MTV ist für den Großverein

Die Mitgliederversammlung gibt dem Vorstand grünes Licht für weitere Verhandlungen auch mit der DJK Aalen.

Aalen

Den Fusionsgesprächen zu einem Großverein aus MTV und DJK Aalen sowie dem TSV Wasseralfingen steht vonseiten des MTV nichts mehr im Wege. Bei der Mitgliederversammlung des MTV Aalen zog sich die Fusion wie ein roter Faden durch den Abend. Im Hirschbach soll das neue Sportzentrum entstehen.

Reinhold Butschek fungierte bei der Versammlung am Freitagabend im Vereinsheim im Rohrwang als Moderator. Thomas Meyer, 2. Vorsitzender, informierte über die bisherigen Ergebnisse der Fusionsgespräche und brachte dazu einen neuen Konkretisierungsbeschluss ein.

Zudem konnten viele Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft geehrt werden, von denen allerdings ein Großteil gar nicht anwesend war.

Nach dem Grußwort von Manfred Pawlita, Vizepräsident des Landessportbundes, sprach der 2. Vorsitzende des TSV Wasseralfingen, Marcel Silbermann, seinen Dank für die gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinen aus.

Gute Mitgliederzahlen

In den Berichten aus den Abteilungen wurde eines deutlich: Jede Abteilung ist mit ihren Mitgliederzahlen mehr als zufrieden, oft fehle aber deshalb auch der nötige Platz. Viele Sportler aus den vielfältigen Bereichen des Vereins konnten im vergangenen Jahr gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen. Bei manchen Abteilungen, wie den Handballern, wäre es allerdings schwierig, alle Mannschaften mit Trainern zu bestücken. Der Nachwuchs im Trainerbereich sei schwierig, da viele Jugendliche eher dem Fußball zugeneigt seien, der beim MTV nicht angeboten wird.

Dagegen habe man beim Kinderturnen keine Nachwuchssorgen, sagte deren Leiterin. Denn bereits ab vier Monaten können die Kleinen das umfangreiche Angebot nutzen.

In seinem Bericht ging Vorsitzender Dietmar King auf das vergangene Jahr ein und rief die vielen Aktionen und Sitzungen auch bezüglich der Fusion ins Gedächtnis. Der Standort bliebe auch nach dem Zusammenschluss der drei Vereine erhalten, betonte King mit Blick auf das MTV-Heim. Der Verein fuße auf drei Säulen – Kindersport, Wettkampfsport und Freizeit und Gesundheit. Es gebe auch Kooperationen mit Schulen und Kindergärten.

Der Standort des MTV bleibt erhalten.

Dietmar King Vorsitzender

Im Bericht zum neuen Wirtschaftsjahr stimmte Thomas Meyer nochmals auf die Fusion ein. Bei diesem Veränderungsprozess sei es wichtig, alle mitzunehmen. Für die Fusionierung wurde ein neuer Konkretisierungsbeschluss gefasst, da in dem vom letzten Jahr die DJK Aalen noch nicht zur Verhandlung stand.

Fußball nur ohne Liga

Meyer wies darauf hin, dass nicht der Oberbürgermeister oder sonst wer die Fusion forciert habe, sondern dies ausschließlich von den Vereinen ausgehe. Die DJK habe sich den Verhandlungen auf eigenen Wunsch angeschlossen, müsse aber darauf verzichten, erwachsene Aktive und U19-Fußballer im Ligabetrieb zu integrieren. Außerdem, so Meyer, sei ein Sportkindergarten beim Vereinsheim geplant, Verhandlungen mit der Stadt Aalen liefen bereits.

Mit den Finanzen steht es beim MTV zum Besten. Dies berichtete Schatzmeister Werner Herbst.

Bei den Wahlen wurde der geschäftsführende Vorsitzende Holger Böhme, der auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Verfügung stand, durch Horst Gentner ersetzt. Das Amt des Schriftführers im Präsidium übernahm Bernd Fürst. Alle anderen zu Wählenden wurden bestätigt.

Geehrt wurden für 25 Mitgliedsjahre: Herbert Jäger-Morassi, Stefan Müller, Ruediger Schiele, Claudia Schlesinger, Eckhard Walter. Für 40 Jahre: Barbara Bopp, Silvia Borst, Reinhold Butschek, Marta Geis, Dietmar King, Adolf Nowakowski, Susanne Schwager. Für 50 Jahre: Walter Hähnle, Gunnar John, Guenter Meller, Paula Nennemann, Ulrich Walter, Iris Wolf. Für 60 Jahre: Willi Bretz, Dieter Pilopp. Für 65 Jahre: Max Mairle, Walter Thumm. Für 70 Jahre: Sepp Nuding, Willi Ranger, Erika Schürg, Gerta Thoma, Gerhard Zeiher. Für 80 Jahre: Gerhard Walter.

Für 20 Jahre Mitarbeit wurde Herbert Jäger-Morassi, für 15 Jahre Mitarbeit Horst Gentner und für 10 Jahre Mitarbeit Ulf Böhme geehrt.

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