Neu-Anschaffungen für die Feuerwehr Aalen

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Löschfahrzeug, Atemschutzstrecke, mobiler Führungsstand – der Finanzausschuss bekommt Einblick in zeitgemäße Brandbekämpfung.

Aalen

Es war so etwas wie eine Einweihung, wenn auch coronabedingt ohne geistlichen Beistand und ohne großes Tamtam: Auf dem Gelände des Rettungszentrums wurden am Mittwoch die Neu-Anschaffungen für die Freiwillige Feuerwehr Aalen übergeben. Die Mitglieder des Finanzausschusses erlebten kurze Vorführungen, außerdem stellten sich die Kommandanten der einzelnen Abteilungen vor.

Er habe allergrößten Respekt vor der Freiwilligen Feuerwehr, deren Mitglieder in Aalen mehr als 450 Mal im Jahr ausrücken, sagte OB Thilo Rentschler in seiner Begrüßung. Auch die Jugendfeuerwehr sei mit 100 Mitgliedern gut aufgestellt, allerdings gelte es, dranzubleiben bei der Nachwuchswerbung. 950 000 Euro fließen in diesem Jahr in Neu-Anschaffungen für die Feuerwehr. Im Einzelnen:

Neues Löschfahrzeug für die Abteilung Aalen. 3000 Liter Wasser hat es an Bord, dazu jede Menge Spezialausrüstung von der Trage zur Bergrettung bis zum Entlüftungsgerät für Tunneleinsätze. Kosten: 400 000 Euro. Besetzt wird es mit neun Mann, coronabedingt zurzeit nur mit sechs, so Michael Wagner, Kommandant der Abteilung Aalen.

Anhänger "Führung und Lage": Er schaut aus wie ein dickes Wohnmobil, wird aber von einem Lkw gezogen. Ausgestattet mit modernster Funktechnik, Klimaanlage, Heizung, Notstromaggregat, ist der Container eine Art mobiler Leitstand und wird bei der Abteilung Dewangen stationiert, so deren Kommandant Karl-Heinz Wild. Drei Funk-Arbeitsplätze, ein Besprechungstisch und Tafeln – sozusagen Basisstation für Entscheidungen zur Lage im Einsatz. Kosten: 150 000 Euro.

Ich habe allergrößten Respekt vor der Wehr.

Thilo Rentschler Oberbürgermeister

Atemschutzübungsanlage: Wer bei der Feuerwehr für das Tragen eines Atemschutzgeräts ausgebildet ist, muss hier einmal im Jahr Brandbekämpfung sowie Suche und Rettung Verletzter üben. Zehn Meter lang schlängelt sich die Strecke durch ein Netz enger Käfige im Keller des Rettungszentrums Aalen. Disconebel und Stroboskoplicht täuschen Einsatzbedingungen vor, die Feuerwehrleute sind bepackt mit etwa 20 Kilo Ausrüstung. Kosten insgesamt: 320 000 Euro.

Weitere 81 000 Euro werden in diesem Jahr in die Brandübungsanlage bei der Abteilung Ebnat/Waldhausen investiert. Im nächsten Jahr geht's nahtlos weiter, so der OB. 400 000 Euro fließen dann für ein neues Löschfahrzeug der Abteilung Ebnat/Waldhausen. In 2022 ist Ersatz für die große Drehleiter in Aalen vorgesehen. Kosten: 700 000 Euro.

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