Müll: Aalen kooperiert mit Vilankulo

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Die Stadt Aalen und die GOA wollen der Stadt Vilankulo (Mosambik) beim Aufbau einer Mülldeponie helfen.
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Stadt Aalen und GOA wollen ein Projekt weiterverfolgen, das bereits 2019 bei einer Delegationsreise nach Mosambik angestoßen wurde.

Aalen

Der stetig steigende Berg von Haushaltsmüll - das ist eines der großen Probleme in Vilankulo, Jener Stadt in Mosambik, zu der Aalen seit 2018 eine Städtefreundschaft pflegt. Seit 1998 landet dort der Müll in einer alten Kiesgrube. Eine Bodenversiegelung gibt es nicht. Ebenso nicht Klärwerke, Kanalisation oder gar eine Abwasserwirtschaft. Das mit Keimen, Viren und Bakterien verunreinigte Abwasser droht ins Grundwasser zu sickern.

Die Stadt Vilankulo will Abhilfe schaffen. Beratende Gespräche gemeinsam mit Vertretern der Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung (GOA) fanden in den vergangenen Jahren bereits statt. Angedacht ist eine kontrollierte, konventionelle Hausmülldeponie, auf der auch Teile der Abfälle von ansässigem Gewerbe behandelt beziehungsweise deponiert werden sollen. Ostalbkreis und Stadt Aalen wollen im Rahmen einer Kooperation fachliches Wissen zur Verfügung stellen und auch bei der Organisation dieser Aufgabe helfen.

Bei einer Enthaltung hat sich der Bildungsausschuss des Gemeinderats in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für eine entsprechende Kooperation zwischen der GOA, der Stadtverwaltung Vilankulo und der Stadtverwaltung Aalen ausgesprochen. Wie die Aalener Stadtverwaltung informierte, läuft aktuell eine Umweltverträglichkeitsprüfung für einen möglichen Standort der Deponie.

Andrea Hatam (SPD), betonte, dass das Projekt bereits bei einer Delegationsreise im Jahr 2019 nach Vilankulo angestoßen worden sei. „Eine Weiterführung des Projekts finde ich sehr wichtig.“ Roland Hamm (Linke) befürwortet ebenfalls die Unterstützung. Und er empfiehlt, darüber nachzudenken, wie die Städtefreundschaft zwischen Aalen und Vilankulo in eine echte Partnerschaft überführt werden könnte. „Eine Partnerschaft zu mit einem afrikanischen Kontinent würde uns sehr gut stehen“, meint Hamm.

Über die Kooperation entscheiden wird der Gemeinderat Aalen in seiner Sitzung an diesem Donnerstag, 24. November.

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