Der Abschlussbericht

Mobilität bleibt ein Thema

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Stefanie Benz vom Projekt „Smart City“, Hans-Peter Weber, Prof. Dr, Anna Nagl, Roderich Kiesewetter, Thilo Rentschler und Prof. Dr. Carsten Lecon (v.l.) bei der Übergabe des Abschlussberichts.
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Die erste Phase der Fördermaßnahme „MobilitätsWerkStadt 2025“ endet mit dem Schlussbericht zu „AA-Mobil“. Trotzdem gibt's noch viel zu tun.

Aalen

Das Projekt „AA-Mobil“ geht zwar mit einem Schlussbericht zu Ende, doch das Thema Mobilität ist für die Region noch lange nicht zu Ende. „Da steht jetzt zwar Schlussbericht drauf“, sagt Oberbürgermeister Thilo Rentschler, „aber es ist fast sogar der Auftaktbericht“. Denn nach dieser ersten Phase der Fördermaßnahme „MobilitätsWerkStadt 2025“, in der Konzepte für die Mobilität der Zukunft entwickelt wurden, folgen zwei weitere, in denen die Konzepte erprobt und angepasst werden sollen.

Zusammen mit Felix Unseld, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Aalen, und Professorin Dr. Anna Nagl, Leiterin des Kompetenzzentrums für innovative Geschäftsmodelle an der Hochschule Aalen, hat Hans-Peter Weber, Vorstand der Ostalb-Bürger-Energie, Umfragen zum Thema Mobilität gestartet. 1300 Antworten geben nun Auskunft über Mobilitätsbedürfnisse, E-Mobilität und Radverkehr. Aus den Umfragen der Unternehmen und Arbeitnehmer geht zum Beispiel hervor, dass zwei Drittel der befragten Haushalte zwei oder mehr Autos besitzen. 70 Prozent nutzen den motorisierten Untersatz demnach meistens, um zur Arbeit zu gelangen. 27 Prozent nutzen laut Umfrage vermehrt das Fahrrad. Darüber hinaus gaben 70 Prozent an, alleine zu fahren und dabei keine Fahrgemeinschaften anzubieten oder zu nutzen. Die Unternehmensbefragungen ergaben zum Beispiel, dass 87 Prozent kein betriebliches Mobilitätskonzept haben.

Aalen müsse in Sachen Mobilität am Ball bleiben. „Denn Heidenheim und Schwäbisch Gmünd erwarten von Aalen Zusammenarbeit“, sagt Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter (CDU). Zum Beispiel, wenn es um den öffentlichen Nahverkehr geht. Pendlern müsse ein besseres ÖPNV-Angebot gemacht werden. Dieses soll laut Kiesewetter mit dem Individualverkehr Einzelner zum Gesamtpaket werden. „Das alles macht die Mischung“, sagt Kiesewetter.

Trotzdem müssten Bürgerinnen und Bürger nicht auf ihr Auto verzichten. „Das Projekt hat eines deutlich gezeigt: Auch die Zukunft gehört dem Individualverkehr“, sagt Weber. Denn der Wunsch nach Freiheit und individueller Fortbewegung bestehe auch künftig noch. Vor allem in ländlichen Gegenden sei das wichtig. Mehr Parkplätze sollen dafür sorgen, dass Aalen „autofreundlich“ bleibe. Allerdings gelte es, diesen Individualverkehr umweltfreundlich zu gestalten. Gerade Elektrofahrzeuge hätten dabei „eine besondere Rolle“. Auch eine App, mit der etwa die Suche nach Fahrgemeinschaften vereinfacht werden soll, könne helfen. Dies könne es aber nur mithilfe verschiedener Unternehmen und Arbeitnehmern sowie Studierenden der Hochschule geben.

OB Rentschler dankt allen Beteiligten sowie Kiesewetter für die Unterstützung. „Ganz ohne Mittel und Rückendeckung aus Berlin geht's dann doch nicht“, sagt der OB. Mit Kiesewetters Unterstützung flossen 100 000 Euro Fördermittel auf die Ostalb. Weitere 2,7 Millionen Euro sollen in die Stuttgarter Straße in Aalen investiert werden, „wo verschiedene Arten von Mobilität möglich gemacht werden sollen“, so Kiesewetter. Mobilität sei ein allgegenwärtiges Thema, das jeden und jede beschäftige. Egal ob Wirtschaft oder Gesellschaft, Lieferungen von notwendigen Masken oder Lebensmitteln – „dahinter steckt immer Mobilität“, sagt Rentschler. Es sei bereits viel zum Thema passiert. Aber: „Es gehen die Aufgaben nicht aus.“

Das Projekt hat Eines deutlich gezeigt: Auch die Zukunft gehört dem Individualverkehr.“

Hans-Peter Weber, Vorstand OstalbBürgerEnergie

„AA-Mobil“

Beim Projekt „AA-Mobil“ war neben Felix Unseld und Stefanie Benz von der städtischen Wirtschaftsförderung und Smart City, Prof. Dr. Anna Nagl von der Hochschule und Hans-Peter Weber, Ostalb-Bürger-Energie-Vorstand, auch die Firma Mapal mit an Bord.
Den Abschlussbericht zum Projekt finden Interessierte kostenlos im Internet unter der Webseite www.aa-mobil.de

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