Naturally 7: die lebenden Instrumente

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Viel Spaß machte der Auftritt von Naturally 7 in der Stadthalle.
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Wie die Künstler den Sound einer ganzen Band bieten und das Publikum begeistern.

Aalen. Von Beginn an große Begeisterung, jede Menge Spaß brachte der Auftritt von Naturally 7 den Besuchern in der Stadthalle. Die sieben Künstler boten den Sound einer ganzen Band, nicht nur eindrucksvoll verschiedenste Stimmlagen, sondern imitierten auch eine Vielzahl von Instrumenten, vom Schlagzeug über den Bass bis zur jaulenden E-Gitarre.

Um gute Musik zu machen, braucht es keine echten Instrumente– die Gruppe Naturally 7 aus New York imitiert einfach die benötigten Rhythmus- und sonstigen Begleitinstrumente und Töne mit Hilfe ihrer Stimmbänder und Münder. Und das mit kaum vom Echten zu unterscheidender Perfektion.

Besonders hervor tun sich zunächst Warren Thomas, mit seinem Bruder Roger Gründungsmitglied der 1999 entstandenen Gruppe mit seinen Schlagzeug- und Percussion-Imitationen, und Nnamdi Bryant am Bass. Aber auch Blasinstrumente, Keyboard, Mundharmonika sind soundtechnisch vorhanden.

Bereits mit dem ersten Song „In the Air tonight“ von Phil Collins zieht die Gruppe das Publikum in ihren Bann, ein Cover von Michael Jackson und Hip-Hop-Songs mit dröhnenden Bässen fordern zum Mitklatschen und Begeisterungsrufen auf. Beeindruckend auch die verschiedenen Stimmlagen der sieben Sänger und die perfekt abgestimmten Arrangements. Aber auch stimmungsvolle Balladen sind im Repertoire, bei denen der A-Cappella-Gesang besticht. So bei „Going Home“, das die Sehnsucht der Künstler nach Zuhause nach sechs Wochen Konzertreise transportiert. Ganz anders dann „Fix you“ von Coldplay.

Nach der Pause zunächst eine humorige Diskussion über den „richtigen Song“, bei dem neben Drums und Bass auch eine „Straßenorgel“ witzig eingebracht wird. Warren Thomas sucht dann das am längsten verheiratete Paar im Publikum – und hat erhebliche Mühe mit dem Namen „Edeltraud“ der Frau, die mit ihrem Hans im August 46 Jahre verheiratet ist.

Dann geht es weiter im musikalischen Programm, stehende Ovationen bekommt Ricky Cort für seine begeisternde Imitation einer wilden E-Gitarre. Gefühlvoll und beeindruckend vorgetragen dann   ein Medley aus „Sound of Silence“, „Scarborough Fair“ und weiteren ruhigen Balladen. Kräftig mitgesungen vom Publikum wird bei „Englishman in New York“, gelacht, als Warren Thomas seine ersten Eindrücke schildert, als er mit elf Jahren aus England nach New York kam. Den ganzen Auftritt über hatte man den Eindruck, dass alle Künstler viel Spaß hatten. Am Ende der über zwei Stunden durften sie nicht ohne Zugaben von der Bühne.

Jürgen Eschenhorn

Viel Spaß machte der Auftritt von Naturally 7 in der Stadthalle.
Viel Spaß machte der Auftritt von Naturally 7 in der Stadthalle.

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