich selbst lernen. In ihren Begegnungen ist es ihr wichtig, wirklich „im Moment“, bei ihrem Gegenüber zu sein, präsent zu sein. Mit Offenheit und Empathie. „Mut zur Fehlerfreundlichkeit“, empfiehlt die Frau mit den dunklen Locken und den grün-braunen Augen, in denen Aufmerksamkeit und Wärme steht. Die wünsche sie sich auch ihr gegenüber.Pfarrer sei einer der schönsten Berufe.

Auch wegen der Möglichkeit, Zeit für die Menschen zu haben. „Wann hat man denn heute noch Zeit für Gespräche?“ Sie selbst nimmt sie sich als kleines Ritual alle zwei Tage. Morgens. Vor dem Computer. Im Videocall mit ihren Freundinnen und Kolleginnen Janna und Rivka. Und einer Tasse Kaffee.

Kanufahren zum Ausgleich

Privat schaltet Andrea Stier gern ab beim Schmökern in Krimis, Thrillern oder Fantasyromanen. Sie liebt die Natur, das Wandern mit ihrem Mann, ist viel in den Alpen, zuletzt in Norwegen, macht einen Paraglidingkurs. Und hat nun das Kanufahren für sich entdeckt. „Das ist wie Urlaub im Alltag, geht auch sonntags nach dem Gottesdienst noch ein paar Stunden auf den Kocher, die Lein oder die Brenz.“

Ich kann Anteil haben am Leben der Menschen vom Anfang bis zum Ende.“

Andrea Stier, Pfarrerin

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