Neu: Aalener Weihnachtsmarkt mit Kunst, Vereinen und Schulen

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Veranstalter Georg Löwenthal (l.) und Citymanager Reinhard Skusa sind optimistisch, dass die Aalener in diesem Jahr nicht auf ihren Weihnachtsmarkt verzichten müssen. Foto: Oliver Giers
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Veranstalter Georg Löwenthal und Citymanager Reinhard Skusa arbeiten Hand in Hand an einem neuen Konzept für den Aalener Adventszauber.

Aalen

Auch wenn einem derzeit noch - bei Außentemperaturen von über 20 Grad - der Spritz besser schmeckt als der Glühwein: Bis zum Aalener Adventszauber ist es gar nicht mehr so lange hin. Jedenfalls nicht für Citymanager Reinhard Skusa und Veranstalter Georg Löwenthal. Gemeinsam stecken die beiden schon mitten in den Vorbereitungen für den diesjährigen Aalener Adventszauber; den Weihnachtsmarkt, der - Stand jetzt - von Montag, 21. November bis Freitag, 23. Dezember, auf dem Aalener Spritzenhausplatz stattfinden soll.

„Die Botschaft ist: Es wird wieder einen Weihnachtsmarkt geben. Die Menschen lechzen schon danach“, meint der Citymanager. Denn in den vergangenen beiden Jahren mussten die Aalener coronabedingt auf ihren Weihnachtsmarkt verzichten. 2021 waren die Hütten zwar bereits aufgebaut, wurden aber aufgrund der hohen Infektionszahlen zuletzt doch nicht geöffnet. Erstmals war die Stadt Aalen kurzfristig als Veranstalter in die Bresche gesprungen, nachdem Privatunternehmer und Weihnachtsmarktmacher Georg Löwenthal aufgrund des für ihn absehbaren hohen unternehmerischen Risikos einen sechsstelligen Zuschuss aus der Stadtkasse beantragt hatte. Diesen Antrag hatte die Stadt abgewiesen.

Die Stadt ist mit im Boot

OB Frederick Brütting hatte stattdessen signalisiert, dass sich die Stadt künftig einbringen wolle in die Organisation. Zumal man sich mit einer Freiwilligkeitsleistung an den städtischen Innenstadtverein Aalen City aktiv (ACA) leichter tue, als an einen Privatveranstalter.

Also wird diesmal erstmals das Citymanagement mit Reinhard Skusa an der Spitze Georg Löwenthal bei der Organisation unterstützen. Gemeinsam wollen sie Vereinen, Musikgruppen und Kunsthandwerk mehr Platz einräumen - dem Wunsch des Oberbürgermeisters entsprechend. Zehn weiteren Glühwein- und Pommesständen jedenfalls erteilt Skusa eine klare Absage.

Das neue Konzept:Zwischen bewährte Marktbeschicker wird Georg Löwenthal zwei Holzhütten stellen, die tageweise für ein wechselndes Angebot vermietet werden; etwa an Kunsthandwerker, Imker - kurz: an Menschen aus der Region, die eine besondere Handwerkskunst zu zeigen haben. „Es können aber auch Vereine sein, die etwas anbieten wollen. Oder Lehrwerkstätten von heimischen Industriebetrieben“, meint Skusa. Der erste Rücklauf sei gut. „Wir haben aber auch noch einige Tage frei zu vermieten.“

Schulen sind aufgerufen: „Für Schulklassen, die Kuchen und Kaffee zur Finanzierung ihres Schullandheims verkaufen wollen, bieten wir kostenlos zwei weiße Pagodenzelte an“, kündigt Skusa an.

Bessere Planungstransparenz: Erstmals will man einen sogenannten Beschickerrat einrichten. Skusa: „Alles, was wir vorhaben und planen, werden wir mit diesen drei bis vier Beschickern besprechen, die die Informationen dann wiederum an die übrigen Beschicker weitergeben.“ Ähnliches gilt für die Kommunikation mit den direkten Anliegern, den Geschäften am Spritzenhausplatz. „Wir wollen den Weihnachtsmarkt Hand in Hand mit den Anliegern umsetzen, frühzeitig mit ihnen sprechen und sie einbeziehen“, betont der Citymanager.

Die Beleuchtung: Die Ansage der Regierung angesichts der aktuellen Energiekrise ist deutlich: Strom und Gas sparen, wo es nur geht. Doch was wäre ein Weihnachtsmarkt ohne stimmungsvolle Beleuchtung? Skusa und Löwenthal sind optimistisch: „Wir verwenden sparsame LED-Lichterketten, können mit LED-Scheinwerfern die Bäume am Spritzenhausplatz illuminieren.“ Bei einem vierwöchigen Weihnachtsmarkt in Aalen liege der Stromverbrauch zwischen 18 000 und 20 000 Kilowattstunden. „Das ist relativ wenig“, sagt Löwenthal. Allerdings: Ein Weihnachtsmarkt ist dem aktuellen Tagesstrompreis ausgesetzt. Deswegen sei man mit den Stadtwerken im Gespräch, hoffe auf einen auskömmlichen Vertrag für die Weihnachtsmarktzeit. Aber schließlich geht es ja nicht nur ums Geld, sondern auch um eine Art Vorbildfunktion. „Letztlich müssen die Ergebnisse der Besprechungen und der Beratungen im Gemeinderat abgewartet werden“, meint dazu die städtische Pressesprecherin Karin Haisch.

Das Gas zum Kochen: Die Betreiber der Imbiss-Hütten arbeiten für die Zubereitung von Bratwurst, Glühwein & Co. alle mit Propangas. „Das ist kein Erdgas. Propangas fällt nicht unter kostbare Energie“, weiß Skusa.

Die Wärme:„Wir werden keine Elektroöfen in den Holzhütten zulassen“, betont der Citymanager. Abgesehen von dem hohen Brandrisiko könne man das den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber nicht verantworten. „Das wäre ja wie Cabrio fahren bei voll aufgedrehter Klimaanlage.“

Hütten tageweise zu vermieten

Der Aalener Adventszauber auf dem Spritzenhausplatz beginnt am Montag, 21. November.

Hütten noch tageweise frei: Vereine und Kunsthandwerker aus der Region, die einen Tag lang eine Hütte mieten wollen, wenden sich an E-Mail: info@aalencityaktiv.de

Georg Löwenthal und Reinhard Skusa und der kommende Weihnachtsmarkt in Aalen.
Georg Löwenthal und Reinhard Skusa und der kommende Weihnachtsmarkt in Aalen.

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