Nachhaltig eintüten auf dem Aalener Wochenmarkt

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Wochenmarkt Aalen
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Eine nachhaltige Markttasche. Das ist die Idee der Projektgruppe einiger Studentinnen und Studenten der Hochschule Aalen. Zusammen mit Prof. Dr. Ulrich Holzbaur wollen sie so mehr Gespür für Umweltschutz auf dem Markt schaffen.

Aalen. "Nachhaltige Taschen hat heute fast jeder", sagt Prof. Dr. Ulrich Holzbaur, Senatsbeauftragter für Nachhaltige Entwicklung an der Hochschule Aalen. Die einen seien recycelt, die anderen recycelbar, die dritten aus Stoff. Ein Projektteam aus Studentinnen und Studenten arbeitet derzeit an einer neuen möglichst umweltfreundlichen und attraktiven Markttasche. Speziell für den Aufenthalt auf dem Wochenmarkt, sie soll die derzeitigen Einkaufstaschen ersetzen.

"Wir wollen diese Taschen mit dem Thema Nachhaltigkeit und Verpackung verbinden", sagt Holzbaur. Die ersten kleineren "HeldeN!Tütle" aus Papier seien bereits schon im Umlauf. "Diese sind vor allem für kleinere Produkte", erklärt Holzbaur. Das Besondere an diesen Tüten sei die mehrfache Verwendung. Nach dem mehrfachen Gebrauch könne das "HeldeN!-Tütle" auch gleichzeitig als Biomülltüte genutzt werden.

Doch was war der Anlass für eine große nachhaltige Markttasche? Auslöser dieses Projekts war die Anfrage des Marktbeschickers Klaus Irtenkauf. Noch immer wird ein Großteil der Produkte in Plastikverpackungen angeboten. Bei dieser Aktion stehe nicht nur der Klimaschutz und die Müllvermeidung im Vordergrund. "Wir wollen mit dieser Markttasche gleichzeitig das Umweltbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger schärfen", sagt Holzbaur.

Beim Wochenmarkt stehe Regionalität im Mittelpunkt. Auch Saisonalität und das Vertrauen zwischen Produzent und Konsument seien wichtige Aspekte. Dazu zählten auch kurze Verkaufswege und eine größtmögliche Müllvermeidung, sagt er weiter.

Relevant sei auch, was in die Tasche kommt, sagt der Professor. "Vor allem geht es dabei, um die Einzelverpackungen für Obst, Gemüse, Kartoffeln, Fisch und Fleisch". Hier sei das Ziel, den Ständen Tipps zu geben und vorhandene Verpackungen zu evaluieren. Ein Projektteam aus drei Studentinnen frage dabei die Standleute ab. Dabei steh die Frage " Brauche ich das wirklich?" im Mittelpunkt.

An den Nachhaltigkeitstagen des Landes am 18. September planen sie eine weitere Aktion, zu der möglicherweise auch weitere Nachhaltigsaktivistinnen und Nachhaltigkeitsaktivisten dabei sein werden. Doch das sei im Moment noch nicht spruchreif.

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