Mountainbike-Weltcup: "Die ganze Welt in Aalen!"

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Hier müssen sie durch, die Mountainbike-Fahrerinnen und Fahrer. Wegen der Enge ist Spannung garantiert.
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Das Radsport-Event der Spitzenklasse lockt am Samstag nicht nur Sportbegeisterte. Shoppen, schlemmen, Rad-Expo anschauen - was in der Innenstadt sonst noch geboten ist.

Aalen OB Frederick Brütting diagnostiziert „steigendes Weltcup-Fieber“. Citymanager Reinhard Skusa schwärmt: „Die ganze Welt in Aalen“. Organisator Steffen Thum spricht beim Pressetermin von „einem Startpunkt für die Zukunft“ in der Kocherstadt in puncto Werbung fürs Radfahren und für nachhaltige Mobilität. Und er ist hörbar stolz: „Abu Dhabi, Paris - große Städte probieren genau das und tun sich nicht leicht damit. Wir in Aalen bekommen das super hin.“ An diesem Samstag, 23. Juli, ist Mountainbike-Weltcup mitten in der Innenstadt. Die besten Mountainbike-Profifahrerinnen und Fahrer der Welt, etwa 20 an der Zahl, und noch einmal genau so viele hoch qualifizierte Amateure werden sich packende Wettkämpfe liefern. Der Wochenmarkt fällt aus, aber alle Geschäfte sind geöffnet. Drumherum gibt es ein Programm, das alle Aalenerinnen und Aalener ansprechen will.

Die Strecke: Start und Ziel ist am Rathaus, 680 Meter lang ist der Rundkurs. Er schlängelt sich Richtung Neues Tor über den Südlichen und Östlichen Stadtgraben, in die Rittergasse und um die Stadtkirche herum. Die räumlichen Gegebenheiten dort versprechen Spannung für Zuschauer und Sportler, so Thum: „Da wird’s so eng, da kann man nicht überholen.“  Weiter führt der Parcours über den Alten Kirchplatz zum Marktbrunnen und hoch zum Rathaus. An verschiedenen Stellen sind Hindernisse platziert, unter anderem ein spektakuläres Naturhindernis hinter Jedele und eines vor Tchibo auf dem Marktplatz.

Zuschauen: Kostet nix – und ist möglich überall entlang der Strecke. Thums Empfehlung: „Einmal rundherum laufen, man sieht immer was.“ Drei Sprecher werden an verschiedenen Stellen das Geschehen kommentieren. An der Kneipenmeile positionieren sich die verschiedenen Fanclubs.

Spektakulär: Thums Geheimtipp: „Die super lange Zielgerade, 130 Meter vom Marktbrunnen in Richtung Rathaus. Die Fahrer werden Vollgas gegeben, da sieht man dann den Sieger live.“ Spektakulär dürfte auch der Start der Sprinter auf der Rolltreppe des Kubus um 15.15 Uhr werden. Er markiert den Start in die heiße Phase des Renntags. Ab 18 Uhr sind die Entscheidungsrennen.

Wer vorher spickeln will: Zuschauen ist auch erlaubt, wenn sich die Teilnehmenden warm fahren. Was die Boxengasse bei der Formel Eins sind hier zwei Lkw vor dem Rathaus.

Shoppen und Schlemmen: „Für uns als ACA ist das Event eine Steilvorlage“, schwärmt Citymanager Reinhard Skusa. Deshalb wird der Sommerschlussverkauf, der eigentlich erst am Montag beginnen würde, schon am Samstag starten. Viele Geschäfte werden bis 21 Uhr geöffnet sein, verspricht der Citymanager. Kneipen und Gaststätten sowie Stände der Aalener Vereine bieten Speisen und Getränke. Steffen Thum betont, dass beim Aufbau auf die Außenbewirtung der Gastronomiebetriebe „größtmögliche Rücksicht“ genommen werde. Erst ab 14 Uhr am Samstag werde die Außenbestuhlung in einigen Bereichen reduziert, mehr Stehtische würden gestellt.

Spritzenhausplatz: Eine etwas ruhigere Oase „mit Wohlfühlatmosphäre“ (O-Ton Skusa) zum Entspannen soll der Spritzenhausplatz werden: mit Food-Truck, Live-Musik mit Bolz und Knecht ab 17 Uhr, auch das Café Schieber wird länger geöffnet sein. Das Modehaus Funk ist übrigens offizieller Fashion-Partner des Mountainbike-Racing-Teams. Das Fahrerteam rund um Steffen Thum und Weltmeister Simon Gegenheimer werden bei offiziellen Anlässen von dem Aalener Unternehmen ausgestattet.

Rahmenprogramm: Ab 10 Uhr den ganzen Samstag über sowie am Freitag von 13 bis 17 Uhr präsentieren sich zahlreiche Aussteller, darunter die Hochschule, auf einer „Mobilitäts-Expo“ zu den Themen Radfahren und Nachhaltige Mobilität im Östlichen Stadtgraben. Der Aalener Kunstverein zeigt künstlerische Portraits der Fahrerinnen und Fahrer, die Tanzschulen präsentieren sich, die städtische Musikschule ist in Pausen mit einer Marching-Band auf der Strecke unterwegs.

In die Stadt hinein: Am besten mit dem Rad; am Spritzenhausplatz wird in Kooperation mit dem ACA ein bewachter Fahrradparkplatz eingerichtet. Für Autofahrer sind sämtliche Parkhäuser geöffnet, dazu gibt es Parkmöglichkeiten im Greut.

Inklusion: Für Rollstuhlfahrer gibt es eine extra Bühne gegenüber vom Rathaus inklusive Zugang zu behindertengerechten Toiletten.

Zeitplan: 11 bis 12 Uhr Training. 15 bis 17 Uhr Qualifikation – ab 16.30 Uhr Einzelzeitfahren. Ab 18 Uhr Entscheidungsrennen: Männer und Frauen fahren im Wechsel, jeweils vier treten in Zweikämpfen gegeneinander an. 19.30 Uhr Finale, anschließend Siegerehrung vor dem Rathaus. OB Frederick Brütting: „Wir freuen uns auf den Weltcup und drücken dem heimischen Mountainbike-Racingteam und unseren Aalener Favoriten Marion Fromberger und Simon Gegenheimer die Daumen.“ Er sieht den Weltcup als absoluten Höhepunkt des Fahrrad-Jahres in Aalen.

Schulaktionstag am Freitag: Am Freitag, 22. Juli, werden Kinder und Jugendliche bei einem Schulaktionstag von 8.30 Uhr bis 12 Uhr den Weltcup-Parcours selbst ausprobieren. Am Vormittag dürfen die Viertklässler der Aalener Grundschulen den Racetrack befahren. Angemeldet sind 184 Schülerinnen und Schüler aus sieben Schulen, berichtet Hauptamtsleiter Ralf Fuchs im Pressegespräch. Am Nachmittag ab 14 bis 17 Uhr sind alle Kinder bis 16 Jahre eingeladen zur Probefahrt auf der Weltcupstrecke (aus versicherungsgründen nur mit Anmeldung: orga@alpen-bike-academy.de). Die Betreuung und Einweisung übernehmen ehrenamtliche Helfer der neuen Radsport-Abteilungen aus fünf  Aalener Vereinen. Parallel hat die Mobilitäts-Expo im Östlichen Stadtgraben von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Eine App mit Informationen (MTB Eliminator Weltcup) soll ab Freitag im Google-Appstore zur Verfügung stehen.

Im Mountainbike-Sport sind Männer und Frauen absolut gleichberechtigt, sagt Mountainbike-Profi Marion Fromberger.

Auf dem Parkplatz hinter Jede wurde am Mittwoch bereits jede Menge Erde bewegt. Hier, auf diesem Teil der Mountainbike-Strecke, entsteht ein Hindernis.

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