Mobilitätspakt untersucht Albaufstieg

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Verkehrsminister Winfried Hermann spricht nach der Sitzung der Steuerungsgruppe über Ergebnisse. Landrat Dr. Joachim Bläse fordert einen Zeitplan.

Aalen

Besser, schneller, nachhaltiger soll der Verkehr im Ostalbkreis und im Kreis Heidenheim werden. Das ist das Ziel des Mobilitätspakts. Daran arbeiten in verschiedenen Arbeitskreisen Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Am Freitag hat sich die sogenannte Steuerungsgruppe getroffen. Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und weitere Beteiligte stellten Ergebnisse in einer virtuellen Pressekonferenz vor.

Albaufstieg: Landrat Dr. Joachim Bläse erwähnte dabei die Anbindung der B 19 an die A 7 als einen wichtigen Punkt. Auf Nachfrage, wie die Anbindung konkret aussehen könnte, verwies er an Stefan Heß vom Regierungspräsidium. „Eine Direktverbindung zwischen B 19 und A 7 ist als konkrete Maßnahme nicht im Mobilitätspakt enthalten“, sagte er. Eine Direktverbindung werde aber untersucht. Auf die Frage, in welcher Form die Direktverbindung untersucht werde, als Pulverturmtrasse oder auf einer anderen Trasse oder inwiefern an den Ausbau der Ebnater Steige gedacht wird, schaltete sich wieder der Landrat ein. Zuerst gelte es, Daten zu erheben und auf deren Grundlage über Varianten zu sprechen. „Jetzt ist es zu früh.“

Brenzbahn: Minister Hermann bekräftigte das Ziel, die Brenzbahn auszubauen und zu elektrifizieren. Der Halbstundentakt werde angestrebt. Außerdem sei es Ziel, die Vertaktung zwischen Bussen und Zügen zu verbessern und die Nutzerfreundlichkeit für die Fahrgäste zu erhöhen. Konkret sprach der Verkehrsminister die Möglichkeit an, am Handy ein- und auszuchecken.

Werksverkehr: Gefragt nach konkreten Maßnahmen, die nun schnell umgesetzt werden, nannte Heß den Zeiss-Werksbus. Regierungspräsident Wolfgang Reimer hob hervor, dass er auch anderen Betrieben offen stehe, die Interesse hätten. Zusätzlich gelte es, Fahrgemeinschaften zu fördern „um mehr Menschen in ein Auto zu bringen“. Für drei große Arbeitgeber in der Region, Zeiss, Hartmann und Voith, sprach Martin Sierunghaus von Voith. Alle drei Unternehmen stehen ihm zufolge hinter dem Mobilitätspakt.

Seilbahn: Heidenheims Landrat Peter Polta kam auf seiner Meinung nach kreative Ideen zu sprechen, die man beim Mobilitätspakt haben dürfe. „Man darf durchaus auch an Seilbahnen denken.“ Zum Hintergrund: Die Heidenheimer Stadtverwaltung gibt eine Machbarkeitsstudie für eine Seilbahn vom Busbahnhof auf den Schlossberg in Auftrag. Eine Machbarkeitsstudie für eine Seilbahn von Oberkochen über Unterkochen hinauf auf die Alb war vom Aalener Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt worden. Das Positionspapier zum Mobilitätspakt, das unter anderem die Gemeinderäte Aalen und Heidenheim und der Kreistag verabschiedet haben, spricht von einem „Wegfall von Denkverboten“ und nennt eine schnelle Seilbahnverbindung zwischen Aalen und Heidenheim als Option.

Radweg Aalen – Heidenheim: Reimer lobte die rege Bürgerbeteiligung. „638 Anregungen sind über die Online-Plattform eingegangen.“ Laut Verkehrsminister ging es den meisten Menschen um den Radverkehr. Als eine wichtige Maßnahme in diesem Bereich nannte Reimer den schnellen Radweg zwischen Aalen und Heidenheim.

Anschlussstelle Oberkochen Süd: Eine weitere konkrete Maßnahme, die schnell umgesetzt werden soll, ist laut Heß die Verbesserung der Anschlussstelle Oberkochen Süd an der B 19. Schnell sei aber relativ, denn es seien noch Planungen erforderlich.

Wie es weitergeht: „Wir brauchen einen konkreten Zeitplan und einen Plan zur Finanzierung“, forderte Landrat Joachim Bläse.

„Eine Direktverbindung zwischen B

Stefan Heß, Regierungspräsidium Stuttgart

Was ist eigentlich der Mobilitätspakt?

Ein Positionspapier mit den wichtigsten Zielen für eine zukunftsfähige Mobilität in den Kreisen Ostalb und Heidenheim haben Gemeinderäte und Kreistag verabschiedet. Unter der Projektleitung des Regierungspräsidiums arbeiten nun Arbeitsgruppen an Lösungen für Ostwürttemberg. Als ein zentraler Punkt wird immer wieder der Ausbau der Brenzbahn genannt.

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