Mit Schatzkarte auf den Osterweg

  • Weitere
    schließen
+
Das Planungskomitee des Osterwegs hat am Samstag die letzten Vorbereitungen betroffen: (v.l.) Wolfgang Fimpel, Hans-Christian Richter, Martina Meinert und Heike Brucker.

Die Katholische Kirche bietet Spannung, Kreativität und viel Inspiration zu Ostern.

Aalen. Was haben ein Smartphone, zwei Löffel, Stifte, eine Schere sowie ein schön gestaltetes Osterei gemeinsam? Man braucht all diese Dinge, um sich auf den Osterweg zu machen. Doch es ist nicht irgendein Osterweg, sondern der, den sich Heike Brucker, Martina Meinert, Steffi Burgstahler, Maren Rieger, Hans-Christian Richter und Wolfgang Fimpel ausgedacht und viel Zeit in die Vorbereitungen gesteckt haben.

Die sechs begeisterten Mitglieder der Thomaskirche in Neßlau haben nach dem Erfolg des Krippenwegs und des Narrenwegs nun eine Neuauflage zu Ostern geplant und umgesetzt. Noch bis zum 11. April können sich Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern, Tanten, Onkels oder sonstigen Verwandten auf die Socken machen, um in der Natur jede Menge Spaß zu haben, viel über Ostern, christlichen Glauben und die Bibel zu erfahren.

Für Kinderwagen ungeeignet

Für die ganz Kleinen, die noch den Kinderwagen brauchen, ist der Weg, zumindest im Wald, eher ungeeignet und festes Schuhwerk generell von Vorteil.

Am vergangenen Samstag war um 16 Uhr Treffpunkt an der Thomaskirche. Wolfgang Fimpel, Hans-Christian Richter, Heike Brucker und Martina Meinert haben Taschen dabei, in denen sie Material haben für die Beschilderung des Weges. Nachdem die Neßlauer Straße überquert ist, geht es über den Biberweg raus in die Natur.

Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, denn wer sich am Startpunkt in der Thomaskirche seine Papiertüte abholt, findet darin eine Karte, die den Weg markiert. Unterwegs werden Richtungspfeile angebracht, falls es Orientierungsprobleme gibt. Die eingangs erwähnten Gegenstände sollte man unbedingt dabei haben, denn die kommen im Laufe des Osterweges zum Einsatz. Und keine Angst – dem Smartphone passiert nichts. Insgesamt 18 Stationen sind es, die angelaufen werden. Start und Ziel ist die Thomaskirche, weitere Stationen befinden sich in der freien Natur.

Also genau das Richtige, um in den Ferien an der frischen Luft eineinhalb bis zwei Stunden unterwegs zu sein, mit der ganzen Familie lustige Dinge zu erleben oder kreativ zu werden und eventuell Neues an sich zu entdecken.

Wer mitmachen möchte, versichert das Planungskomitee, braucht nicht unbedingt christliche Vorkenntnisse. "An der Rätselstation hilft das aber weiter. Wer jedoch das Lösungswort nicht herausbekommt, muss einfach etwas länger nach dem Ort suchen, wo der Preis versteckt ist", versichert Heike Brucker.

Kein Fest der Trauer

Doch theologische Grundkenntnisse für Kinder kommen nicht zu kurz. Ostern ist kein Fest der Trauer, sondern der Freude. Dies soll auch zum Ausdruck kommen, wenn man sich auf den Weg macht. "Jesus lebt", schreibt Heike Brucker am Samstag mit Straßenmalkreide auf den Biberweg und erklärt, dass auf dem asphaltierten Teilabschnitt des Weges - an einer Station - mit Kreide (in der Tüte enthalten) österliche Begriffe geschrieben werden sollen.

Die Thomaskirche ist zu den üblichen Zeiten geöffnet. Man kann tagsüber zum Hauptportal hineingehen und sich eine der bereitgestellten Tüten schnappen, die dort gleich am Eingang stehen. Kurz die Lage checken, den Plan anschauen und dann nichts wie raus, um das Osterabenteuer zu beginnen und sich am großen Ganzen zu beteiligen.

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL