Musizieren könnte teurer werden

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Seit 2017 wurden die Gebühren an der städtischen Musikschule nicht mehr erhöht.
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Ob der Besuch der Musikschule durchschnittlich fünf Prozent mehr kostet, zeigt sich in der Sitzung des Gemeinderats am 30. Juni. 

Aalen. Der Musikunterricht an der städtischen Musikschule in Aalen könnte im neuen Schuljahr teurer werden. Um fünf Prozent sollen die Gebühren im Durchschnitt erhöht werden. 2017 seien diese zuletzt angehoben worden, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann im Ausschuss für Kultur, Bildung und Finanzen. Die Schere zwischen Ausgaben und Einnahmen klaffe immer weiter auseinander, daher sei nun ein guter Zeitpunkt, “die Dinge geradezubiegen”. Der Kostendeckungsgrad der Musikschule würde bei einer Erhöhung laut Vorlage 40 statt 39 Prozent betragen. Bis zu 20 Prozent Ermäßigung soll es demnach für Eltern geben, wenn mehrere Kinder einer Familie die Musikschule besuchen oder ein Kind mehrere Instrumente spielt.


Armin Abele (CDU) regte an, eine Erhöhung der Gebühren erst 2023 durchzusetzen. “Ich hatte vermutet, dass dieser Vorschlag kommt”, sagte Oberbürgermeister Frederick Brütting. Die Verwaltung habe in den vergangenen fünf Jahren die Gebühren nicht erhöht, das sei außergewöhnlich. “Je länger wir warten, desto notwendiger wird ein Gebührensprung”, betonte Brütting. Hermann Schludi (SPD) schlug daher vor, die Gebühren in kleinen Schritten zu erhöhen. 

Eine Empfehlung an den Gemeinderat, der am 30. Juni über das Thema spricht, gaben die Rätinnen und Räte nicht ab - sie wollen sich bis dahin fraktionsintern beraten. maro

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